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Wissenschaft im Gespräch: "Sharing Heritage - Kulturerbe teilen: ein Blick hinter die Kulissen aktueller Forschungsprojekte"

Nähere Infos

Zum "Jahr des Europäischen Kulturerbes" widmet sich die Veranstaltungsreihe "Wissenschaft im Gespräch" im Sommersemester 2018 Forschungsthemen und Fragestellungen rund um das Thema Forschen an und über Kulturerbe.

Wissenschaftler der KU geben in kurzen Impulsreferaten Einblick in ihre aktuellen Forschungsvorhaben und diskutieren im Anschluss miteinander und mit dem Publikum über dahinterstehende gesellschaftliche Fragen und die Möglichkeiten der Forschung. Die unterschiedlichen Blickwinkel, die jeweilige Fachrichtung, aber auch die gewählten Methoden und Vorgehensweisen führen so zu einem spannenden Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Die Veranstaltungen richten sich an alle Interessierten innerhalb und außerhalb der Universität: an Akteure der Zivilgesellschaft sowie Vertreter von Kirche, Politik und Wirtschaft.

 

Unser kulturelles Erbe: Objekte entdecken und entschlüsseln

Mittwoch, 13.6.2018, 18:30 - 20:00 Uhr

Präsentation:

Prof. Dr. Nadine Burkhardt und i.R. Prof. Dr. Gerhard Zimmer (Klassische Archäologie)

"Palmyra und Gerasa - Projekte zur Rettung archäologischen Kulturguts"

Palmyra im heutigen Syrien war wohl eine der schönsten antiken Städte. In römischer Zeit war die Stadt ein Treffpunkt der Kulturen, ein Miteinander der Religionen. Wohl auch aus diesem Grund wurden viele der antiken Monumente und Gebäude durch die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zerstört. Aber was soll nun mit den Ruinen geschehen? Soll man Kulturdenkmäler wiederaufbauen, rekonstruieren? Oder sollte man sie als Mahnmal, als Zeichen des Widerstands gegen Terror so belassen? Dank digitaler Technik kann Kulturgut in kleinerem Umfang bewahrt werden wie z. Bsp. in Gerasa in Jordanien. Dort wurde auf der unteren Terrasse des großen Zeusheiligtums in römischer Zeit eine Bronzewerkstadt errichtet, die wohl für den Neubau und das Kultbild des Zeus die Bronzegeräte und Bronzeplastiken goß. Die Reste der Gußmantelformen, aus denen sich vielleicht nicht nur Werkstattabläufe und Funktionen, sondern auch das Kultbild des Zeus rekonstruieren lassen, liegen im Magazin, jede Erschütterung kann sie in Staub und Brösel zerlegen. Die Archäologen der KU haben die Idee, diese Formen in einem 3-D-Scan zu dokumentieren, zu rekonstruieren, zu bewahren und zu analysieren.

 

 

Date: Wednesday, 13.06.18  Time: 18:30 -  20:00
Organizer: Zentrum für Forschungsförderung (KU) 
Location: International House (Foyer) der KU, Marktplatz 7, Eichstätt