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09.10.17

Journalistik-Professor Klaus Meier erhält „Ars legendi-Preis“ für exzellente Hochschullehre

Prof. Dr. Klaus Meier, Inhaber des Lehrstuhls für Journalistik I an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), erhält den vom Stifterverband und der Hochschulrektorenkonferenz vergebenen „Ars legendi-Preis 2017 für exzellente Hochschullehre“ - die bundesweit bedeutendste Auszeichnung für Lehre. In diesem Jahr lag der thematische Schwerpunkt auf „Praktika und Praxisbezügen“. Eine Jury mit Vertretern aus Hochschullehre, Didaktik, Studierendenschaft sowie Sozialpartnern hat die Gewinner aus mehr als 130 Bewerbungen ausgewählt. Durch die mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Auszeichnung, würdigen Stifterverband und HRK die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Förderung des akademischen Nachwuchses. Meier erhält als einziger Preisträger die Auszeichnung in der Kategorie „Wissenschaftler“, einen weiteren Preis vergeben die Stifter in der Kategorie „Projekt“.


Foto: Schulte Strathaus/upd

Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass Professor Meier „als Taktgeber und Motor bei der Verzahnung von kommunikationswissenschaftlicher Theorie und Journalismusforschung mit praktischer Ausbildung“ gilt. Sein Hauptanliegen sei es, dass die Simulation gängiger Praxis alleine nicht den Anspruch von Hochschullehre erfüllt, sondern sich Lehre davon forschungs- und evidenzbasiert lösen müsse. Seine Studierenden sammeln Erfahrungen im Wissenschafts-Praxis-Transfer und erfahren Praxis als veränderungs- und innovationsfähig in einem sich rasant wandelnden medialen Berufsfeld. KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien gratulierte Meier zu seiner Auszeichnung: „Wir sind stolz, dass Professor Meier eine so namhafte Auszeichnung erhält, welche seine langjährige Lehrtätigkeit würdigt und die Ansporn ist, nicht nur in der Forschung, sondern auch der Lehre exzellent zu sein. Beispielhaft ist zudem der Transfer von Wissen in die Gesellschaft, den die KU neben Forschung und Lehre gleichrangig verfolgt.“

Im Masterstudiengang „Journalistik mit dem Schwerpunkt Innovation und Management“ an der KU führen Studierende Meiers beispielsweise Redaktionsanalysen durch und erforschen in Redaktionen des Bayerischen Rundfunks, des Spiegel oder der Nürnberger Nachrichten wie Journalismus organisiert ist und wo Optimierungspotentiale liegen. Die Erkenntnisse tragen die Studierenden dann als Transfer in die Redaktionen zurück. „So sollen sie lernen, dass es sich auch später im Berufsleben lohnt, mit der Wissenschaft in Kontakt zu bleiben, wenn man innovationsfähig bleiben möchte“, erklärt Meier. Denn Innovationsfähigkeit und der Wille zum Experimentieren seien zu einem wesentlichen Aspekt journalistischer Kompetenz geworden. Gerade im Praxisbezug müssten Studierende durch forschendes Lernen und Entwickeln angeleitet und gecoacht werden und Erfahrungen mit Wissenschafts-Praxis-Transfer sammeln.

„Ich freue mich vor allem deshalb über diesen Preis, weil er belegt, dass ich in 20 Jahren Lehre auf dem richtigen Weg war, wenn ich immer wieder versucht habe, Theorie und Praxis miteinander zu verknüpfen. Das ist ja in der deutschen Wissenschaftskultur nicht selbstverständlich. Den Preis sehe ich auch als Auszeichnung für das Fach Journalistik, das seit Jahrzehnten vorbildlich immer wieder an der Herausforderung der Verbindung von Theorie und Praxis arbeitet und damit immer wieder auch angeeckt ist - auf beiden Seiten. Und nicht zuletzt ist der Preis eine Prämierung der KU, die hervorragende Bedingungen für engagierte Lehre ermöglicht“, so Meier.  

Die feierliche Verleihung des Ars legendi-Preises findet am 28. November 2017 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main statt.

Zur Person: Jahrgang 1968. Nach zwei Jahren Volontariat und einem halben Jahr als Lokalredakteur bei der Frankenpost (Hof) begann er ein Journalistik-Studium mit anschließendem Promotionsstudium in Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Philosophie an der KU. Freie Mitarbeit u.a. bei der Süddeutschen Zeitung und dem Bayerischen Rundfunk (Fernsehen), Mitgründer einer PR-Agentur. 1996 bis 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Journalistik I in Eichstätt, parallel Berater und Coach in Redaktionen und Weiterbildungseinrichtungen für Journalisten in mehreren Ländern. 2001 bis 2009 Professor für Journalistik an der Hochschule Darmstadt (Aufbau der Studiengänge Online-Journalismus und Wissenschaftsjournalismus). September 2009 bis Dezember 2010 Lehrstuhl für crossmediale Entwicklungen des Journalismus am Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund. Seit Januar 2011 Lehrstuhl für Journalistik I an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.