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Fakultäten
Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftl. Fakultät
Fachgebiete
Geschichte
Alte Geschichte
Forschung
Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhlinhabers sind:
Wissenschaftlicher Kommentar zur Tabula Peutingeriana
Die Tabula Peutingeriana ist eines der beeindruckendsten antiken Zeugnisse, das uns in mittelalterlicher Kopie überliefert ist. Auf der rund 7 Meter langen Pergamentrolle ist annähernd die ganze bekannte ‚antike Welt‘ von Iberien bis Indien abgebildet - und dies bei einer Rollenhöhe von lediglich 36 cm. In Anbetracht der Bedeutung dieses Zeugnisses für die Kartographie der Antike überrascht es, dass bislang kein wissenschaftlicher Kommentar vorliegt. Ein solches Projekt offeriert zudem alle Optionen zeitgemäßen Forschens, denn nur fächerübergreifend kann dieses Vorhaben realisiert werden. Des Weiteren bietet die Tabula Potential für drittmittelfinanzierte Forschung, z. B. im Verbund mit Nachbardisziplinen. Im Resultat kann dieses Unternehmen zentrale Fragen z. B. zur antiken Raumerfassung, zur Entstehung und Datierung der Tabula selbst sowie zur Wahrnehmung der Oikumene in der Antike beantworten helfen.
Aufnahme der Meilensteine der römischen Reichsstraßen der Provinz Lusitania (gemeinsam mit Dr. A. Ledo, Universität Valencia)
Seit dem CIL-Band II von A. Hübner (1869) ist keine zusammenfassende Aufarbeitung der Meilensteine aus Lusitanien mehr vorgelegt worden. Den zeitgemäßen Editionen entsprechend, sollen die Miliarien nicht isoliert ediert, sondern im Zusammenhang mit allen für viae publicae relevanten Quellen aufgearbeitet werden. Ein solches Vorhaben verspricht auch neue Erkenntnisse zum römischen Städtewesen im Westen der Iberischen Halbinsel.
Biographie des Kaisers Nero in der Reihe „Gestalten der Antike“ der Wissen-schaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt.
Nero-Biographien gibt es zahlreich. In der Regel wird darin entweder das Bild eines Despoten (Brandstifter Roms, Christenverfolger, Muttermörder usw.) gezeichnet oder aber der Versuch unternommen, die bisweilen bizarren Handlungen des Princeps als Verzerrung einer feindlich gesonnenen Geschichtsschreibung zu relativieren. Die Konzeption meiner Nero-Biographie will weder den geläufigen Deutungsansätzen folgen noch den Kaiser als einen unter vielen Akteuren der römischen Geschichte abhandeln. Vielmehr soll der Fokus konsequent auf die Person gerichtet und so das Bild eines menschlich unausgereiften, widersprüchlichen und bisweilen überforderten Princeps nachgezeichnet werden.
Mitarbeit an der „Gnomon. Bibliographische Datenbank“ (zusammen mit Jürgen Malitz, Eichstätt & Gregor Weber, Augsburg)