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Fakultäten
Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftl. Fakultät
Fachgebiete
Geschichte
Alte Geschichte
Forschung

Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhlinhabers sind
Die Bereitstellung informationstechnischer Arbeitsmittel für die altertumswissenschaftliche Forschung bildet einen weiteren Schwerpunkt in den Aktivitäten des Lehrstuhls.
Hier sind folgende international renommierte Datenbankprojekte zu nennen:
Neben der Année Philologique und Dyabola stellt die in Eichstätt entwickelte Gnomon-Datenbank heute das wichtigste bibliographische Hilfsmittel im Bereich der Altertumswissenschaften dar. Der Internetableger Gnomon online erschließt aktuelle Neupublikationen, was angesichts des zweijährigen Erfassungsrückstandes der Année Philologique besondere Bedeutung für die Forschung gewinnt. Im Rahmen des weiteren Ausbaus der Datenbank besteht eine Kooperation mit dem Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Universität Augsburg (Prof. Dr. Gregor Weber) sowie mit der Bayerischen Staatsbibliothek in München, die die neuesten Daten des altertumswissenschaftlichen Sondersammelgebietes 6.12 zur Verfügung stellt. Die Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek soll zukünftig noch mit der Zielsetzung ausgeweitet werden, ein zentrales altertumswissenschaftliches Informationsportal aufzubauen. Ein Prototyp von Propylaeum ist bereits verfügbar.
Ursprünglich aus einem DFG-Projekt zur Bearbeitung der Inschriften aus der römischen Provinz Pontus-Bithynien hervorgegangen, bietet ConcEyst heute eine der weltweit umfänglichsten epigraphischen Datenbanken mit griechischen und römischen Inschriften. Anders als vergleichbare Projekte ermöglicht ConcEyst eine übersichtliche Ausgabe der Suchergebnisse im Konkordanzformat und den Zugriff auf einen rückläufigen Index. Für die editorische Arbeit an antiken Inschriften stellt es somit ein unverzichtbares Hilfsmittel dar. Das Programm sowie regelmäßige Updates können über die Internetpräsenz des Lehrstuhls kostenlos heruntergeladen werden. Neuerdings besteht auch eine Kooperation mit der Epigraphischen Datenbank Heidelberg, einem Projekt der Heidelberger Akademie der Wissenschaften: Der Lehrstuhl für Alte Geschichte Eichstätt wird neu publizierte griechische Inschriften der römischen Kaiserzeit für die Heidelberger Datenbank aufbereiten und abrufbar machen. Damit partizipiert auch der Eichstätter Lehrstuhl an dem unter den Auspizien der Association Internationale d'í‰pigraphie Grecque et Latine betriebenen EAGLE-Projekt (Electronic Archive of Greek and Latin Epigraphy), das eine stärkere Integration der verschiedenen Datenbanken anstrebt. Neben der Epigraphischen Datenbank Heidelberg sind derzeit parallele Projekte an den Universitäten Rom und Bari beteiligt. Mittlerweile ist eine experimentelle Version des EAGLE-Portals, das eine zentrale Metasuche in allen beteiligten Datenbanken ermöglicht, online gestellt.
Das jüngste Datenbankprojekt des Lehrstuhls betrifft die Numismatik. Kooperationen mit deutschen Universitätssammlungen (Erlangen und Regensburg) und renommierten Auktionshäusern (Gorny & Mosch, Leu Numismatics, Münzen & Medaillen, Numismatica Ars Classica, Numismatik Lanz) ermöglichen den Aufbau einer virtuellen Sammlung der bedeutendsten Münzen der griechischen Welt, der römischen Republik sowie der römischen Kaiserzeit. Die Münzen werden jeweils in hochauflösenden Digitalfotografien zur Verfügung gestellt. Hinsichtlich Umfang, Auswahl der Stücke und Bildqualität ist die frei zugängliche Numismatische Bilddatenbank Eichstätt derzeit einzigartig und stellt eine wichtige Ressource für Forschung und Lehre dar.
Aus den Proseminaren zur Alten Geschichte von Andreas Hartmann ist ein umfänglicher Reader zu Methoden und Hilfsmitteln des Faches hervorgegangen, der sich in der systematischen Erschließung altertumswissenschaftlicher Internetressourcen von anderen vergleichbaren Projekten absetzt. Die elektronische Präsentation erlaubt eine ständige Aktualisierung der Daten und ermöglicht einen bequemen Zugriff auf die aufgeführten Angebote.