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ConcEyst

betreut von Prof. Dr. Jürgen Malitz (juergen.malitz(at)gmx.de).

Das Eichstätter Konkordanzprogramm zur griechischen und lateinischen Epigraphik (ConcEyst) stellt einen repräsentativen und durch die Aufnahme neuer Texte (SEG sowie AE inklusive der griechischen Texte) auch aktuellen Textbestand sowohl von griechischen Inschriften vor allem Kleinasiens als auch von lateinischen Inschriften im Konkordanzformat zur Verfügung.

Ursprünglich aus einem DFG-Projekt zur Aufarbeitung der Inschriften aus der römischen Provinz Pontus-Bithynien hervorgegangen, bietet ConcEyst heute eine der weltweit umfänglichsten epigraphischen Datenbanken mit griechischen und lateinischen Inschriften. Anders als vergleichbare Projekte ermöglicht ConcEyst eine übersichtliche Ausgabe der Suchergebnisse im Konkordanzformat und den Zugriff auf einen rückläufigen Index. Für die editorische Arbeit an antiken Inschriften stellt es somit ein unverzichtbares Hilfsmittel dar. Das Programm sowie regelmäßige Updates können über die Internetpräsenz des Lehrstuhls kostenlos heruntergeladen werden. Neuerdings besteht auch eine Kooperation mit der Epigraphischen Datenbank Heidelberg, einem Projekt der Heidelberger Akademie der Wissenschaften: Der Lehrstuhl für Alte Geschichte Eichstätt wird neu publizierte griechische Inschriften der römischen Kaiserzeit für die Heidelberger Datenbank aufbereiten und abrufbar machen. Damit partizipiert auch der Eichstätter Lehrstuhl an dem unter den Auspizien der Association Internationale d'í‰pigraphie Grecque et Latine betriebenen EAGLE-Projekt (Electronic Archive of Greek and Latin Epigraphy), das eine stärkere Integration der verschiedenen epigraphischen Datenbanken anstrebt. Neben der Epigraphischen Datenbank Heidelberg sind derzeit parallele Projekte an den Universitäten Rom und Bari beteiligt. Eine experimentelle Version des zentralen Metasuchportals wurde mittlerweile online gestellt.

Die wichtigsten Vorteile von ConcEyst im Einzelnen:

  • Die Suchergebnisse der Konkordanzrecherche werden nach dem Keyword-In-Context [KWIC]-Schema angezeigt. Die Einträge im angezeigten Ergebnis sind nach dem "right of key"-Prinzip angeordnet, d. h. die Folgewörter eines mehr als zweimal erfassten Stichworts sind ihrerseits alphabetisch sortiert. [Screenshot]
  • Zusätzlich bietet ConcEyst die Möglichkeit, sowohl Wörter in rückläufig sortierter Folge ("reverse index") als auch beliebige Buchstabenfolgen einschließlich Leerzeichen ("strings") zu suchen. [Screenshot]
  • Auch die den epigraphischen Texten vorangestellten kommentierenden Angaben ("comments") zu Herkunft, Inhalt, Datierung und Editionen in Standardcoropora können durchsucht werden. Die Ergebnisse werden ebenfalls im KWIC-Schema angezeigt. [Screenshot]
  • Alle seit April 2004 veröffentlichten Versionen von ConcEyst sind in der Lage, Texte im Unicode-Format in die Windows-Zwischenablage (und damit mittelbar jedes Unicode-fähige Anwendungsprogramm, wie z. B. MS Word ab der Version 97 oder MS Access) zu exportieren. Damit können auch die griechischen Textbestände problemlos außerhalb von ConcEyst weiterverarbeitet werden.
  • Alle seit März 2008 veröffentlichten Versionen von ConcEyst verfügen über eine erweiterte Kompatibilität zum Unicode-Standard 5.0, so dass auch Sonderzeichen wie akrophone Zahlzeichen dargestellt werden können.
  • Alle seit März 2008 veröffentlichten Versionen von ConcEyst verwenden zur verbesserten Textanzeige den Font Cardo. Zur Verbesserung der Lesbarkeit würde überdies eine Anpassung der Schriftgröße ermöglicht.

Der Textbestand von ConcEyst wird regelmäßig korrigiert und erweitert. Die jeweils neueste Fassung steht - etwa alle drei Monate - auf der Homepage des Lehrstuhls für Alte Geschichte zum Download zur Verfügung.

Das Programm wird kostenlos zur Verfügung gestellt und kann auch kostenlos in Netzwerken betrieben werden. Die Vervielfältigung und Weitergabe des Programms und der Datenbestände sind ausdrücklich gestattet, sofern die originalen Installationspakete vollständig und ohne Modifikationen kopiert werden. Alle Rechte an Programm und Daten verbleiben dem Herausgeber.

Fragen, Anregungen und Kritik können an Jürgen Malitz gerichtet werden. An dieselbe Adresse sollten auch Anforderungen für die Zusendung einer CD-ROM-Version, etwa für Netzwerkinstallationen oder bei langsamen Internetverbindungen, gerichtet werden. Die CD-ROM-Version unterscheidet sich jedoch nicht von der hier zum Download bereitgestellten.