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Schwerpunkte und Spezialgebiete der Lehre

In der traditionellen Einteilung der historischen Disziplinen erforscht und beschreibt das Fach Alte Geschichte die griechische und römische Geschichte; dazu gehören ferner auch diejenigen Völker und Kulturen, die mit Griechen und Römern in Kontakt traten. Im Unterschied zur Klassischen Archäologie konzentriert sich die Alte Geschichte auf die schriftlichen Zeugnisse der Antike, wozu nicht nur die Werke der Literatur gehören, sondern auch Inschriften, Papyri und Münzen, die es in ihrem Aussagewert zu erschließen gilt.

Der geographische Rahmen der Alten Geschichte reicht von Spanien (den "Säulen des Herakles") bis zum heutigen Pakistan (dem Ort der Umkehr Alexanders auf seinem Zug nach Osten), von Skandinavien im Norden (das der griechische Entdecker Pytheas beschrieben hat) bis zu den Nomaden der Sahara (die den römischen Eroberern hartnäckigen Widerstand leisteten). Der zeitliche Rahmen der Alten Geschichte beginnt gewöhnlich mit dem Zeitalter Mykenes im 2. Jahrtausend v. Chr., vor allem aber im 8. Jahrhundert v. Chr. mit der Erfindung der Schrift in Griechenland und der Entstehung der frühesten Literatur (Homer, Hesiod). Die Epoche der Alten Geschichte endet dann mit den Umbrüchen der Spätantike und der Völkerwanderungszeit im 6.-7. Jahrundert n. Chr. Die Alte Geschichte befasst sich also mit Kulturen, die unser europäisches Erbe in den verschiedensten Bereichen wesentlich geprägt haben, etwa in der politischen Geschichte, der Ideengeschichte und der Kulturgeschichte.

Das Fach Alte Geschichte kann an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt derzeit im Rahmen von Magister-, Diplom-, Bachelor-, Master- und Lehramtsstudiengängen (Modellversuch Lehramt plus) studiert werden. In der Lehre findet die ganze Breite des Faches vom frühen Griechenland bis zur christlichen Spätantike Berücksichtigung.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Zusammenhang mit den am Lehrstuhl verfolgten Datenbankprojekten in der hilfswissenschaftlichen Ausbildung in den Bereichen Epigraphik und Numismatik.

Große Bedeutung wird auch der Heranführung an archäologische Quellen zugemessen, weshalb in regelmäßigen Abständen Exkursionen an Stätten der Antike angeboten werden. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Lehrstuhls ist als Mitglied des Vorbereitungsteams und Mitherausgeber von zwei Teilbänden zur Reihe "Mythen Europas" an Konzeption und Durchführung der Eichstätter Wintervortragsreihe beteiligt, die es sich zum Ziel gesetzt hat, innovative Forschungstendenzen über die Universität hinaus auch an eine breitere Öffentlichkeit zu vermitteln.

Altertumswissenschaften in Eichstätt

Im Wintersemester 2007/08 startete unter Beteiligung des Lehrstuhls für Alte Geschichte das interdisziplinäre Masterprogramm "Kulturtransformationen - Antike: Juden Griechen Römer Christen".

Dieses führte die Schwesterdisziplinen Archäologie, Alte Geschichte und Klassische Philologie sowie jene Teildisziplinen der Theologie (Alt- und Neutestamentliche Wissenschaft, Alte Kirchengeschichte, Patrologie) zusammen, die sich vorrangig mit der Antike befassen.

Mit der Einführung des neuen flexiblen Masterprogrammes im Wintersemester 2010/11 wurde der Master "Kulturtransformationen - Antike" eingestellt, doch wird die enge Kooperation der altertumswissenschaftlichen Fächer im Rahmen des neuen Studienprogrammes fortgeführt.

Ein gemeinsames Forschungskolloquium sowie gemeinsame Forschungsaktivitäten tragen zu einer interdisziplinären und multiperspektivischen Auseinandersetzung mit der Antike bei.

Material zu den Lehrveranstaltungen

Alle weiteren Informationen sowie Material für die Lehrveranstaltungen der Alten Geschichte an der KU Eichstätt-Ingolstadt finden Sie im eLearn-System ILIAS.