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Das digitale Schulbuch

mBook - das multimediales Schulbuch
digitales Schulbuch, Florian Sochatzy, mBook

Alle Prognosen gehen davon aus, dass Lernmaterialien bald verstärkt digital erscheinen werden. Die Möglichkeiten digitaler Bücher werden als immens eingeschätzt. Probleme der letzten Jahrzehnte sollen scheinbar mit einem Mausklick in den Griff zu bekommen sein.
Uns stellt sich die Frage, nach welchen Prinzipien digitale (Geschichts-)Schulbücher arbeiten müssen, um kompetenzorientiertes Lernen zu befördern. Wir gehen dabei davon aus, dass positive Erfahrungen mit Schulbüchern weiter genutzt werden sollten und multimediale Erweiterungen nur da zum Einsatz kommen, wo sie einen echten Mehrwert für historisches Lernen haben.
Um diese Thesen zu überprüfen, gehen theoretische und konzeptionelle Überlegungen und die praktische Umsetzung Hand in Hand. Für die Erarbeitung digitaler Schulbücher haben wir als wissenschaftliches spin-off das Institut für digitales Lernen gegründet; die Forschung zu digitalen Schulbüchern ist an der Professur verortet.

Florian Sochatzy, Marcus Ventzke und Waltraud Schreiber leiteten das Projekt. Zum Konzept des multimedialen Schulgeschichtsbuchs vgl. Schreiber, Waltraud/ Sochatzy, Florian / Ventzke, Marcus: Das multimediale Schulbuch – kompetenzorientiert, individualisierbar und konstruktionstransparent, in: Schreiber, Waltraud/ Schöner, Alexander/ Sochatzy, Florian: Schulbuchanalysen als Grundlage empirischer Geschichtsdidaktik, Stuttgart 2013, S. 212-232.

Sochatzy, Florian:
Das multimediale Schulbuch (mBook) – von der Theorie in die Praxis: Konzeption, Produktion und empirische Überprüfung eines multimedialen Geschichtsschulbuchs. Eichstätt: Institut für digitales Lernen, 2016.

Das Projekt zur Entwicklung eines multimedial-digital Geschichtsschulbuchs (mBook) hat über Deutschland hinaus Modellcharakter erlangt. Es basiert auf den Prinzipien Konstruktionstransparenz, Individualisierbarbeit und Interaktivität und bietet umfangreiche Möglichkeiten, einen kompetenzorientierten Unterricht materialgestützt und alltagstauglich umzusetzen. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat drei Bände des mBooks für die gymnasialen Klassenstufen 5 bis 9 in einer Schüler- und Lehrerversion mit Beginn des Schuljahrs 2014/15 eingeführt. In den Gymnasien der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (DG) wird das mBook in fünf Bänden bereits seit dem Jahr 2013/14 eingesetzt. Im Tabletprojekt Baden-Württemberg kommt das mBook ab dem Schuljahr 2017/18 zum Einsatz. Für Gymnasien in NRW wird bis 2018 das mBook zum mBook gemeinsames Lernen weiterentwickelt.

Das mBook in der Forschung

Mit der Einführung des mBooks in der DG und NRW entstehen ideale Bedingungen für die Wirksamkeitsforschung. Wegen ihrer Größe bietet die DG als „Europa in der Nussschale“ eine Art Laborsituation. Nutzungsdaten können erhoben, die Aufgabenbearbeitung kann untersucht werden. Schulbuchforschung erhält so eine neue Qualität.

 

  • Das Design für eine Längs- und Querschnittstudie in der DG wurde zusammen mit Prof. Dr. Ulrich Trautwein (Eberhard-Karls-Universität Tübingen) erarbeitet. Die Ergebnisse werden 2018 vorgestellt. An der von Waltraud Schreiber geleiteten Studie sind mit Michael Werner, Tobias Langguth, David Naas und Stefanie Hölzwimmer zahlreiche Eichstätter Nachwuchswissenschaftler beteiligt; Bachelor- und Masterarbeiten sind eingeschlossen
  • Im BMBF Projekt QQmBook (2015-2017) bestehen Forschungskooperationen mit dem Hector-Institut der Universität Tübingen, dem Deutschen Institut für Internationale pädagogische Forschung in Frankfurt am Main (DIPF) und der Universität Lüneburg.
  • Im BMBF Projekt KLUG (2018-2021) arbeitet die Professur für Theorie und Didaktik der Geschichte mit dem Hector-Institut der Universität Tübingen und der Universität Oldenburg zusammen.

 Den Abschlussbericht zum QQM Projekt finden Sie dort.

Schulbuch des Jahres 2016

Die Kultusministerkonferenz, das Georg Eckert Instituts für Schulbuchforschung, die Bundeszentrale für politische Bildung und die Leipziger Buchmesse haben das mBook mit dem Sonderpreis für digitale Lehr- und Lernmittel ausgezeichnet. Hier finden Sie die Pressemitteilung und die Laudatio von Prof. Dr. Karl Heinrich Pohl

Aus der Begründung der Jury zum Preis “Schulbuch des Jahres 2016” 
Das mBook ist ein Lehrmittel, das den Geschichtsunterricht zur digitalen Welt hin öffnet und in eine neue Dimension des Geschichtsunterrichts führen könnte. Die grundlegenden Prinzipien wie Multiperspektivität und Kontroversität werden glänzend umgesetzt. Zugleich überzeugt, in welch hohem Maße die historischen Materialien den gegenwärtigen Stand der Forschung wiederspiegeln. Die gewünschten Kompetenzen können erworben werden - und zwar während der Arbeit mit dem Material. Vor allem aber ist beeindruckend, wie die Autoren digitale Mittel in den Dienst des historischen Lernens stellen. Der Konstruktcharakter von Geschichte wird Schülerinnen und Schülern verständlich gemacht, indem die Autoren in Kurzvideos ihren eigenen Zugang zum Thema offenlegen - ein hervorragender didaktischer Kunstgriff. Zudem regen Links zu Materialien im Netz zur kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Debatten an. Da das mBook eine Brücke zwischen dem klassischen Schulbuch und der digitalen Welt schlägt, zeichnet es die Jury mit dem Sonderpreis für digitale Bildungsmedien aus.

 

Nominierung zum Schulbuch des Jahres

Die KMK, das Georg Eckert Instituts für Schulbuchforschung und die Leipziger Buchmesse haben das mBook zum Schulbuch des Jahres 2015 nominiert.

Wir haben für Eltern und andere Interessierte einen Zugang zu einem Ansichtskapitel des mBook NRW (Thema: Erster Weltkrieg) bereitgestellt. 
Über folgenden Weg gelangen Sie in das Ansichtskapitel:

nrw.multimedia-lernen.de
Benutzername: eltern
Passwort: eltern

 

 

 

Deutscher eBook Award für das mBook

Das mBook des Instituts für digitales Lernen hat den eBook Award 2015 gewonnen, der auf der Frankfurter Buchmesse vergeben wird. Damit schließt sich für die Initiatoren und Mitarbeiter dieses Projekts zunächst ein Kreis, der von den ersten Projketideen, über deren Realisierung im Produkt und dessen Implementierung in den schulischen Alltag bis zur öffentlichen Anerkennung reicht.

Mehr dazu auf dem Blog "macht.schule" des Instituts für digitales Lernen.

Zur Pressemeldung der KU gehts hier.

mBook tritt in neue Ära ein: Loslösung von der Universität

Am 29. Juni 2017 hat der Cornelsen Verlag das mBook übernommen. Die neu gegründete Cornelsen mBook GmbH wird von mBook-Gründer Dr. Florian Sochatzy und Cornelsen-Geschäftsführerin Dr. Anja Hagen geleitet. Ziel ist, die "Ptenziale neuer Technologien im schulischen Kontext stärker zu nutzen." Die Kompetenzen des IDL und des Cornelsen Verlags werden künftig vereint, "um digitale Angebote für eine Vielzahl an Fächern, Schulstufen und -formen zu entwickeln." Das Kernteam der bisherigen mBook-Produktionen ist künftig in der Cornelsen mBook GmbH mit Sitz in Eichstätt tätig.

Unter Leitung von PD Dr. Marcus Ventzke und Johannes Grapentin bleibt das IDL weiter als eigenständiges Einheit erhalten. Laufende Verträge werden erfüllt, weiterhin werden Konzepte für die Zukunft der digitalen Bildung erarbeitet.

Vgl. Pressemitteilung auf mbook.schule