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Prof. Dr. Waltraud Schreiber

ist Inhaberin der Professur für Theorie und Didaktik der Geschichte an der KU Eichstätt-Ingolstadt.

 

Name:Prof. Dr. Waltraud Schreiber

Anschrift:



Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Theorie und Didaktik der Geschichte

Universitätsallee 1

85072 Eichstätt

Gebäude:UA

Raum:

Mobil:

115

0171 9 32 60 79

Telefon:+49 8421 93 - 21347
Fax:+49 8421 93 - 213470
E-Mail:Waltraud.Schreiber(at)ku.de
Sprechstunde:Nach Vereinbarung

Waltraud Schreiber ist seit 1999 Professorin für Theorie und Didaktik der Geschichte in Eichstätt. Zweimal hätte sie die KU in Richtung auf renommierte Standorte verlassen können und ist geblieben. Das Team und die hervorragende (Arbeits-)Atmosphäre an der Professur, aber auch andere Kollegen an der KU hatten sich als Haltefaktoren erwiesen.

Schreiber war zehn Jahre als Lehrerin an Grund- und Hauptschulen tätig. Zurück an der LMU München absolvierte sie dort ein gymnasiales Lehramtsstudium, promovierte in Geschichtsdidaktik (Neuere geschichtsdidaktische Positionen und ihr Lebensweltbegriff, Bochum 1995) und habilitierte mit einer Arbeit zu den Hessischen Rahmenrichtlinien (Die Schulreform in Hessen zwischen 1967 und 1982, Neuried 2005).

Seit ihrem Ruf verfolgt sie das Ziel, einen theoretisch fundierten Beitrag zu leisten, um die Erkenntnisse und Einsichten der Geschichtsdidaktik in der Pragmatik des Geschichtsunterrichts und der Geschichtskultur wirksam werden zu lassen. Frau Schreiber initiierte das internationale FUER-Projekt (Förderung und Entwicklung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins): Ein Team aus Geschichtsdidaktikern und Geschichtslehrern erarbeitete, gefördert u.a. von EU und Stifterverband, 2007 das Kompetenzstrukturmodell historischen Denkens (Körber, A./Schreiber, W./Schöner, A. (Hgg.): Kompetenzen historischen Denkens, Neuried 22010). Mit Kollegen aus der Geschichtsdidaktik und der historischen Forschung, aber auch zusammen mit Lehrkräften, Studierenden und sogar Schülerinnen und Schülern legte sie zahlreiche Sammelbände vor (vgl. Schriftenverzeichnis). Die Förderung eines reflektierten Umgangs mit Geschichte im Geschichtsunterricht und Kompetenzorientierung sind zentrale Themen.

Weil historische Kompetenzen nicht nur im Unterricht entwickelt werden, sondern ebenso im öffentlichen Umgang mit Geschichte ("Geschichtskultur"), befasst Prof. Schreiber sich auch mit diesem Feld. Hier wie dort bringt sie Theorie und Pragmatik zusammen. "Analyse" geht dabei oft mit "Entwicklung" oder "Vermittlung" Hand in Hand. Dieses Zusammendenken von Theorie und Praxis macht sie zu einem geschätzten Mitglied von wissenschaftlichen Beiräten, u.a. in Berlin, München, Bergen-Belsen. Die Zusammenarbeit erbringt zugleich Möglichkeiten, die Lehre für die Geschichtskultur zu öffnen. Gedenkstätten, Museen, Film, digitale Medien, historische Stätten und Jubiläen sind Themen, an denen derzeit an der Professur gearbeitet wird. Die Region Mühldorf, Schreibers Heimatlandkreis, dient dabei immer wieder als Praxisfeld.

Seit einigen Jahren wendet sich die Eichstätter Geschichtsdidaktik auch empirischen Studien über historisches Denken zu. Drittmittelprojekte, die Einladung zu peer-reviewed Vorträgen und Publikation, vor allem aber hochkarätige Partner aus dem In- und Ausland zeigen die Akzeptanz der Arbeiten. Derzeit werden weitere Anträge, u.a. bei BMBF und DFG vorbereitet. Qualifikationsarbeiten vom Bachelorniveau- bis zur Habilitationsniveau enthalten empirische Anteile.

Zwischen 2003 und 2015 befasste Prof. Schreiber sich als Beauftrage für Lehrerbildung bzw. Gründungsdirektorin des Eichstätter Lehrerbildungszentrum mit institutionellen Fragen der Lehrerbildung: Auf sie geht die Initiative zum Eichstätter Modellversuch Lehramtplus zurück, den sie zusammen mit vielen Kollegen aus allen Fächern ausdifferenzierte und realisierte. "Evaluierung und Optimierung des Modellversuchs Lehramtplus" wurden u.a. durch ein Projekt unterstützt, das von den Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert wurde (2008-2015). In Kooperationsprojekten zwischen der I. und II. Phase der Lehrerbildung wurde eine fächerübergreifende Modellierung von Lehrerkompetenzen entwickelt, die die Säulen Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Erziehungswissenschaften umfasst. Das Modell wird im Abschlussbericht zum Modellversuch vorgestellt (Schreiber/ Zabold 2015).

Mit digitalen Medien in Pragmatik, Theorie und Empirie befasst das Team der Professur sich seit 2010. 2011 gründete Waltraud Schreiber zusammen mit Marcus Ventzke und Florian Sochatzy das Institut für digitales Lernen für die Konzeption und Produktion multimedialer Schulbücher. Diese sind in einem flächendeckenden Reformprojekt in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien sowie an knapp 50 Pilotschulen in NRW im Einsatz. Ab dem Schuljahr 2017/18 beginnt die Erprobung der Version Baden-Württemberg im Rahmen des dortigen "tablet-Projekts". Durch Begleitstudien (u.a. QQM, Reformstudie Belgien) wird die Wirksamkeit der mBook-Arbeit für die Entwicklung historischer Kompetenzen untersucht.

2013 initiierte Schreiber ein großes Inklusionsprojekt an der KU. Zusammen mit Kollegen aus 12 Disziplinen differenzierte sie das Verbundprojekt „Leben und Lernen an inklusiven Schulen“ aus. Gefördert wird das Projekt, das auf 5 Jahre ausgelegt ist, durch die bayerischen Bistümer. Bezogen auf Geschichtsdidaktik entstehen zwei Dissertationsprojekte, die jeweils die Theorieentwicklung vertiefen und unter Bezug auf das Lernen in inklusiven Klassen und auf gesellschaftlich-kulturelle Teilhabe entwickelt werden. Das Verbundprojekt zielt auch auf die Unterstützung des Transformationsprozesses hin zur inklusiven Schule. Dem dienen digitale Module zum Einsatz im Fachunterricht, die sich u.a. auch auf Geschichte beziehen.

Publikationen

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