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KUganda: Internationales Service Learning durch Schulentwicklung

KUganda ist ein Bildungsprojekt der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt mit dem Ziel, Studierende bereits während ihrer Ausbildung mit verschiedenen Bildungskontexten in Berührung zu bringen, um dadurch einerseits den Blick für die globale Herausforderung von Bildungsgerechtigkeit zu schärfen, und andererseits gemeinsames, kulturübergreifendes Lernen zu initiieren. Darum fahren jedes Jahr Studierende und Dozierende nach Kampala, um gemeinsam mit den Lehrkräften vor Ort Workshops durchzuführen, Unterrichtsmaterial zu entwickeln, durch Team-Teaching pädagogische Ideen und Konzepte auszuprobieren und mit Hilfe eines gezielten Fundraisings Gelder für Unterrichtsmaterial, Bücher und Lehrmittel zu sammeln.

Über die konkrete Arbeit an den Schulen hinaus bauen wir gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk – vertreten durch Frau Prof. Dr. Dr. Spanner-Ulmer, die die Schirmherrschaft über unser Projekt übernommen hat – die Bildungsradiostation “Radio Hope Kampala“ auf. Mit dieser möchten wir auch jene Familien erreichen, die fern von schulischer Anbindung des Lesens und Schreibens oft nicht mächtig sind.
Daneben arbeiten wir zusammen mit SES und Online Congress an der Möglichkeit eines permanenten Austausches aller Beteiligten via Satellit.

Lehrerausbildung und Weiterbildung

Mit dem Projekt KUganda verwirklichen wir den Nachhaltigkeitsanspruch unserer Universität. Dabei verstehen wir uns als aktive Dialogpartner in globalen Bildungsprozessen. Im Umgang mit völlig neuen Unterrichtssituationen und kulturellen Herausforderungen profitieren nicht nur unsere Kooperationspartner, sondern auch die Studentinnen und Studenten der KU. Denn durch die absolute Reduktion der im Unterricht einsetzbaren Medien rückt der Lehrer als Person ins Zentrum. Um den besonderen Anforderungen vor Ort gerecht zu werden (mit Klassen von mehr als 100 Kindern und der Unterrichtssprache Englisch), müssen die Studierenden ihren Unterricht ganz neu denken – und lernen dabei, wie man sich spontan den verschiedensten Herausforderungen des Lehreralltags stellen kann.

Ziel einer katholischen Universität, die Lehrerausbildung als eine zentrale Aufgabe betrachtet, ist es, Bildung als gesamtgesellschaftliches Anliegen auf der Basis des christlichen Menschenbildes zu sehen und daher Unterrichtsarrangements zu schaffen, die der Würde eines jeden Schülers gerecht werden. Aus diesem Grund setzen unsere Projektziele in der Lehreraus- und -weiterbildung genau dort an:

  • Interkulturelle partnerschaftliche Zusammenarbeit und globale Vernetzung von Bildungseinrichtungen.
  • Bereitstellung von Praktikumsplätzen, um fremde Unterrichtsrealitäten kennenzulernen.
  • Austausch von Unterrichtsmethoden und -konzepten, die es erlauben, kreatives Potenzial zu entfalten und Lernen mehr in die Verantwortung von Schülern zu stellen.
  • Unterstützung von Studenten und Lehrkräften durch Aus- und Weiterbildung.
  • Aufbau einer satellitengestützten Plattform für akademische Zusammenarbeit.

Der Brief eines Schulleiters einer unserer Partnerschulen in den Slums dokumentiert, wie nachhaltig die gemeinsamen Workshops wirken.

Link zur Projektseite KUganda