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Termine

"The Pluses and Minuses of Twenty-First Century Socialism in Venezuela"

Referent: Prof. Dr. Steve Ellner (Puerto La Cruz, Venezuela)

 

Venezuelan presidents Hugo Chávez and Nicolás Maduro responded to the opposition’s attempt at regime change by implementing policies designed to shore up support for their government. This consisted of populist measures benefiting the non-privileged and pragmatic policies favoring “friendly” members of the private sector. Both sets of policies produced mixed results on political and economic fronts. Populist social programs generated a sense of empowerment and participation among marginalized sectors and were characterized by periodical initiatives to overcome lethargy. Their flexibility and makeshift character encouraged incorporation among the marginalized but also resulted in the squandering of resources. The tactical alliance with “friendly” businesspeople proved to be successful on the political front, at least in the short run, as they defended government policies for opening business opportunities. Nevertheless, the government’s tactical alliance with them proved to be conducive to corruption as their “friendliness” often turned out to be self-serving.

 

Prof. Dr. Steve Ellner has taught Economic History and Political Science at the Universidad de Oriente in Puerto La Cruz, Venezuela. He wrote numerous books and journal articles on Venezuelan history and politics.

 

„Zwischen Utopie und Wirklichkeit: Sozialismus und Kommunismus in Lateinamerika“

Zum 10. Mal findet dieses Semester die Vortragsreihe im Winter des Zentralinstituts für Lateinamerikastudien (ZILAS) statt, die dieses Mal in Zusammenarbeit mit der Professur für Theorie und Didaktik der Geschichte durchgeführt und von der Bundeszentrale zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert wird.

100 Jahre nach der Russischen Revolution stellt sich im Hinblick auf Lateinamerika nicht nur die Frage, wie insbesondere marxistisch-leninistische Ideen im Laufe des vergangenen Jahrhunderts rezipiert wurden und welches die konkreten Auswirkungen der Russischen Revolution waren. Auch wie sich ein eigenes revolutionäres Potential in der Region entwickelte und in welchem Verhältnis dies zu europäischen Varianten der Etablierung, Sicherung, Überwindung und Erinnerung sozialistischer und kommunistischer Systeme steht, wirft ein Licht auf Spielarten einerseits und übergreifende Ansprüche sozialistischer und kommunistischer Strukturen andererseits: Wie entstanden mit dem „kurzen 20. Jahrhundert“ in Lateinamerika Nährböden für sozialistische und kommunistische Utopien und welche Realitäten erwuchsen daraus, verschwanden oder blieben erhalten und wie werden diese Utopien und Realitäten erinnert?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die diesjährige von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur geförderte Vortragsreihe im Winter. Die Reihe richtet sich an alle Interessierten innerhalb und außerhalb der KU Eichstätt-Ingolstadt.

An neun Terminen verdeutlichen Vorträge und eine Filmvorführung, dass Sozialismus und Kommunismus sich in Lateinamerika auf sehr ambivalente und vielfältige Art und Weise manifestierten und manifestieren: in Parteien, intellektuellen Diskursen, wissenschaftlichen Disziplinen, Gewerkschaften, populistischer Politik, Guerilla-Organisationen, planwirtschaftlich ausgerichteten Modellen, Reformprogrammen, sozialen Bewegungen sowie Solidaritätsbewegungen, im öffentlichen gesellschaftlichen Diskurs und nicht zuletzt in der Theologie der Befreiung.

Die Vortragsreihe wird mit einem Vortrag von Prof. Dr. Klaus Meschkat von der Universität Hannover eröffnet. Meschkat spricht zum Thema „Die russische Revolution von 1917 und ihr Echo in Lateinamerika“. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Raum KAP 010, Kapuzinergasse 2, 85072 Eichstätt. Danach finden die Vorträge jeweils mittwochs ab 18:30 Uhr in Kollegiengebäude Bau A 205 (Ostenstraße 26) statt.

Begleitend zur Vortragsreihe wird im Foyer der Sommerresidenz die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Deutschen Historischen Museum Berlin konzipierte Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ gezeigt. Sie beschreibt den Aufstieg und Niedergang kommunistischer Bewegungen, deren totalitärer Anspruch rund um den Globus Millionen mobilisierte und sich zum Albtraum von Abermillionen entwickelte, die Opfer kommunistischer Gewaltregime wurden.

Nähere Infos und das Programm

 

 

Datum: Mittwoch, 13.12.17  Uhrzeit: 18:30 -  19:30
Veranstalter: Zentralinstitut für Lateinamerikastudien (ZILAS) in Zusammenarbeit mit der Professur für Theorie und Didaktik 
Ort: Raum 205, Kollegiengebäude, Bau A, Ostenstraßen 28, Eichstätt