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19.06.17

Absolventenverein der Eichstätter Journalistik feiert 20-jähriges Bestehen

Vom Pulitzer-Preisträger über die Bestseller-Autorin bis hin zum Professor – so unterschiedlich die Karrieren sind, ihr Ausgangspunkt ist derselbe: der Eichstätter Journalistik-Studiengang. Die vielfältigen Berufswege und das Netzwerken standen daher im Mittelpunkt bei der Jubiläumsfeier des Absolventenvereins der Eichstätter Journalistik (AEJ) am Wochenende an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.


Foto: Klenk/upd

Gut 45 Absolventen aus 30 Jahren Journalistik-Geschichte fanden am Freitag und Samstag den Weg an ihren alten Studienort. Höhepunkt des Programms war der in vier Panel unterteilte Austausch der Absolventen untereinander und mit aktuellen Studierenden der KU am Samstag.

Zum Auftakt berichteten vier Absolventen unter dem Titel „Dieses Internet – neue Herausforderungen im Journalismus“ über ihre Arbeit mit jungen und digitalen Medien. Steffen Kühne von „BR Data“ sprach über Datenjournalismus und seine Recherche über das Steuerparadies Madeira, Sophia Schirmer von „bento“, dem jungen Online-Angebot der „Spiegel“-Gruppe, gab Einblick in das journalistische Arbeiten mit Instagram und Whatsapp. Sebastian Meinberg, Redakteur und Moderator bei „BR Puls“, erklärte den Alumni, wie er und seine Redaktion Snapchat erfolgreich nutzen, und Nina Schellkopf berichtete von ihrem Vorgehen und ihren Eindrücken als Social-Media-Strategin bei „oberpfalz.de“.

Klassischer Investigativ-Journalismus stand beim zweiten Panel „Der harte Weg zum Scoop“ im Fokus: Frederik Obermaier von der Süddeutschen Zeitung, jüngst mit seinem Recherche-Team mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, und Ulrich Wolf von der Sächsischen Zeitung, 2015 ausgezeichnet als „Journalist des Jahres“, berichteten von ihren preisgekrönten Recherchen zu den Panama Papers und Pegida. Auch aktuelle Herausforderungen der journalistischen Recherche, wie die attraktive Aufbereitung der Ergebnisse und Fragen des Datenschutzes, wurden thematisiert.

Nicht alle Absolventen des Eichstätter Journalistik-Studiengangs sind hauptberuflich als Journalisten tätig. Im dritten Panel des Tages präsentierte der AEJ vier Beispiele für erfolgreiche Berufswege abseits der klassischen Redaktion. So machte sich Miriam Leunissen als PR-Beraterin selbstständig, arbeitet aber auch als freie Journalistin. Dem Journalismus nahe ist auch Christian Mihr nach wie vor: Seit 2012 ist er Geschäftsführer bei „Reporter ohne Grenzen“ und setzt sich für bedrohte Journalisten und die Pressefreiheit ein. Absolventin Margit Auer schreibt zwar hauptberuflich – allerdings keine Artikel, sondern Kinderbücher. Und das sehr erfolgreich: Ihre Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ hat sich schon mehr als eine Million Mal verkauft und wurde in 16 Sprachen übersetzt. Unter die Gründer ist Steffen Doersam gegangen: Seine Firma „Social Sweethearts“ hat gut 100 Mitarbeiter und ist weltweit führender digitaler Publisher für individualisierte, familienfreundliche Inhalte wie Quizze und Persönlichkeitstest.

Einen Einblick in die aktuelle Journalistenausbildung an der KU erhielten die Teilnehmer der Jubiläumsveranstaltung im abschließenden vierten Panel. Prof. Klaus Meier, selbst Gründungsmitglied des AEJ, belegte anhand einer Absolventenstudie die hohe Zufriedenheit mit dem Eichstätter Journalistik-Studium in den vergangenen Jahren. Lea Reinhard, feste freie Mitarbeiterin bei „Radio Bremen“, und Katharina Hamel, Online-Redakteurin beim Evangelischen Presseverband für Bayern, berichteten ergänzend über ihre Erfahrungen beim Berufseinstieg nach dem Bachelor- bzw. Masterabschluss in Eichstätt.

Umrahmt wurde die Jubiläumsveranstaltung von Führungen durch das Medienhaus der Journalistik und die Eichstätter Innenstadt, die jährliche Mitgliederversammlung des AEJ und eine abschließende gemeinsame Party im Gutmann.

Der AEJ wurde im Februar 1997 von 70 Alumni des Studiengangs Diplom-Journalistik gegründet. Zwanzig Jahre später ist der Verein gewachsen auf mehr als 220 Mitglieder. Ziel des Alumnivereins ist es, den Erfahrungsaustausch zwischen Absolventen, Studierenden und Mitarbeitern des Studiengangs Journalistik der KU zu fördern, sowie Forschung und Lehre im Bereich der Journalistik zu unterstützen. Regelmäßig finden Weiterbildungsveranstaltungen, Exkursionen und Gastvorträge statt. Mehr Informationen: www.aejonline.de.