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11.05.18

Botschafterin Annette Schavan hält Gastvortrag über den Auftrag der Theologie in Kirche und Gesellschaft

Die deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan, hält am Montag, 14. Mai, an der KU einen Vortrag zum Thema „Theologie – Katalysator für die Erneuerung von Kirche und Gesellschaft“. Die Veranstaltung findet im Kontext der Fachtagung „Persönlichkeitsbildung im Spannungsfeld von Führung und Verführung" statt. Daran nehmen unter anderem der frühere Freiburger Erzbischof Dr. Robert Zollitsch und der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein teil.


Botschafterin Dr. hc. Annette Schavan. Foto: Laurence Chaperon

Inhaltlicher Hintergrund des Gastvortrages von Dr. h.c. Annette Schavan ist das jüngst veröffentliche Dokument „Veritatis gaudium“, in dem sich Papst Franziskus sich an katholische Universitäten, Fakultäten und die katholische Theologie insgesamt wendet. Die Apostolische Konstitution gibt Impulse für eine Weiterentwicklung der Theologie und für eine grundlegend neue Wissenskultur angesichts einer Welt im epochalen Umbruch. Schavan war Bundesministerin für Bildung und Forschung (2005-2013) sowie Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg (1995-2005). Der Vortrag beginnt um 20 Uhr und findet statt im Hörsaal 201 (Kollegiengebäude, Bau A, Ostenstraße 28, Eichstätt).

Das Symposium "Persönlichkeitsbildung im Spannungsfeld von Führung und Verführung. Praktische Weisheit als ‚Unterscheidung der Geister‘“ am 14. und 15. Mai steht im Kontext des derzeit im Aufbau befindlichen Zentrums „Religion, Kirche und Gesellschaft im Wandel“ der KU. Dessen Ziel wird es sein, theologische und religionsbezogene Fragestellungen an der KU interdisziplinär und in Kooperation der Fakultäten zusammenführen. Die geplanten Forschungsfelder des Zentrums werden in der kommenden Zeit mit mehreren Fachtagungen wissenschaftlich sondiert. Neben der Persönlichkeitsbildung als Thema der aktuellen Veranstaltung wird es dabei auch um die geschichtlich-kulturelle Dimension des Christentums im Wandel der Epochen, in der Begegnung der Kulturen und unter dem Aspekt der Medialität gehen. Ein weiteres Forschungsfeld wird sich den sozio-politischen, kulturellen und religiösen Transformationsprozessen der Gegenwart zuwenden.

Anliegen der Tagung am 14. und 15. Mai ist es, das Thema Persönlichkeitsbildung und die spannungsreichen Aspekte Führung und Verführung anhand der Bereiche Ökonomie, politische Öffentlichkeit und Religion zu diskutieren. So wird Dr. Günther Beckstein über das Thema „Moderieren oder führen – welche Persönlichkeit fordert/fördert die Demokratie?“ sprechen, Erzbischof em. Dr. Robert Zollitsch referiert zu „Auctoritas – Dienst am Leben“. Den Bereich der Ökonomie thematisiert Verleger Prof. Dr. Martin Balle mit einem Beitrag zu „Meine Mitarbeiter – meine bezahlten Feinde?“.

Die Tagung beginnt am 14. Mai um 11.00 Uhr im Raum 209 des ehemaligen Kapuzinerklosters und endet am 15. Mai gegen 16.30 Uhr. Das ausführliche Programm finden Sie hier.