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17.12.14

KU begleitet Modellversuch zum bilingualen Unterricht an bayerischen Grundschulen

Sprachlich begabte oder mehrsprachig aufwachsende Kinder fördern will ein Modellversuch an bayerischen Grundschulen, den die Professur für Didaktik der englischen Sprache und Literatur an der KU wissenschaftlich begleitet. Das bayerische Kultusministerium und die Stiftung Bildungspakt Bayern bieten dabei bis zu 20 Modellschulen die Möglichkeit, ab dem Schuljahr 2015/2016 ein Schulprofil „Bilinguale Grundschule Englisch“ als freiwilliges Angebot zu entwickeln. Konkret werden in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 die Fächer Kunst, Musik und Sport sowie geeignete Themen aus dem grundlegenden Unterricht in englischer Sprache unterrichtet.


Die Leiterinnen und Leiter zahlreicher Grundschulen aus Bayern informierten sich über die Teilnahme an einem Modellversuch zum bilingualen Unterricht, den die KU wissenschaftlich begleitet. (Foto: Stiftung Bildungspakt Bayern).

Die in der vierjährigen Laufzeit des Modellversuchs gesammelten Erfahrungen sollen nach dessen Abschluss auch dem weiteren Ausbau bilingualer Angebote an bayerischen Schulen dienen. An einer Informationsveranstaltung in München nahmen bereits zahlreiche interessierte Schulleiterinnen und Schulleiter teil; noch bis Ende Januar 2015 können sich Grundschulen für die Teilnahme an diesem Modellversuch bewerben. Bei der Veranstaltung unterstrich Prof. Dr. Heiner Böttger, Inhaber der Professur für Englischdidaktik an der KU, den positiven Einfluss von bilingualem Unterricht auf die sprachliche und kognitive Entwicklung von Kindern: „Die frühen Sprachkompetenzen bestimmen die künftigen Lesekompetenzen. Bilingualer Unterricht ist der bedeutendste Schlüssel zur Mehrsprachigkeit.“ Böttgers Expertise ist bereits seit mehreren Jahren gefragt für einen Modellversuch an Realschulen im Freistaat mit „bilingualen Zügen“, in denen ein Sachfach mit Englisch als Arbeitssprache unterrichtet wird.