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14.09.17

Liebermann neue Direktorin des Deutschen Studienzentrums in Venedig

Privatdozentin Dr. Marita Liebermann, bislang wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft I der KU, ist zur neuen Direktorin des Deutschen Studienzentrums in Venedig ernannt worden. Das seit 1972 bestehende Zentrum ist eine interdisziplinäre Einrichtung, die wissenschaftliche Arbeiten und Projekte zur Geschichte und Kultur Venedigs und zu seinen ehemaligen Herrschaftsgebieten fördert.


(v.l.) Dr. Stephanie Schulz-Hombach (Ministerialdirigentin bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien), Prof. Dr. Helen Geyer (stellv. Vorsitzende des Deutschen Studienzentrums in Venedig), Prof. Dr. Michael Matheus (Vorsitzender des Studienzentrums), Dr. Susanne Wasum-Rainer (Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Italien und San Marino), die neue Direktorin PD Dr. Marita Liebermann, Prof. Dr. Anna Cardinaletti (Direktorin des Fachbereichs Dipartimento di Studi Linguistici e Culturali Comparati der Universität Ca’ Foscari Venedig), Stadtrat Dr. Maurizio Crovato und Prof. Dr. Barbara Kuhn (Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats des Studienzentrums). (Foto: Deutsches Studienzentrum in Venedig)

Es vergibt Stipendien an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die bezogen auf Venedig forschen, sowie an Künstlerinnen und Künstler. Zudem veranstaltet es internationale Tagungen, Vorträge, Konzerte und weitere kulturelle Veranstaltungen. Finanziert wird es insbesondere über den Haushalt der deutschen Staatsministerin für Kultur und Medien. Seinen Sitz hat das Zentrum im Palazzo Barbarigo della Terrazza unmittelbar am Canale Grande. Liebermann will ihre Direktion unter das Forschungsprofil „Brücken“ mit einem Fokus auf Migration in ihren vielen verschiedenen Implikationen und Erscheinungsformen stellen.

Im Rahmen ihrer Doktorarbeit über Giacomo Casanova war Marita Liebermann bereits im Jahr 2002 für einen Forschungsaufenthalt als Stipendiatin des nun von ihr geleiteten Deutschen Studienzentrums in Venedig. Im Anschluss lehrte sie Italienische Literatur- und Kulturwissenschaft am Romanischen Seminar der Universität Hannover und schloss 2006 ihre Dissertation ab, die unter dem Titel „Giacomo Casanova. Die Geschichte seines Lebens“ veröffentlicht wurde. Es folgten Dozenturen an der Universität Konstanz und an der KU, wo sie zuletzt die Position der Akademischen Oberrätin innehatte. Im Jahr 2015 wurde Marita Liebermann die Venia legendi im Fach Romanische Philologie erteilt mit dem Abschluss der Habilitationsschrift: „Scharfsinn. Visualität im Argutia-Kult des Seicento – Studien zu Emanuele Tesauro, Galileo Galilei und Giambattista Marino”. Zu ihren zahlreichen Veröffentlichungen gehört auch die „Einführung in die italienische Literaturwissenschaft“, welche sie 2014 zusammen mit Professor Dr. Barbara Kuhn (Inhaberin des Lehrstuhls für Romanische Literaturwissenschaft I an der KU) publiziert hat. Kuhn ist derzeit Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des Studienzentrums.