Sie befinden sich hier: KU.de  Kommunikation  Für Journalisten  Presseinformationen  

13.04.17

Symposium zur Nachhaltigkeit: Natur- und Umweltrecht unter Druck

Ein Symposium an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) beschäftigt sich am 16. und 17. Mai mit den aktuellen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für eine Wende hin zu mehr Nachhaltigkeit. Veranstalter ist das Projekt „Laudato Si‘ – Die päpstliche Enzyklika im Diskurs für eine Große Transformation“, das unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich Bartosch zusammen mit der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler die Potenziale der Enzyklika ergründet. Kooperationspartner des Symposiums sind der BUND Naturschutz Bayern sowie das Potsdam Institut zur Erforschung der Folgen des Klimawandels. Veranstaltungsort ist das ehemalige Kapuzinerkloster in Eichstätt (Kapuzinergasse, Raum 209).


luxuz/photocase.de

Zu den Referenten gehören unter anderem Prof. Dr. Hubert Weiger (Landes- und Deutschlandvorsitzender des BUND), Prof. Dr. Dieter Gerten (Potsdam Institut zur Erforschung der Folgen des Klimawandels), Prof. Dr. Hartmut Graßl (Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler) sowie Kirchenrat Privatdozent Dr. Wolfgang Schürger (Beauftragter für Umwelt- und Klimaverantwortung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Das Symposium ist auch zu Ehren des langjährigen Vorsitzenden des Förderkreises der Fakultät für Soziale Arbeit der KU, Prof. Dr. jur. Günter Witzsch, anlässlich dessen 80. Geburtstages ausgerichtet. Witzsch hat für den BUND Naturschutz in Bayern fast alle der großen Klimakonferenzen aktiv begleitet.

„Während der Klimagipfel von Paris noch ein Signal dafür war, dass die Weltgemeinschaft ihre Verantwortung für die Erhaltung der menschlichen Lebensgrundlagen erkannt hat und ernstnimmt, sind die Töne aus den USA nun sehr rau geworden“, so die Veranstalter der Tagung.  Klimaforschung und –politik würden diskreditiert und eine konstruktive Mitwirkung der Vereinigten Staaten in einer Welt-Klima-Politik sei bis auf weiteres nicht zu erwarten. Umso wichtiger werde es, die Errungenschaften der internationalen Umweltpolitik zu bewahren und als Ausgangspunkt weiterer „weltinnenpolitischer“ Bemühungen in der Staatenwelt zu vertreten. Wenn ein Nachhaltigkeitskonsens auf der Bühne der großen staatlichen Akteure nicht wahrscheinlich ist, rückt die Welt-Zivilgesellschaft noch mehr in den Fokus einer verantwortlichen Politikgestaltung. Die nicht-staatlichen Akteure hatten in den letzten Jahren ihre Stimme im internationalen Diskurs verstärkt.

Gibt es eine besondere Rolle für die Religionsgemeinschaften in diesem „Welt-Rettungsdienst“? Papst Franziskus wendet sich mit seiner Enzyklika Laudato Si‘ an alle Menschen und zeigt zugleich für die Christenheit eine besondere Verpflichtung an. Diese besondere Verpflichtung findet Ausdruck sowohl in großer Politik und in kleinen Gesten. Ein Spagat, der auch zweifeln lässt. Ist die kleine persönliche Handlung von Wert? Darüber kommen bei diesem Symposium Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Akteure der Umweltpolitik und der kirchlichen Gemeinschaften ins Gespräch.

Das ausführliche Programm der Tagung findet sich in Kürze unter www.laudato-si-transformation.de/veranstaltungen. Die Veranstalter bitten Interessierte um eine Anmeldung per Mail an christian.meier(at)ku.de.