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04.05.18

„Wort sucht Gott“: Neues Gebetbuch mit selbstverfassten Texten von Studierenden

Unter dem Titel „Beten – Wort sucht Gott“ haben Studierende der Fakultät für Religionspädagogik / Kirchliche Bildungsarbeit an der KU jetzt ein neues Gebetbuch mit Texten von jungen Menschen für junge Menschen veröffentlicht. Entstanden ist das Werk gemeinsam mit ihrem Dozenten Prof. Dr. Bernhard Sill. Alle darin versammelten Gebete stammen aus der Feder von 14 Studentinnen und Studenten, für die es sich um das erste Buchprojekt handelte. Der deutsche Jugendbischof Dr. Stefan Oster SDB hat ein Geleitwort zu diesem Band verfasst. Ursprung für das Buch ist ein Lehrmodul zum Thema „Reden von, über und mit Gott. Herausforderungen für Religionspädagoginnen und Religionspädagogen in Schule und Gemeinde in postmodernen Zeiten“.


Die Autorinnen Isabella Grotz, Anna Hasenstab und Luzia Rieß zusammen mit ihrem Dozenten Prof. Dr. Bernhard Sill. (Foto: Schulte Strat-haus/upd)

„Uns kam es dabei – neben theologischen Überlegungen – insbesondere auf den sprachlichen Gesichtspunkt an. Wenn Gebet ,sprechender Glaube‘ ist, wie es Otto Hermann Pesch formulierte, dann gilt es, nach einer Sprache zu suchen, in der junge Menschen sich und ihr Leben vor Gott bringen können“, erklärt Sill. Bereits im Jahr 2005 veröffentlichte er anlässlich des Weltjugendtages in Köln gemeinsam mit Studierenden ein „Jugendgebetbuch“, in dem sich ebenfalls ausschließlich selbstverfasste Texten fanden. Im Vergleich zum damaligen Band haben die nun erschienenen Gebete einen – so Sill – „ernsthafteren Ton“: Es werden Fragen, Ängste und Zweifel thematisiert. Und neben den beglückenden Dingen des Lebens komme auch all das, was das eigene Leben bedrückt und belastet, ausdrücklich und ausführlich zu Wort. Deshalb solle der von den Studierenden gewählte Titel sowohl die Suche als auch die Sehn-Sucht nach Gott ausdrücken.

„Wir denken, dass unsere Texte jedoch nicht nur Jugendliche ansprechen können. Generell ist der Band eine Ermunterung dazu, eigene Worte für das Gebet zu finden“, sagt Studentin und Autorin Luzia Rieß. Insofern seien die bei der Arbeit am Buch gesammelten Erfahrungen für die angehenden Religionspädagoginnen und –pädagogen auch ein möglicher Ansatz für die praktische Umsetzung in der Gemeindearbeit. Neben dem Verfassen der Gebete kümmerten sich die Studierenden eigenständig auch um die redaktionelle Überarbeitung sowie die thematische Zuordnung der Texte. „Die Arbeit an den Gebeten brachte uns ihnen noch einmal näher. Die Rubriken, welche wir uns ursprünglich überlegt hatten, mussten wir überarbeiten, weil die verfassten Stücke viel facettenreicher waren“, ergänzt Anna Hasenstab. Die acht Kapitel des über 100-seitigen Bandes gehen nun ein auf die Themenbereiche Weg, Dank, Zeit, Schöpfung, Vertrauen, Antwort, Begegnung und Glaube – zum Teil auch ausgehend von einzelnen Psalmversen, die in einem Gebet interpretiert werden.

Bernhard Sill (Hrsg.): Beten – Wort sucht Gott. Stuttgart 2018 (Verlag Katholisches Bibelwerk), 12.95 Euro.