Sie befinden sich hier: KU.de  Forum K’Universale  Hintergrund  

Zum Forum K’Universale

Die Idee zum Forum K’Universale entstand im Frühjahr 2011 innerhalb einer Arbeitsgruppe engagierter Dozierender und Studierender, die dem katholischen Profil unserer Universität durch einen interdisziplinären Diskurs zu aktuellen Themen von öffentlichem Interesse gerecht werden wollten. Nach vielen Arbeitstreffen und intensiven Gesprächen entschieden wir uns für das Format: Ringvorlesung im Wintersemester und Vertiefungsseminare im darauffolgenden Sommersemester zu einem Jahresdachthema.

Während die Ringvorlesung das Thema mithilfe hochkarätiger Referenten aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, haben die Seminare das Ziel, die Inhalte der Ringvorlesung aus dem Blick einzelner Disziplinen zu vertiefen. So soll den Studierenden die – bei uns bislang einzigartige – Möglichkeit eines fächerübergreifenden Zugangs zu einem Thema angeboten werden, bei dem Theologie, Philosophie und Ethik ihren besonderen Platz haben. Der Titel „Forum“ soll die Vernetzung und die Form eines offenen Diskurses bereits im Namen andeuten.

Um das Forum K’Universale auch ins Studium integrieren zu können, wurden daraus zwei 5-ECTS-Module entwickelt, die derzeit von mehr als 150 Studierenden im Jahr besucht werden.

Leitbild des Arbeitskreises

Im Frühjahr 2011 konstituierte sich der Arbeitskreis „Forum K’Universale“ unter der Leitung der damaligen Vizepräsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien, welcher aus einer Gruppe von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern unterschiedlicher Fachrichtungen besteht, die allesamt an der KU tätig sind.

Der Arbeitskreis möchte einen Beitrag zur Profilbildung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt dahingehend leisten, dass die Frage nach dem „K“ im Kontext gegenwartsbedeutsamer Fragestellungen verortet wird, welche interdisziplinär diskutiert werden. Darin stellt die Wahrnehmung aus einer religiösen Perspektive einen unabdingbaren Bestandteil dar. Im Rahmen des Moduls „Forum K’Universale“¹, das im Bereich „Überfachliche Qualifikationen“/„Studium Generale“ angesiedelt ist, erhalten Studierende aus den unterschiedlichsten Studiengängen also Zugänge zur Betrachtung von diversen Phänomenen und gegenwärtigen Fragestellungen auch im Modus religiöser Weltwahrnehmung. Das Konzept des Forum K’Universale beabsichtigt, dass die Studierenden in den Veranstaltungen folgende Kompetenzen erwerben:

1. Fähigkeit, unterschiedliche Modi, Wirklichkeit zu erschließen, als eigenständige Formen menschlicher Rationalität (kognitiv-instrumentelle, ästhetisch-expressive, normativ-evaluative, konstitutive Rationalität) zu identifizieren und mit dem durch Religion und Religionen eröffneten Horizont als einer weiteren Rationalitätsform denkerisch zu vermitteln;

2. Einübung eines verantworteten Umgangs mit Pluralismus als der Bereitschaft und Fähigkeit, sich von den Fragen der Zeit denkerisch verpflichten zu lassen und auch in kontroversen und offenen Diskussionslagen zu Themen von grundsätzlicher Bedeutung begründet Stellung zu beziehen sowie die eigene Überzeugung persönlich zu vertreten;

3. Reflexion menschlichen Handelns im Bewusstsein der prinzipiellen Begrenztheit von Handlungsressourcen und Einsichtsständen mit dem Ziel einer nachhaltigen Praxis.


¹ Mittels einer interdisziplinären Ringvorlesung (Wintersemester) und Seminaren aus unterschiedlichen Fachrichtungen werden jährliche Schwerpunktthemen (2011/12: „Scheitern“; 2012/13: „Zeitzeichen“; 2013/14: „Bildung und Univers(al)ität“; 2014/15: „Alter(n)“; 2015/16: „Flucht“) aus verschiedenen Perspektiven untersucht.