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15.12.15

Studentinnen diskutieren mit Klimaforscher Prof. Graßl


Prof. Ulrich Bartosch (Moderation), Prof. Hartmut Graßl, Iris Marquardt, Melanie Brüderle (von links nach rechts). (Foto: Schulte Strathaus)

„Ich rufe mindestens jeden Christen dazu auf, die Enzyklika des Papstes „Laudato Si“ zu lesen und zu beherzigen“, so die Forderung des Klimaforschers Prof. Hartmut Graßl am Dies Academicus (07.12.2015) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. In seinem Festvortrag „Klimawandel: Die Schöpfung im Anthropozän“ schilderte er umfassend die Umweltprobleme im 21. Jahrhundert und zeigte Lösungsvorschläge in leicht verständlicher Form auf.

Bei dem anschließenden Gespräch, moderiert von Prof. Ulrich Bartosch, bot sich für die Studentinnen Iris Marquardt (3. Semester, Masterstudiengang Umweltprozesse und Naturgefahren) und Melanie Brüderle (3. Semester, Masterstudiengang Erziehungswissenschaften) die Möglichkeit, verknüpfende Fragen an Prof. Graßl zu richten. Vertiefte fachliche, aber auch persönliche Fragen an Prof. Graßl stellten die beiden Studentinnen sowie Wissenschaftler/innen der KU auch im Rahmen eines Werkstattgespräches, das am Vormittag nach dem Dies Academicus stattfand.

Im Hinblick auf die aktuelle Klimakonferenz in Paris fragte Iris Marquardt, wie realistisch es sei, dass es dort zu einer tragenden Entscheidung in der Klimapolitik kommt. Prof. Graßl äußerte sich optimistisch: „In dem neuen Abkommen werden die Klimaziele ehrgeizig angegangen“. Zu kritisieren sei aber, dass einzelnen Paragraphen – wie zum Beispiel das 2°C-Ziel und der angestrebte CO2-Ausstoß der Länder – noch nicht miteinander vereinbar sind.

Melanie Brüderle wollte wissen, welche Personengruppen Prof. Graßl persönlich motivieren will. Der Klimaforscher betonte die Wichtigkeit der Bildungseinrichtungen, und dass gute Forschung nur mit einer guten finanziellen Überstützung der Universitäten vorangetrieben werden könne. Dies solle jedoch nicht nur auf föderaler Ebene geschehen.

Einen Schwerpunkt des Workshops stellte die Vorstellung einiger Lehr- und Forschungstätigkeiten der KU dar. Der Austausch zwischen Prof. Graßl und verschiedenen wissenschaftlichen Akteuren der KU (Prof. Bartosch, Prof. Hemmer, Prof. Jochner, Prof. Halik, Dr. Rolletschek, Dr. Heckmann, Hr. Fischer, Hr. Stroh) war sehr lehrreich. Selbst Prof. Graßl meinte, er habe wieder etwas Neues dazugelernt.

(Text: Iris Marquardt)