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23.03.17

Was liegt in der Eichstätter Luft?

Pollenmessungen starten auf dem Mensadach


Johanna Jetschni beim Betrieb der neuen Pollenfalle (Foto: Susanne Jochner-Oette).

Auf dem Mensadach der KU führt die Professur seit kurzem aerobiologische Pollenmessungen mit einer volumetrischen Pollenfalle durch, um erstmals das Pollenspektrum für die Region Eichstätt zu charakterisieren. Die Pollenfalle ergänzt nun das Netzwerk aus gravimetrischen Pollenfallen, die bei der KU Wetterstation, der Seminargärtnerei und dem Kapuzinergarten aufgestellt sind.

Die volumetrische Pollenfalle saugt mit Hilfe einer eingebauten Pumpe zehn Liter Luft pro Minute an. Dieses Luftvolumen entspricht in etwa der menschlichen Atmung. Hinter der Ansaugöffnung befindet sich eine Trommel, die mit einem Vaseline-beschichteten Kunststoffstreifen versehen ist, auf dem die Pollen haften bleiben. Die Trommel dreht sich mit einer Geschwindigkeit von 2 Millimeter pro Stunde, vollführt eine volle Drehung in einer Woche, und wird jeweils zum selben Wochentag und zur selben Stunde gewechselt. Im Labor wird das Band in sieben Tagesabschnitte geteilt, wodurch die durchschnittliche Pollenkonzentration pro Tag ermittelt werden kann.

Voraussichtlich werden die Daten auch von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst genutzt. Eichstätt wird deren vierter Standort in Bayern sein. Die weiteren Messstationen liegen in Unterfranken, in München und am Oberjoch. Die gewonnenen Daten können natürlich auch für Bachelor- und Masterarbeiten genutzt werden.