Sie befinden sich hier: KU.de  Kommunikation  Für Journalisten  Presseinformationen  

28.10.14

Lehrerausbildung im länderübergreifenden Netzwerk: Deutsch-österreichische Kooperation auf dem Weg

Mit der Unterzeichnung eines Letter of Intent haben sich die KU und die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems (KPH) auf den Weg gemacht, um eine Kooperation im Bereich der Lehrerbildung zu erarbeiten. Prof. Dr. Gernot Michael Müller (Vizepräsident der KU für Profilentwicklung, Vernetzung und Internationales) und der Rektor der KPH, Dr. Christoph Berger, unterzeichneten die Absichtserklärung nun in Wien.


Prof. Dr. Gernot Michael Müller (Vizepräsident der KU, 2.v.l.) und Dr. Christoph Berger (Rektor der KPH) unterzeichneten einen Letter of Intent für den Bereich Lehrerbildung im Beisein von (v.l.) KPH-Geschäftsführerin Mag. Katja Pistauer-Fischer und der Hochschulratsvorsitzenden Dr. Christine Mann. (Foto: Schiffl/KPH).

Pädagogische Hochschulen müssen in Österreich künftig mit einer Universität kooperieren, wenn sie Lehrkräfte für die Sekundarstufe ausbilden wollen. Auf der Suche nach einem potentiellen Kooperationspartner erhielt die KPH aus der Vatikanischen Bildungskongregation die Empfehlung, sich an die Katholische Universität in Eichstätt zu wenden. „Die Anfrage haben wir als einzige katholische Universität im deutschen Sprachraum gerne aufgegriffen“, so Vizepräsident Müller. Erste Planungen sehen vor, dass im Rahmen eines gemeinsamen Masterstudiums österreichische Studentinnen und Studenten insbesondere fachwissenschaftliche Inhalte an der KU vermittelt bekommen; für die zusätzlichen Vertiefungen im bildungswissenschaftlichen Bereich wird die KPH weiterhin selbst zuständig bleiben.

„Eine Zusammenarbeit zwischen der KU und der KPH bietet darüber hinaus weitere Perspektiven für beide Partner. Diese reichen aus Sicht der KU von einem neuen attraktiven Standort für die Absolvierung eines Auslandssemesters insbesondere für Studierende des Lehramts Grund-, Mittel und Realschule bis hin zur Möglichkeit, den Auslandsaufenthalt an der KPH inhaltlich so auszugestalten, dass sich unsere Studierenden zusätzliche berufliche Chancen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt für Lehrerinnen und Lehrer eröffnen“, erläutert Professor Müller. Neben grundständigen Studien gibt es derzeit auch Überlegungen zu berufsbegleitenden Formen des Masterstudiums mit der Hochschule in Wien. Innerhalb des kommenden Jahres wollen die KU und die KPH zunächst ein gemeinsames Curriculum für das kooperative Masterstudium österreichischer Studierender an der KU erarbeiten. Dieses könnte Grundlage sein für die weiteren angedachten Ebenen der Kooperation.

Die KPH ist Österreichs größte private Pädagogische Hochschule, an der momentan rund 2500 Studierende in grundständigen Studienangeboten und ca. 1000 in Weiterbildungsangeboten eingeschrieben sind. Die Hochschule ist ökumenisch ausgerichtet und wird von der katholischen, der evangelischen und der griechisch-orientalischen Kirche sowie drei orientalisch-orthodoxen und der altkatholischen Kirche getragen.