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20.03.13

Syrisch-orthodoxe Kirche ehrt Wissenschaftler der Forschungsstelle Christlicher Orient

Prof. Dr. Dr. Hubert Kaufhold, Mitglied der Forschungsstelle Christlicher Orient an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), ist mit dem St.-Ephrem-Orden ausgezeichnet worden, den der Patriarch der syrisch-orthodoxen Kirche vergibt. Verliehen wurde ihm die Auszeichnung anlässlich eines Festaktes zu seinem 70. Geburtstag im Eichstätter Collegium Orientale durch den Metropolit und Patriachalvikar der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Mor Philoxenos Matthias Nayis. Kaufhold ist seit 2008 Mitglied der Forschungsstelle Christlicher Orient und Honorarprofessor für Antike Rechtsgeschichte (insbesondere das Recht des Christlichen Orients) an der Universität München. Zudem leitet er die Sektion für die Kunde des Christlichen Orients der Görres-Gesellschaft.


Der Metropolit und Patriachalvikar der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Mor Philoxenos Matthias Nayis (3.v.l.) verlieh den St.-Ephrem-Orden an Prof. Dr. Dr. Hubert Kaufhold (Mitte) in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Arbeiten zum christlichen Orient. Beglückwünscht wurde Kaufhold außerdem von (v.l.) Erzbischof Julius Hannah Aydin, Erzbischof Timotheus Matta Fadil Alkhouri, Prof. Dr. Heinz Otto Luthe und Prof. Dr. Peter Bruns (Stellvertr. Direktor bzw. Direktor der Forschungsstelle Christlicher Orient) sowie KU-Präsident Prof. Dr. Richard Schenk. (Foto: Schulte Strathaus/upd).

KU-Präsident Prof. Dr. Richard Schenk würdigte Kaufhold als einen großen Kenner des christlichen Orients, dessen Wirken eine große Bereicherung für die Universität darstelle. Als hauptberuflicher Jurist – Kaufhold war bis 2008 Richter am Amtsgericht München – habe er eine Brücke zwischen dem römischen Recht und dem Recht des christlichen Orients geschlagen. Während derzeit das kulturelle Erbe Syriens akut gefährdet sei, habe Kaufhold durch seine über Jahrzehnte hinweg betriebenen Forschungen ein Fenster zum Osten geöffnet.

Laudator Prof. Dr. Manfred Kropp (emeritierter Professor für Semitistik und Islamwissenschaft, Universität Mainz) bezeichnete Kaufhold als einen „Wanderer zwischen den Welten“: Zwischen Broterwerb als Jurist und der Orientalistik als Passion. Der Blick in kirchenrechtliche Quellen des frühen Christentums, wie sie derzeit an der Forschungsstelle thematisiert werden, gewähre tiefe Einblicke in eine Zeit, in der kirchliche Institutionen auch weltliche Aufgaben übernahmen und dabei wiederum auf weltliche Rechtsquellen zurückgriffen. Die Forschungsstelle selbst ehrte Kaufholds Arbeit in Form einer umfangreichen Festschrift mit zahlreichen internationalen Beiträgen, die Prof. Dr. Peter Bruns (Direktor der Forschungsstelle) und sein Stellvertreter Prof. Dr. Heinz Otto Luthe überreichten.