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13.04.18

Innovative Lehre zur Persönlichkeitsbildung und fachlichen Vertiefung

Studierende aus dem Praxissemester waren zur Studienwoche in Eichstätt


Die Seminargruppe im Innenhof der Eichstätter Lernwerkstatt

Übungen zur Präsenz im Raum (Fotos: F. Kluger)

Schauspieler Sebastian Dunkelberg (Foto: Jochen Quast)

Persönlichkeitsbildung, Kinderliturgie, ganzheitliche Bibelarbeit und Praxisreflexion standen im Mittelpunkt der Studienwoche für die Studierenden im Praktikumssemester im Eichstätter Bachelorstudiengang Religionspädagogik. Seit einigen Wochen absolvieren die Studierenden des 4. Semesters ein Praktikum in einer Pfarrei oder einer Seelsorgeeinheit. Zweimal kommen sie in dieser Zeit zur Reflexion ihrer Erfahrungen und für neue Impulse nach Eichstätt. Organisiert und verantwortet werden die beiden Studienwochen von Dr. Reinhard Thoma und Dr. Simone Birkel von der Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit.

„Wir legen Wert darauf, dass die Studierenden während ihres Praktikums durch unsere Fakultät gut begleitet und gerüstet werden“, erklärt Thoma. Und Birkel ergänzt: „Die Studienwochen ist ein gutes Format zur Vertiefung der Erfahrungen in den Gemeinden.“ Ein besonderer Schwerpunkt wird bei der ersten Studienwoche auf Liturgie und Bibelarbeit gelegt. Neben Workshops zur Liturgie mit Kindern sowie zum Lektoren- und Kommunionhelferdienst mit Prof. Dr. Florian Kluger wurde eine größere Einheit mit einem professionellen Schauspieler angeboten, um mit den Studierenden an ihrem Auftreten zu arbeiten.

Über die Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Sebastian Dunkelberg, der eigens aus Hamburg anreiste, freut sich Kluger. Dass ein Schauspieler in der Ausbildung der Studierenden mitwirkt, ist für ihn ein echter Gewinn: „Unsere Studierenden arbeiten später in Berufsfeldern, bei denen das persönliche Auftreten das A und O ist. Es ist für mich deswegen selbstverständlich, dass das theologische Fachwissen durch Persönlichkeitsbildung ergänzt wird“, sagt Kluger. Zusammen mit Dunkelberg arbeitete er mit den Studierenden an Körpersprache, Stimmlage und Betonung. Denn diese Aspekte entscheiden wesentlich mit über den Erfolg gelungener Kommunikation. Für die künftigen Gemeindereferent*innen wird dies besonders beim Einsatz in Gottesdiensten spürbar.

Jede*r Studierende hatte die Gelegenheit, sich auszuprobieren. Gegenseitig gaben sich die Studierenden Feedback. Von Schauspieler Dunkelberg bekamen sie Tipps und Anregungen zum professionellen Auftreten im Gottesdienst und im Berufsalltag. Die Studierenden sollen sich jedoch nicht verbiegen: „Für mich ist es wichtig, dass die Studierenden authentisch rüberkommen. Dann sind sie glaubhaft“, betont Dunkelberg.

Einen eigenen Akzent setze Anneliese Hecht, die sich in ihrer Arbeitseinheit mit ganzheitlichen Zugängen in der Bibelarbeit widmete. Zusammen mit den Studierenden erarbeitete die Referentin für Bibelpastoral am Katholischen Bibelwerk unterschiedliche Methoden der Bibelarbeit sowohl für den Religionsunterricht als auch für die Gemeinde. Anwendungsorientiert zeigte Hecht die Vielfalt der Möglichkeiten auf, die situationsgerecht ausgewählt werden können.

Nach der Studienwoche kehren die Studierenden in ihre Praktikumspfarreien bzw. -seelsorgeeinheiten zurück und arbeiten dort in den unterschiedlichsten pastoralen Feldern mit. Dort werden sie von Mentor*innen begleitet und auch von einem Mitglied des Eichstätter Kollegiums bei einem Praxiseinsatz besucht. Eine Besonderheit des Eichstätter Studiums liegt in der konsequenten Vernetzung von Theorie- und Praxisanteilen, um die hohe Qualität der Ausbildung zu gewährleisten. Das Bachelorstudium Religionspädagogik bereitet in sieben Semestern auf die Berufe Gemeindereferent*in und Religionslehrer*in im Kirchendienst vor. Auch in der Wohlfahrtspflege und anderen Bereichen arbeiten Absolvent*innen des Studiengangs.