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Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) |The Common European Frame of Reference for Languages (CEFR)
Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) |The Common European Frame of Reference for Languages (CEFR)

Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen stellt eine europaweit anwendbare Basis für die Entwicklung von zielsprachlichen Lehrplänen, curricularen Richtlinien, Prüfungen, Lehrwerken u.a. dar. Er beschreibt umfassend, was Lernende lernen müssen, um eine Sprache für kommunikative Zwecke zu benutzen, und welche Kenntnisse und Fertigkeiten sie entwickeln müssen, um in der Lage zu sein, kommunikativ erfolgreich zu handeln.

Der Referenzrahmen definiert Kompetenzniveaus, die auf "Kann"-Formulierungen beruhen. Der Referenzrahmen umfasst sechs breit angelegte Niveaustufen:

  • Elementare Sprachverwendung: A1 und A2
  • Selbstständige Sprachverwendung: B1 und B2
  • Kompetente Sprachverwendung: C1 und C2

Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen will die Möglichkeit eröffnen, trotz  der unterschiedlichen Bildungssysteme in Europa, eine Vergleichbarkeit von Sprachkompetenzen zu schaffen. Er stellt Verantwortlichen im Bildungswesen, Lehrwerkautoren, Lehrenden, Lehrerausbildern, Prüfungsanbietern und anderen ein Instrumentarium zur Verfügung, diese Vergleichbarkeit im Lernfortschritt bei Lernern von europäischen Sprachen herstellen zu können. Die Bereitstellung objektiver Kriterien für die Beschreibung von Sprachkompetenz erleichtert die gegenseitige Anerkennung von Qualifikationsnachweisen, die in unterschiedlichen Kontexten erworben wurden, und fördert so auch die Mobilität in Europa.

Die Erstellung eines umfassenden, transparenten und kohärenten Referenzrahmens für das Lernen und Lehren von Sprachen bedeutet jedoch nicht, dass allen Beteiligten ein einziges, einheitliches System aufgezwungen werden soll. Ganz im Gegenteil sollte der Referenzrahmen multi-funktional, offen und flexibel, dynamisch und benutzerfreundlich sowie undogmatisch sein, damit er in allen spezifischen Situationen eingesetzt werden kann - wenn nötig natürlich mit entsprechenden Anpassungen.

Im Bundesland Bayern hat der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen inzwischen Eingang gefunden in die Lehrpläne der Schulen und in die vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus festgelegten Kerncurricula für die Lehramtsausbildung an Universitäten.

An der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sind inzwischen fast alle Fremdsprachenkurse des Sprachenzentrums mit dem entsprechenden Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens ausgewiesen.

Für ausführlichere Informationen zum GER siehe: 

 
Informations in English about the CEFR