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Bachelor
Politikwissenschaft (deutsch-französisch)
Mit dem deutsch-französischen integrierten Bachelorstudiengang Politikwissenschaft reagiert die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) auf die wachsende Anforderung nach Internationalität in der akademischen Ausbildung. Das Studium unter dem Dach der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) in Saarbrücken ist zweisprachig und findet in Eichstätt sowie Rennes (Bretagne) statt. Diese Zusammenarbeit beruht auf langjährigen Erfahrungen, die im Austausch von Studierenden mit dem Institut d'Etudes Politiques de Rennes (IEP) gewonnen wurden.
Zu diesem integrierten Studiengang werden jährlich zehn Studierende aufgrund ihrer Abiturnoten, guter Sprachkenntnisse sowie eines Motivationsschreibens zugelassen. Die Deutsch-Französische Hochschule fördert dabei jene Studierenden ideell wie finanziell, die ihr Studium nach dem deutschen Bachelor bis zum eigentlichen Doppeldiplom, dem deutsch-französischen Master, weiterführen.
Die KU bietet den Studierenden die Möglichkeit, mit dem Bachelor einen ersten Studienabschluss zu erwerben. Erst am Ende des fünfjährigen Studiums findet der deutsche Master sein Pendant im "Diplôme de l'IEP " auf französischer Seite. Die Deutsch-Französische Hochschule stellt schließlich nach dem fünfjährigen Studium den Studierenden ein Zertifikat aus.
Schon der Bachelorstudiengang steht für eine interdisziplinäre Ausbildung, die Bereiche wie Politik, Recht, Wirtschaft, Geschichte, Soziologie, Philosophie und Fremdsprachen umfasst. Ziel des Studiums ist es, die Absolventen für international tätige Unternehmen und Organisationen zu qualifizieren. Die interkulturelle Kompetenz und das breit gefächerte Studium greifen hier ineinander.
Zusammen mit dem renommierten IEP in Paris, dessen "Filiale" in Nancy, sowie sieben weiteren Instituten in Frankreich (Aix-en-Provence, Bordeaux, Grenoble, Lille, Lyon, Strasbourg, Toulouse) gehört das IEP Rennes zur so genannten Familie "Sciences Po". Die Ausbildung vermittelt neben einer soliden Allgemeinbildung Fähigkeiten zum synthetischen und analytischen Denken. Hierfür wurde der Begriff der "méthode Science Po" geprägt. Das deutsche Universitätssystem hingegen zeichnet sich durch größere Gestaltungsspielräume für Studierende aus. Im deutsch-französischen Studiengang werden die Kernbestandteile des Studiums in Rennes sowie Eichstätt kombiniert und die Stärken der jeweiligen Systeme in den Vordergrund gestellt.
Der Studiengang ist Teil des "Bologna-Prozesses" der Europäischen Union. Durch diesen sind die Hochschulsysteme in Europa angeglichen und ein einheitlicher Europäischer Hochschulraum geschaffen worden. Dabei gehört des IEP in Europa weiterhin zu einer einzigartigen Hochschulform. Als so genannte "grande école" trägt es im französischen Bildungssystem den Status einer Eliteschule. Im Unterschied zu den frei zugänglichen Universitäten wählen die "grandes écoles" ihre Studierenden nach einem anspruchsvollen Verfahren aus. Die Kandidaten bereiten sich in der Regel ein bis zwei Jahre in so genannten "classes préparatoires" auf die Aufnahmeprüfung vor.
Lediglich etwa 120 Studieninteressenten schaffen pro Jahr den Sprung an das IEP Rennes. Die Studienbedingungen sind dadurch optimal. Mit insgesamt etwa 500 Franzosen und 80 Gaststudenten ist die Studentenzahl des IEP gering. Durch seinen Sitz in der bretonischen Hauptstadt ist das IEP zugleich Teil einer dynamischen Bildungslandschaft. Rennes zählt mit 58.000 Studenten, zwei Universitäten, zehn Hochschulen und 11.000 Forschungs- und Lehrstellen zu den bedeutendsten Universitätsstädten im Westen Frankreichs. Das 1991 gegründete Institut trägt den Status einer eigenständigen öffentlichen Hochschule. Verwaltung und Lehre sind unabhängig, aber das IEP ist mit der Universität Rennes 1 verbunden.