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Deutsch-französischer integrierter Bachelor-Studiengang Politikwissenschaft |studieren an der KU Eichstätt-Ingolstadt
Deutsch-französischer integrierter Bachelor-Studiengang Politikwissenschaft |studieren an der KU Eichstätt-Ingolstadt

  • Warum streiken die Franzosen eigentlich öfter als die Deutschen? Und sollte Deutschland nicht auch einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bekommen?  Warum ist der französische Staatspräsident so viel mächtiger als der deutsche Bundespräsident? Und wie kann man die Neuausrichtung der deutschen Außenpolitik nach der Wiedervereinigung beschreiben: mehr Kontinuität oder doch Wandel?

    Diese Fragen könnten so oder ähnlich im Laufe des Studiums im Rahmen des deutsch-französischen integrierten Bachelor-Studiengangs Politikwissenschaft gestellt werden. Dabei suchen die Teilnehmer des integrierten Studiengangs die Antworten immer aus einer deutsch-französischen Perspektive. Denn sie studieren sowohl in Eichstätt (im ersten und dritten Studienjahr) als auch am renommierten „Institut d’Etudes Politiques de Rennes“ (Sciences Po) in Frankreich. Im Zentrum des Studiums steht das Fach Politikwissenschaft.

  • Infos auf einen Blick
    • Abschluss: BA of Arts
    • Zulassungsbeschränkt: ja
    • Voraussetzung: Allgemeine Hochschulreife
    • Bewerbungsfrist: 15. Juli
    • Einschreibefrist: entsprechend Zulassungsschreiben
    • Standort: Eichstätt

Im Laufe des Studiums werden zwei weitere Wahlfachgebiete belegt sowie Fremdsprachen und Methoden erlernt. Das Studienprogramm in Eichstätt und Rennes ist aufeinander abgestimmt und es gibt gemeinsame deutsch-französische Jahrgangsgruppen. Der Studiengang und seine Studierenden werden von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) in Saarbrücken gefördert. Diese wacht auch über die Qualität des Studienprogramms.

Zusammen mit dem renommierten IEP in Paris, dessen „Filiale“ in Nancy, sowie sieben weiteren Instituten in Frankreich (Aix-en-Provence, Bordeaux, Grenoble, Lille, Lyon, Strasbourg, Toulouse) gehört das IEP Rennes zur so genannten Familie "Sciences Po". Die Ausbildung vermittelt neben einer soliden Allgemeinbildung Fähigkeiten zum synthetischen und analytischen Denken. Hierfür wurde der Begriff der "méthode Science Po" geprägt. Das deutsche Universitätssystem hingegen zeichnet sich durch größere Gestaltungsspielräume für Studierende aus. Im deutsch-französischen Studiengang werden die Kernbestandteile des Studiums in Rennes sowie Eichstätt kombiniert und die Stärken der jeweiligen Systeme in den Vordergrund gestellt.

Einige Besonderheiten zeichnen die Kooperation zwischen Eichstätt und Rennes aus:

  • Der Studienverlauf: Der Studiengang sieht ein Vorbereitungsjahr im Heimatland vor, bevor ab dem zweiten Studienjahr in Rennes in einer deutsch-französischen Jahrgangsgruppe gearbeitet wird. Die Studierenden haben die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und sich nicht nur inhaltlich, sondern vor allem auch methodisch auf das Studium im Ausland vorzubereiten. Hierfür besuchen sie Module wie „Politik in Deutschland und Frankreich“, „Wissenschaftliches Schreiben im deutsch-französischen Kontext“ oder „Interkulturelle Kommunikation Französisch“.
  • Die Wahlfreiheit: Die Teilnehmer des Studiengangs belegen zwei weitere Fachgebiete. Hierzu gehören Soziologie, Wirtschaft oder Recht sowie ein weiteres frei wählbares Fachgebiet, das an der KU angeboten wird. Die Studierenden setzen damit eigene Schwerpunkte und können beispielsweise weitere Regionen der Welt erschließen wie etwa Lateinamerika.
  • Die Standorte: Beide Hochschulen zeichnen sich durch ein gutes Betreuungsverhältnis und damit ein optimales Umfeld für einen internationalen Studiengang aus. Das IEP ist darüber hinaus mit seinem Sitz in der bretonischen Hauptstadt Teil einer dynamischen Bildungslandschaft. Rennes zählt mit seinen kulturellen und studentischen Angeboten zu den bedeutendsten und beliebtesten Universitätsstädten im Westen Frankreichs.
  • Der Alumni-Verein: Die Alumni des Studiengangs sind sehr aktiv und präsent im Universitätsleben. Im Kontext eines jährlich stattfindenden deutsch-französischen Seminars, das Studierende jahrgangsübergreifend aus Rennes und Eichstätt zusammenbringt, findet beispielsweise ein Master- und Berufsforum der Absolventen statt, um den nachfolgenden Generationen den Weg durch das Studium und in die Berufswelt zu erleichtern.

Zum integrierten Studiengang werden an der KU jährlich zehn Studierende nach einem Auswahlverfahren zugelassen. Studienvoraussetzungen sind gute Sprachkenntnisse in Französisch und einer weiteren modernen Fremdsprache, gute Leistungsnachweise sowie berufliche Ziele, die mit diesem Studiengang verbunden sind.  Die Deutsch-Französische Hochschule fördert dabei jene Studierenden ideell wie finanziell, die ihr Studium nach dem deutschen Bachelor bis zum eigentlichen Doppeldiplom, dem deutsch-französischen Master, weiterführen. Die KU bietet den Studierenden die Möglichkeit, mit dem Bachelor einen ersten Studienabschluss zu erwerben. Erst am Ende des fünfjährigen Studiums findet der deutsche Master jedoch sein Pendant im "Diplôme de l'IEP " auf französischer Seite. Die Deutsch-Französische Hochschule stellt schließlich nach dem fünfjährigen Studium den Studierenden ein Zertifikat aus.


Weitere Infos: http://www.ku.de/dfs