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Deutsch-Französischer integrierter Master-Studiengang Politikwissenschaft |studieren an der KU Eichstätt-Ingolstadt
Deutsch-Französischer integrierter Master-Studiengang Politikwissenschaft |studieren an der KU Eichstätt-Ingolstadt

Der Masterstudiengang "Deutsch-französischer integrierter Studiengang Politikwissenschaft" führt das gleichnamige Bachelor-Programm fort und kann nicht losgelöst von ihm betrachtet werden. Es handelt sich um einen gemeinsamen Studiengang der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) und des „Institut d'Etudes Politiques de Rennes“ (IEP) unter dem Dach der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH). Ziel des integrierten Bachelor- und Masterstudiengangs ist der Erwerb eines deutsch-französischen Doppeldiploms, das auf der Grundlage eines fünfjährigen Studiums von den drei beteiligten Einrichtungen verliehen wird. Der Masterstudiengang ist ebenso interdisziplinär und interkulturell ausgerichtet wie der Bachelorstudiengang und setzt sich aus drei Bereichen zusammen: dem politikwissenschaftlichen Kernbereich, den Wahlfachgebieten sowie einem Ergänzungsbereich mit fremdsprachlichen Veranstaltungen.

Das erste Jahr des Masterstudiums (M1) in Eichstätt vertieft die Inhalte in den genannten Bereichen, wobei die Studierenden bei der Wahl ihrer Module relativ frei sind. Im ersten Masterjahr sollen die Studierenden die Möglichkeit haben, sich optimal auf das Studium in Frankreich im zweiten Masterjahr vorzubereiten und ihre eigenen Schwerpunkte zu setzen. Der deutsch-französische, integrative Charakter des Bachelor-Studiums bleibt gewahrt, weil auch die französischen Kommilitonen ihr Masterstudium in Eichstätt beginnen.

Das zweite Jahr des Masterstudiums (M2) findet am IEP in Rennes oder im Netzwerk der französischen IEP statt. Die Studierenden können aus einer Vielzahl von möglichen Masterprogrammen unter der Federführung des IEP in Rennes auswählen und sich nach ihren Vorstellungen spezialisieren. An den Master-Programmen ist entweder nur das IEP in Rennes beteiligt oder es kooperiert mit einer Universität oder einem anderen regionalen IEP. Die jeweiligen Masterprogramme unterscheiden sich nach wissenschaftlichen und berufsbezogenen Angeboten (recherche / professionnel). Die Zulassung zu den Programmen erfolgt auf Grundlage eines Studiendossiers und unterliegt Teilnahmebeschränkungen. Somit kann nicht jeder Studierende das Masterprogramm seiner ersten Wahl belegen. 

Am IEP Rennes werden einjährige Masterprogramme im Rahmen von fünf Berufsfeldern angeboten. Dazu zählen der Bereich „Internationale Beziehungen und Europapolitik“ (1.) mit Masterprogrammen wie beispielsweise „Politiques Européennes“, „Multi-level Governance and International Relations“  oder „Ingénierie des Services Urbains en Réseaux dans les pays en développement“, einem Masterprogramm, das sich mit der Infrastruktur in Entwicklungsländern befasst. Im Bereich „Öffentliches Handeln“ (2.) werden etwa Programme im Gesundheitsbereich angeboten („Pilotage des Politiques et Actions de Santé Publique“) oder Politikfeldanalysen auf europäischer bzw. regionaler Ebene durchgeführt („Action et Espace Public en Europe“, „Expertises de l'Action Publique Territoriale“). Im Bereich „Strategisches Management“ (3.) geht es unter anderem um Projekt- oder Qualitätsmanagement bzw. Management im Medienbereich. „Medien, Kommunikation, Kultur“ (4.) bilden ein weiteres Berufsfeld mit Programmangeboten wie „Communication des Organisations“ oder „Journalisme: Reportage & Enquête“. Schließlich bereitet der Bereich „Grands Concours“ (5.) auf die Aufnahmeprüfungen beispielsweise bei der „Ecole Nationale d’Administration“ (ENA) vor.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von weiteren Masterangeboten in den genannten Berufsfeldern im Netzwerk der IEP, dem so genannten „réseau“, dem zurzeit die Institute von Rennes, Aix-en-Provence, Lille, Lyon, Straßburg und Toulouse angehören. Es ist also möglich, dass die Teilnehmer des Studiengangs im zweiten Masterjahr nicht an das IEP Rennes zurückkehren, sondern beispielsweise das Programm „Politiques Européennes et franco-germanique“ am IEP Strasbourg belegen. Doch auch hier unterliegen die einzelnen Programme Zulassungsbeschränkungen im Hinblick auf die Qualifikation der Bewerber sowie die vorhandenen Kapazitäten.

Flyer

Bewerbungsschluss für das deutsch-französische Master-Programm ist in der Regel der 15. Juli. Die Bewerber sollten  unter anderem ein Bachelor-Examen oder einen diesem gleichwertigen ersten Hochschulabschluss nachweisen, von dem ein Jahr an einem französischen Institut d'Etudes Politiques (IEP) oder an einer vergleichbaren Hochschule im Ausland erfolgreich absolviert worden sein muss. Hierbei ist es nur den Absolventen des gleichnamigen Bachelor-Programms möglich, das deutsch-französische Doppeldiplom zu erwerben, da das IEP Rennes sein Diplom nur auf der Grundlage eines fünfjährigen Studiums verleiht. Dies hat zur Folge, dass Quereinsteiger im 1. Masterjahr einige Einschränkungen akzeptieren müssen. Sie können weder das „Diplom des IEP Rennes“ noch das Doppeldiplom erwerben. Auch können sie nicht von der DFH gefördert werden, da diese Förderung ebenfalls an das Doppeldiplom gekoppelt ist. Schließlich ist es ihnen nur möglich, ein Masterprogramm innerhalb des IEP Rennes – aber nicht im Netzwerk der IEP – zu wählen.  


Weitere Infos: http://www.ku.de/dfs