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24.02.18

Wissenschaftskommission der deutschen Bischofskonferenz besucht KU

Die Kommission Wissenschaft und Kultur der Deutschen Bischofskonferenz hat am Dienstagabend die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt zu einem Austausch mit der Hochschulleitung besucht. Die Begegnung fand am Rande der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz statt, die in dieser Woche in Ingolstadt tagt.


Besuch der Wissenschaftskomission der Bischöfe: von links Vizepräsident Prof. Dr. Jens Hogreve, Vizepräsident Prof. Dr. Klaus Stüwe, Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln), KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (Bistum Regensburg), Weihbischof Wilfried Theising (Bistum Münster) sowie Kanzler Thomas Kleinert. Foto: Klenk/upd

Dort wurde am Dienstagvormittag der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki zum neuen Vorsitzenden der Kommission VIII Wissenschaft und Kultur gewählt. Die Einladung der Kommission an die KU, die schon vor Beginn der Vollversammlung ausgesprochen worden war, nahm Woelki spontan an.

Den Kardinal begleiteten die Kommissionsmitglieder Dr. Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg, und Weihbischof Wilfried Theising, Bischöflicher Offizial in Vechta und innerhalb der DBK zuständiger Bischof für den Bereich Hochschulpastoral. Außerdem gehörten der Delegation Prof. Dr. Nikolaus Korber, Vizepräsident der Universität Regensburg und Berater der Kommission VIII, sowie Dr. Frank Ronge und Dr. Michael Karger aus der Abteilung Glaube und Bildung im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz an.

Bei der rund dreistündigen Begegnung in der Sommerresidenz der KU stellten KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien und die Vizepräsidenten die aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen zur Profilierung der Universität vor. Prof. Dr. Martin Kirschner, der an der KU die Heisenberg-Professur für Theologie in Transformationsprozessen der Gegenwart innehat, erläuterte den Planungsstand für ein im Aufbau befindliches interdisziplinäres Forschungszentrum zu Fragen von Kirche, Religion und Gesellschaft. Er nahm dabei Bezug auf die jüngst veröffentlichte Apostolische Konstitution „Veritatis gaudium“, in der Papst Franziskus die Aufgaben von kirchlichen Hochschulen und theologischen Fakultäten vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen benennt. An dem Treffen nahmen außerdem Studierende der Katholischen Universität teil, die unter anderem von ihren Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit erzählten.

Kardinal Woelki betonte die Bedeutung der KU als einzige katholische Universität im deutschen Sprachraum. Beeindruckt zeigte er sich von der Vielgestaltigkeit der Universität und von den Bemühungen der Hochschulleitung um eine weitergehende Vernetzung der Universität mit anderen Hochschulen weltweit sowie um eine besondere Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden durch neue interdisziplinäre Studienformate.

Der Katholischen Nachrichtenagentur sagte Kardinal Woelki im Nachgang zu dem Besuch in Eichstätt, die KU spiele eine enorm wichtige Rolle. Die Universität versuche schon seit Jahren, institutionell das zu verwirklichen, was Papst Franziskus in der Konstitution „Veritatis gaudium“ fordere, nämlich den Dialog der Theologie mit den verschiedenen Wissenschaften an den anderen Fakultäten beständig zu vertiefen und im besten Falle in interdisziplinären und qualifizierten Leistungszentren gemeinsam zu forschen. 

Woelki ergänzte im Interview auf die Frage nach der Finanzierung der von den Bayerischen Bistümern getragenen KU, er glaube, „dass alle katholischen Bischöfe in Deutschland ein Interesse daran haben, dass sich diese Universität weiter profiliert und dass die katholische Kirche damit eine wahrnehmbare und ernst zu nehmende Stimme in den wissenschaftlichen Debatten wird“. Dazu gehöre auch die Frage der Transzendenz, also die Frage nach dem, was den Menschen ausmacht, was das Besondere an ihm ist und was alle Einzelerkenntnisse der Wissenschaften wieder bündelt.