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16.01.18

Erfolgreich durchgeführt: Elternwochenende im Dialog

„Meine Spiritualität, meine Elternschaft, mein Leben“ – Forschungsprojekt „Fitte Familien“


Die biografische Reflexion begann mit Gegenständen aus der eigenen Kindheit, die hier in der gestalteten „Dialogmitte“ liegen, außen herum die Dialogregeln. Foto: Lorenz Reichelt

Acht junge Familien haben am vergangenen Wochenende vom 12. bis 14. Januar 2018 in Plankstetten an dem Elternwochenende im Dialog unter dem Motto „Meine Spiritualität, meine Elternschaft, mein Leben“ (wir berichteten über die Vorstellung des Flyers und den K1-Radiobeitrag) teilgenommen. Das Wochenende war Teil des Forschungsprojekts „Fitte Familien – Moderne Bildungsangebote speziell für Familien“ mit der Diözesanarbeitsgemeinschaft der katholischen Erwachsenenbildung (KEB DiAG), das am Lehrstuhl für Didaktik der Religionslehre, für Katechetik und Religionspädagogik (Prof. Dr. Ulrich Kropač) an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) durchgeführt wird.

„Das Wochenende war insgesamt ein voller Erfolg. Das sehen auch die Dialogbegleiterinnen so und in diese Richtung gehen auch die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, resümiert Lorenz Reichelt, der für die Konzeption und Organisation des Wochenendes verantwortlich war, wenn auch eine detaillierte Evaluation mit Rückbezug auf die gesetzten Ziele eine Aufgabe im Blick auf den abschließenden Projektbericht bleibe, die noch Zeit in Anspruch nehme. Die Gelegenheit zum Dialog sei die Hauptmotivation für die Eltern gewesen, sich für das Format zu interessieren und an dem Wochenende teilzunehmen. Laut Reichelt ist diese dialogische Ausrichtung eines Elternwochenendes bisher in der Region einzigartig. Der Zusammenhang zum Thema „Meine Spiritualität, meine Elternschaft, mein Leben“ wurde in einem intensiven Planungs- und Vorbereitungsprozess zusammen mit den beiden zertifizierten Dialogprozessbegleiterinnen Hilde Beck-Held und Katharina Kastenholz hergestellt.

Reichelt hat den Dialogansatz sehr positiv erlebt – diese Vorgehensweise habe innerhalb kürzester Zeit zu einem Vertrauensverhältnis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander und mit den Dialogbegleiterinnen geführt, das sowohl tiefgehende Zweiergespräche im Dialogkarussell, beim Dialogspaziergang und in den Pausen als auch tiefgehende und sehr biographisch-persönliche Dialogbeiträge in den Runden ermöglicht habe: „Ich habe kaum glauben können, wie weitreichend sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Ansätze eines bereits begonnenen spirituellen Weges zeigten und wie transformativ sich das Dialogwochenende im Blick auf geäußerte persönliche Vorsätze und biografisch-spirituelle Rückbesinnung ausgewirkt hat.“

Dass sich die Eltern von Kindern im Alter von drei Monaten bis sieben Jahren so gut auf die Dialogeinheiten einlassen konnten, liegt auch an der kompetenten und engagierten Kinderbetreuung, die vier Studentinnen der KU übernahmen. Die Kinderbetreuung sei von allen Seiten gelobt worden, so Reichelt in Bezug auf die Rückmeldungen von Kindern und Erwachsenen. Das Kloster Plankstetten habe zudem, so Reichelt, eine bemerkenswerte Offenheit gegenüber den Familien und ihren kleinen Kindern gezeigt und sei auch als geistlicher Ort wahrgenommen und wertgeschätzt worden.