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15.11.17

Start der Werbung: Innovatives Elternwochenende im Januar

„Meine Spiritualität, meine Elternschaft, mein Leben“ – Forschungsprojekt „Fitte Familien“


Vorstellung der frisch gedruckten Flyer zum Elternwochende im Dialog bei einer KEB-Tagung in Neumarkt in der Oberpfalz. – V.l.n.r.: Andreas Weiß (Geschäftsführer KEB Weißenburg-Gunzenhausen), Lorenz Reichelt, Ewald Kommer (Geschäftsführer Kolping-Erwachsenen-Bildungswerk), Ursula Haas M.A. (Vorsitzende KEB Eichstätt, Stellv. Vorsitzende KEB DiAG), Prof. Dr. Ulrich Kropač. Foto: Bernhard Michl, KEB

Von Freitag bis Sonntag, 12. bis 14. Januar 2018, können junge Eltern in Plankstetten über „Meine Spiritualität, meine Elternschaft, mein Leben“ in Dialog treten. Das Wochenende ist Teil des Forschungsprojekts „Fitte Familien – Moderne Bildungsangebote speziell für Familien“ mit der Diözesanarbeitsgemeinschaft der katholischen Erwachsenenbildung (KEB DiAG). Das Eltern-Seminar soll jungen Eltern die Gelegenheit verschaffen, sich Zeit zu nehmen zum Nachdenken über sich selbst und für Themen, die im Alltag oft untergehen – wie Freude, Angst, Hoffnung, Tod oder Vergebung. Projektreferent Lorenz Reichelt stellte am vergangenen Samstag gemeinsam mit der Steuerungsgruppe den Flyer vor, nun ist auch die informative Homepage zur Veranstaltung unter eltern-im-dialog.de online, auf der man sich näher über den Ablauf des Seminarwochenendes informieren kann.

Vorgesehene Methoden sind beispielsweise ein „Dialogkarussel“, eine „Dialogrunde“ oder ein „Dialogspaziergang“ (siehe eltern-im-dialog.de). Auf die üblichen Experten-Vorträge würde man also vergeblich warten. Vielmehr ist der Dialog an sich eine sehr wertvolle Zeit, mal zu zweit, mal in der großen Runde mit bis zu 20 Personen. Damit das auch effektiv gelingt, hat Reichelt, der das Elternwochenende organisiert, zwei ausgebildete Dialogprozessbegleiterinnen engagiert: Die Pädagoginnen Hilde Beck-Held und Katharina Kastenholz. Sie haben beide eine intensive Ausbildung nach dem bewährten Programm „Eltern stärken“ nach Johannes Schopp absolviert. „Es gibt also schon viel Erfahrung mit dem dialogorienterten Ansatz bei Elternwochenenden: Alle kommen zu Wort, lernen im Zuhören voneinander und nehmen Ideen und neue Perspektiven mit,“ sagt Beck-Held. Zum Einstieg in die Dialogrunden sind auch kleine Impulse vorgesehen.

Reichelt zielt einen breiten Teilnehmerkreis an: „Eingeladen sind insbesondere alle, die in den letzten Jahren Vater oder Mutter geworden sind: Als Ehepaare und Alleinerziehende oder aus offenen Familienmodellen, mit oder ohne spezifische religiöse Praxis.“ Diese Anmerkung ist berechtigt, denn mit Spiritualität kann ja Vieles gemeint sein. Kastenholz versteht darunter „das Geheimnis des Lebens, Dankbarkeit, die Rückkehr zum Wesentlichen, die Frage nach Gott.“ Lehrsätze oder institutionelle Formen stehen also nicht im Mittelpunkt.

Das neue Konzept basiert auf den Erkenntnissen der Dissertation von Dr. Cordula Klenk, einer ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Didaktik der Religionslehre, für Katechetik und Religionspädagogik (Prof. Dr. Ulrich Kropač) – wir berichteten. Erstmals wird nun dank des Forschungsprojektes „Fitte Familien“ im Rahmen der KEB im Bistum Eichstätt der Dialogansatz einem Elternwochenende zugrunde gelegt, auch Kleinkind-Eltern sind so das erste Mal besonders im Blick. Zudem wurden unter anderem durch eine Produktklinik (wir berichteten) bereits vor Veröffentlichung Anpassungen am Konzept und an den Werbematerialien vorgenommen, sodass Reichelt nun mit Spannung auf die tatsächliche Resonanz der Veranstaltung bei jungen Eltern schaut.