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Porträt
Leitspruch
Zum einen die Version "Sich um Versprechungen, nicht aber um Schwierigkeiten kümmernd", die sich am klassischen Latein Ciceros orientiert, zum anderen die eher umgangssprachliche Variante "Sich weder um Versprechungen, noch um Schwierigkeiten kümmernd", die etwas freizügiger mit den strengen grammatikalischen Regeln der lateinischen Sprache umgeht und somit nur im Gesamtzusammenhang gedeutet werden kann.
Wählt man diese Interpretationsvariante, so darf "Versprechungen" nicht im positiven Sinne ausgelegt werden, sondern trägt vielmehr die negative Konnotation der "Verlockungen", die Katharina von ihrem Weg abbringen sollten und die ihren Widerstand herausforderten. Der Legende nach soll die gläubige Katharina während einer Christenverfolgung - vermutlich unter dem römischen Kaiser Maximinus (305-313) - in einem Glaubensdisput fünfzig Gelehrten die Stirn geboten, einige von ihnen sogar zum Christentum bekehrt haben. In anderen Fassungen der Katharinen-Legende ist von Versprechungen die Rede, die ihr der Kaiser gemacht haben soll: Sie werde "nach der Kaiserin die erste im Palast", falls sie den Göttern opfere. Katharina jedoch widerstand jeglichen Verlockungen und blieb ihrem tiefen Glauben treu. Der erzürnte Kaiser ließ sie daraufhin rädern und enthaupten. Heute wird die Hl. Katharina unter anderem als Schutzpatronin der Schüler, Studenten und Gelehrten verehrt, die KU widmete ihr einen Platz auf dem Universitätssiegel. Das Rad der Katharina ist zudem symbolischer Ausgangspunkt des Logos der Universität. [*] (I Carmini di Alfano I, edd. Lentini/Avagliano. C. 42, 9f.) [1] (I carmi di Alfano I, edd. Lentini/Avagliano. C. 42, 9f.) |