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DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender

Der mit 1.000 € pro Hochschule dotierte DAAD-Preis, der seit mehr als zehn Jahren vergeben wird, soll dazu beitragen, den großen Zahlen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen Gesichter zu geben und sie mit Geschichten zu verbinden.

Preisträgerin 2017

Margareta Gratii, Betriebswirtschaftslehre

Der Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für ausländische Studierende geht in diesem Jahr an ­Margareta Gratii. Sie wurde 1995 in Kischinau in der Republik Moldau geboren und studiert seit dem Wintersemester 2016/17 an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der KU im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre.
Ihren Dozenten ist Margareta Gratii als sehr interessierte und engagierte Studentin positiv aufgefallen. Sie überzeuge mit sehr guten fachlichen Kenntnissen, aktiver Mitarbeit und überdurchschnittlichem Hintergrundwissen und sei eine sehr motivierte, zielstrebige, zuverlässige und freundliche Studentin.
Auch über ihr Fachstudium ­hinaus ist Margareta Gratii an der KU sehr aktiv. Seit Beginn ihres Studiums unterstützt sie den ­Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht bei der Durchführung des jährlich stattfindenden Symposions Insolvenz- und Arbeitsrecht. Zudem engagiert sie sich in verschiedenen Studierendenorganisationen der Universität: Für die „UNICEF Student Organization“ unterstützt sie die Planung und Durchführung verschiedener wohltätiger Projekte. Im Rahmen der studentischen ­Organisation „Erasmus Student Network“ betreut sie eine Austauschstudentin aus Italien und ist zudem Mitglied des „Finance Network Ingolstadt e.V.“. Außerdem  unterstützt Gratii die studentische Organisation „DenkNachhaltig! e.V.“ bei der Durchführung der jährlich stattfindenden Veranstaltung „Dialogue on Sustainability“.
Eine der ersten Stationen auf Margareta Gratiis Bildungsweg war das deutsch-rumänische Gymnasium „Mihail Kogălniceanu“ in Kischinau in der Republik Moldau, wo sie 2014 ihren Abschluss erwarb.
Bereits während der Schulzeit entwickelte Margareta Gratii ein besonderes Interesse für die Fächer Mathematik, Geschichte und Geographie. Sie wollte lernen, wie die Welt durch die globale Wirtschaft zusammengehalten wird und wie man die betriebswirtschaftlichen Arbeitsprozesse ­innerhalb eines Unternehmens ­optimieren kann. Aus diesem Grund entschied sie sich für ein Studium der Wirtschaftswissenschaften.
Margareta Gratii spricht fünf Sprachen – neben ihrer Muttersprache Rumänisch auch Russisch, Deutsch, Englisch und Spanisch. Deutsch lernte sie bereits ab ihrem 16. Lebensjahr im Gymnasium. Ein einwöchiger Schüleraustausch in Deutschland überzeugte sie schließlich, ihren Bachelor in Deutschland zu absolvieren. Das erstklassige Bildungssystem und das internationale ­Umfeld seien für sie ausschlaggebend gewesen, so die DAAD-Preisträgerin.
Direkt nach dem Abitur im Jahr 2014 zog Margareta ­­Gratii nach Deutschland und nahm ­zunächst ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg auf. Um sich aber zum einen stärker auf die Bereiche Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung zu spezialisieren und zum anderen fachlich noch weiter zu internationalisieren, wechselte sie nach drei Semestern von der Fachhochschule in Nordrhein-Westfalen nach Bayern an die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt. Hier fokussiert sie sich nun besonders auf die Bereiche internationale Rechnungslegung und Besteuerung. Derzeit studiert sie im vierten Semester und strebt entsprechend ihrer Interessen eine Vertiefung in den Bereichen „Steuern, Rechnungslegung“ und „Economics“ an.
Während der kommenden Semesterferien plant sie ein Praktikum bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu absolvieren. Im Anschluss an ihr Studium möchte sie Steuerberaterin oder Wirtschaftsprüferin werden. Ein persönliches Ziel von Margareta Gratii ist es zudem, so die Preisträgerin, „anhand meines Wissens und meiner Erfahrungen, die ich in Deutschland gewinne, dazu beitragen zu können, die ökonomische Lage und den Lebensstandard in Moldawien zu verbessern“.