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Preis für innovative Lehre


Preisträger 2015: Prof. Dr. Hans-Martin Zademach und Prof. Dr. Hans Hopfinger

Ausgezeichnet mit dem erstmals verliehenen Liga-Bank-Preis für innovative Lehre werden die beiden Geographie-Professoren Hans-Martin Zademach und Hans Hopfinger für die Lehrveranstaltung „Ausgewählte Themen der Human- und Wirtschaftsgeographie“. Die Besonderheit dieses Seminars aus dem Masterstudiengang „Tourism and Regional Plannung – Management and Geographie“ ist das Format, in dem der Stoff präsentiert und diskutiert wird: In Anlehnung an das Fernsehformat der Talkshow mündet das Seminar in ein Streitgespräch unter realistischen Studio-Bedingungen. Dazu bereiten Kleingruppen jeweils einen Themenkomplex vor, wobei jeder Student bzw. jede Studentin einen bestimmten Blickwinkel einnimmt und diese Sichtweise in einem pointiert formulierten Positionspapier schriftlich darlegt. Zum Ende des Seminars findet eine jeweils 45- bis 60-minütige Schlussdiskussion im Fernsehstudio der Journalistik statt, bei der die unterschiedlichen Standpunkte erörtert werden. Dabei werden auch von den Studierenden vorproduzierte Trailer oder andere Medien für die Vermittlung von Hintergrundinformationen eingesetzt. Das Publikum ist dazu aufgefordert, die Diskussionsbeiträge mit Hilfe eines Bewertungsbogens zu reflektieren. Das Seminar wurde im Wintersemester 2011/12 erstmals von den Professoren Zademach und Hopfinger in dieser Form durchgeführt und seither regelmäßig im Wintersemester angeboten und kontinuierlich weiterentwickelt.

Prof. Dr. Hans-Martin Zademach

ist seit 2009 Professor für Wirtschaftsgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Zuvor war er, nach Studium der Geographie, Volkswirtschaftslehre und Raumplanung in München, Zürich und London, an der Ludwig-Maximilians Universität München und als Gastwissenschaftler an der London School of Economics, der Copenhagen Business School und der Karls-Universität Prag tätig. Die Arbeitsschwerpunkte von Prof. Zademach liegen in den Bereichen Geographische Globalisierungs- und Finanzialisierungsforschung, dem Themenkomplex Regionalentwicklung und Nachhaltigkeit sowie der angewandten Branchenund Standortforschung. In Forschungsarbeiten befasst er sich schwerpunktmäßig mit Finanzbeziehungen und Kapitalflüssen als einem Schlüssel zum Verständnis räumlich differenzierter Entwicklung. Zu seinem Lehrprofil schreibt Zademach: „Meine Tätigkeit in der Lehre folgt dem Ziel, die Studierenden in ihrer Eigenständigkeit im wissenschaftlich fundierten, kritisch-reflexiven Umgang mit wirtschaftlich und gesellschaftlich relevanten Themen zu unterstützen und individuelle Kreativität zu fördern. Besonderes Augenmerk liegt dabei in der Schulung der Fähigkeit, vermittelte methodische Fertigkeiten und konzeptionelle Grundlagen auf wissenschaftliche und gesellschaftlich sowie möglichst auch auf beschäftigungsrelevante Problemstellungen zu transferieren."

Prof. Dr. Hans Hopfinger

war von 1996 bis 2015 Inhaber des Lehrstuhls für Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seine Promotion zur Erfolgskontrolle regionaler Wirtschaftsförderung und die Habilitation über Öffentliche und private Landwirtschaft in Syrien erstellte er an der Universität Erlangen-Nürnberg, wo er auch als Akademischer Rat und Geschäftsführer des Zentralinstituts für Allgemeine Regionalforschung wirkte. Hopfinger war mehrere Jahre Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Tourismusforschung und Sprecher des Arbeitskreises der Freizeit- und Toruismusgeographen in der Deutschen Gesellschaft für Geographie. Außerdem ist er Herausgeber mehrerer Zeitschriften und Schriftenreihen.