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Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt
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Medienmanagement
Medienforum
Medien zwischen öffentlicher und privater Kommunikation
Sabine hat gestern den besten Döner seit Jahren gegessen, Benni war am Wochenende auf Schloss Neuschwanstein und Lena hatte großes Ohrring-Pech - dank der Statusnachrichten auf Facebook, Twitter und Co. weiß man bestens über seine Freunde bescheid, ohne sich mit ihnen zu unterhalten. Aber auch das Interesse am Privatleben Fremder steigt stetig. In zahlreichen Weblogs führen Menschen öffentlich Tagebuch. Im Big-Brother-Haus ist das schon nicht mehr nötig, denn die "Kandidaten" werden 24 Stunden von der Kamera begleitet - freiwillig. Oft wird aber auch manches Privatleben ziemlich unfreiwillig in die Öffentlichkeit gezerrt. Die Spekulationen zu den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Jörg Kachelmann machten ihren Weg kaum mit seiner Zustimmung durch die Medien. Genauso wenig wie wahrscheinlich Verona Pooths Mann alle Einzelheiten seines Prozesses wegen Untreue in den Nachrichten sehen wollte.
Was ist heute noch privat? Oder gibt es keine Privatheit mehr? Und was ist öffentlich? Oder gibt es keine Unterschiede mehr? Diesen Fragen widmet sich das Medienforum 2011. Die Medien dringen mittlerweile in fast jede Lebenssphäre vor. Woher kommt das? Ist unsere Gesellschaft exhibitionistischer geworden? Verlangt das Publikum nach solchen privaten Inhalten oder fehlt den heutigen Journalisten jegliches Berufsethos? Medienpraktiker wie auch Wissenschaftler werden sich mit diesen Fragen beschäftigen.
Für Journalistikstudenten wie für Studierende wirtschaftswissenschaftlicher Fachrichtungen, aber auch für viele weitere Interessenten, ist die Auseinandersetzung mit dem Thema des Medienforum 2011 hochgradig relevant, denn sie alle sind als Nutzer Betroffene, und als Journalisten oder Medienmanager im späteren Berufsalltag mit dem Thema befasst.
Dr. Jan-Hinrik Schmidt
Referent für digitale interaktive Medien und politische Kommunikation am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung
"Das Ende der Privatheit?! Ein Überblick"
Dr. Nina Haferkamp
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswiss. an der WWU Münster; Forschungsprojekt zur Kommunikation im Web 2.0 an der LSE London
"Die Faszination am Privaten. Erfolgsfaktoren beim Reality TV"
Pamela Przybylski
Dipl.-Journalistin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft der WWU Münster
"Arbeitslosigkeit, Armut, Abstieg. Privates im Fernsehen - Das Geschäft mit dem Reality TV"
Michael Winter, LL.M.eur.
Rechtsanwalt, Kanzlei Prof. Dr. Fricke & Coll.
"Die öffentliche Privatheit als Rechtsproblem"
Michael Graeter
Journalist
"Eitelkeit ist zeitlos"
Seit 2001 veranstaltet die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt alljährlich im Januar das "Medienforum Ingolstadt". In dessen Rahmen wird Studenten und interessierten Praktikern die Möglichkeit eröffnet, mit Experten aus Wissenschaft und Praxis über aktuelle Themen der Medienindustrie zu diskutieren. Das Medienforum Ingolstadt bietet eine attraktive Plattform für einen direkten und persönlichen Dialog zwischen Teilnehmern und herausragenden Persönlichkeiten des Mediensektors. Geplant und organisiert wird dieses Medienevent von seinen Initiatoren, den Mitarbeitern des Lehrstuhls für ABWL, Organisation und Personal unter der Leitung von Prof. Dr. Max Ringlstetter, seit 2010 in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Journalistik von Prof. Dr. Dieter Altmeppen.