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insbesondere Finanzwissenschaft

 

Die Finanzwissenschaft in der Volkswirtschaftslehre

Die Finanzwissenschaft ist - neben der Wirtschaftstheorie und der Wirtschaftspolitik - die dritte klassische Disziplin der Volkswirtschaftslehre. Sie beschäftigt sich mit der Rechtfertigung von Staatseingriffen in private Märkte und mit den Auswirkungen dieser Eingriffe. Die herausragende Bedeutung staatlicher Akteure bei der Gestaltung der (welt)wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder bei der Bewältigung von Wirtschaftskrisen, machen die große Relevanz der Finanzwissenschaft in der modernen Ökonomie deutlich. Untersuchungsgegenstand ist dabei vor allem die Ausgaben- und Einnahmenpolitik und deren Wechselwirkungen mit privaten Märkten.

  • Die staatliche Wirtschaftstätigkeit umfasst drei Bereiche. Erstens die Vermeidung von Marktversagen, z.B. durch die Bereitstellung öffentlicher Güter oder durch gezielte Regulierung. Zweitens die Stabilisierung von Inlandsprodukt und Beschäftigung durch die Steuer- und Sozialpolitik. Sowie drittens die Umverteilung von Lasten durch Steuern, Staatsausgaben und Staatsverschuldung. Aufgabe der Finanzwissenschaft ist es diese Maßnahmen auf deren Wirksamkeit, Effizienz und Angemessenheit zu beurteilen sowie Konzepte zu deren Verbesserung zu erarbeiten.
  • Neben dem engeren Bereich der Ökonomie beinhaltet die Finanzwissenschaft angesichts der zentralen Rolle staatlicher Entscheidungen die ökonomische Analyse politischer Prozesse.
  • Da der staatliche Einfluss zunehmend Bedeutung für betriebliche Entscheidungen hat, stellt das Fach Finanzwissenschaft eine sinnvolle Ergänzung für diverse spezielle Betriebswirtschaftslehren dar.

 

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