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13.05.19

Datenbank zu Altertumswissenschaften wird fit für die Zukunft

Mit derzeit über 600.000 Einträgen ist die „Gnomon Bibliographische Datenbank“ (GDB) eine der größten Informationsquellen dieser Art zu Fachliteratur aus den Altertumswissenschaften. Die bereits in den 1980er-Jahren an der KU initiierte Plattform wird täglich von mehreren Tausend Nutzern weltweit aufgerufen – ein Beleg für das Renommee der Plattform. „Es mag überraschend klingen: Gerade Altertumswissenschaftler nutzen sehr aktiv digitale Medien für ihre Forschung“, erklärt Prof. Dr. Michael Rathmann (Inhaber des Lehrstuhls für Alte Geschichte an der KU). Um bei steigenden Datenmengen und Nutzerzahlen auch zukünftig einen zuverlässigen Service anbieten zu können, wird die Datenbank derzeit sukzessive in die Infrastruktur des Bayerischen Bibliotheksverbundes überführt. Seit Anfang des Monats ist die GDB mit einer neuen Suchoberfläche online, die von der Bayerischen Staatsbibliothek aufgebaut wurde.


Die Datenbank verzeichnet Monographien, Sammelbände inklusive der enthaltenen Beiträge, Zeitschriftenaufsätze, Rezensionen sowie Fachlexika in allen einschlägigen Wissenschaftssprachen, die mit Hilfe eines umfangreichen, mehrsprachigen Schlagwortverzeichnisses (mit derzeit ca. 13.000 Einträgen) detailliert recherchierbar sind. Die Erschließung von YouTube-Inhalten und Internetressourcen ist darüber hinaus ein Alleinstellungsmerkmal der Datenbank. Dabei ist es noch nicht lange her, dass diese in den 1990er-Jahren zunächst auf Diskette bzw. CD-ROM im Verlag C.H. Beck veröffentlicht wurde, der dem Projekt weiterhin partnerschaftlich ist. So ermöglicht der Verlag, dass sämtliche Daten im Rahmen des gesamten Verbundkataloges als Open Data zur freien Nachnutzung zur Verfügung stellen.

Der emeritierte Inhaber des Lehrstuhls für Alte Geschichte an der KU und Initiator der Literatur-Datenbank, Prof. Dr. Jürgen Malitz, fungiert weiterhin – gemeinsam mit Prof. Dr. Gregor Weber (Lehrstuhl für Alte Geschichte, Universität Augsburg) – als Herausgeber. Die Erschließungsarbeit der GDB wird von den Lehrstühlen in Eichstätt und Augsburg gemeinsam getragen. Dahinter steht eine intensive Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek sowie den Universitätsbibliotheken Augsburg, Eichstätt und Tübingen, sowie ferner mit der Joint Library of the Hellenic & Roman Societies in London. Zudem wurde auch ein Kooperationsabkommen mit dem Deutschen Archäologischen Institut (Berlin) geschlossen.

Unter der neuen Adresse www.gbd.digital finden Nutzer derzeit Einträge, die seit April 2018 im gemeinsamen Katalog des Bibliotheksverbundes Bayern und des Kooperativen Bibliotheksverbundes Berlin-Brandenburg neu aufgenommen wurden. In den kommenden Monaten werden sukzessive auch die kompletten Altdaten migriert, die derzeit unter http://www.gnomon-online.de/ zu finden sind.