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06.12.16

Ausgezeichnete Forschung und Lehre beim Dies Academicus

Auf dem Programm des Dies Academicus an der KU stand neben der Amtseinführung der Präsidentin auch die Ehrung herausragender Absolventen und Wissenschaftler. Katharina Henning erhielt einen Preis der Maximilian-Bickhoff-Universitätsstiftung für ihre Masterarbeit zum Thema „Warum so negativ? Constructive News – ein neues Journalismus-Konzept und seine Umsetzung in Deutschland“. Konstruktiver Journalismus steuert dem Mythos entgegen, dass der Erfolg von Massenmedien vom Einsatz einer gewissen Dosis Blut und Brutalität in den Nachrichten abhänge. Häufig würden positive Entwicklungen oder Lösungsansätze in der Berichterstattung außen vor gelassen. Konstruktiver Journalismus benenne zwar klar die Probleme, frage jedoch auch nach Perspektiven.


Die Preisträgerinnen und Preisträger mit den Stiftern, Kardinal Marx und den Vizepräsidenten für Studium bzw. für Forschung. (Foto: Klenk/upd)

Die Russin Anna Lyashenko erhielt einen Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes sowie einen Preis der Brauerei Gutmann für Projekte zum Thema Nachhaltigkeit. In ihrer wirtschaftswissenschaftlichen Masterarbeit ging sie der Frage nach, inwieweit unternehmerische Nachhaltigkeit den Firmenwert beeinflusst und welchen Einfluss die Führungsqualität des Managements darauf hat.

Ein weiterer Nachhaltigkeitspreis der Brauerei Gutmann ging an den Geographie-Absolventen David Spenger. Am Beispiel des Aischgrundes untersuchte er für seine Bachelorarbeit das Zusammenspiel von nachhaltigem Tourismus und Regionalprodukten am Beispiel des Aischgrundes und des dortigen „Karpfen-Netzwerkes“.

Natalie Schlirfs historisch ausgerichteten Masterarbeit zu „Eheallianzen als Mittel der politischen Kommunikation am Ausgang der Römischen Republik“ wurde mit dem Preis der Sparkasse Eichstätt für genderspezifische Forschungsprojektes ausgezeichnet. Schlirf zeigt dabei, dass Frauen der Oberschicht zwar im öffentlichen Diskurs als Matronen überhöht dargestellt, jedoch waren sie in der realpolitischen Praxis vor allem Humankapital ihrer mächtigen Familien.

Die Maximiliana-Kocher-Stiftung zeichnete den Historiker Dr. Alexander Denzler für dessen Doktorarbeit aus, die sich am Beispiel der „Visitation des Reichskammergerichts von 1767 bis 1776“ mit dem Schriftalltag im 18. Jahrhundert befasste. Dabei wandte er aktuelle Theorien der neueren Kulturgeschichte auf das Feld der Rechts- und Verfassungsgeschichte an.

Christiane Hoth erhielt den Preis der Volksbank-Raiffeisenbank Bayern Mitte für interdisziplinäre Forschungsprojekte. Ihre Masterarbeit zum Thema „400 Jahre Kolumbus – Zur (Re-)Konstruktion einer lateinamerikanischen Antike auf der Exposición Histórico-Americana in Madrid 1892“  beschäftigte sich kritisch mit der Inszenierung lateinamerikanischer Nationen zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Ein weiterer Preis der Volksbank ging an Privatdozent DDr. Giuseppe Franco. In seiner Habilitationsschrift setzte er sich mit dem Nationalökonomen Wilhelm Röpke und dessen Beitrag zur Wirtschaftsethik und Christlichen Sozialethik auseinander. Dabei geht er auf die Rezeption von Röpkes Denken im deutschen als auch im italienischen Sprachraum ein – im Sinne eines deutsch-italienischen Brückenschlags in der Diskussion um die Soziale Marktwirtschaft.

Die Eichstätter Universitätsgesellschaft zeichnete mit ihrem Preis für herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten den Jordanier Dr. Sami Alhasanat aus. In seiner geographischen Doktorarbeit zeichnet Alhasanat den Aufstieg der Ruinenstadt Petra zur wichtigsten touristischen Attraktion seines Heimatlandes nach, die zu den UNESCO Welterbe-Stätten zählt. Dabei geht er auch auf die Kehrseite von touristischem Wachstum auf die lokale Bevölkerung ein.

Prof. Dr. Klaus Meier (Inhaber des Lehrstuhls für Journalistik I) erhielt den Preis der Liga-Bank-Stiftung für innovative Lehre. Ausgezeichnet wurde sein Lehrmodul „Organisation von Redaktionen und Medien“ des Masterstudiengangs „Journalistik mit dem Schwerpunkt Innovation und Management“. Dabei fungieren die Studierenden als Redaktionsberater, die vor Ort die Arbeit analysieren und anschließend ihre Vorschläge zur Verbesserung der journalistischen Qualität mit den Journalistinnen und Journalisten diskutieren. Basis hierfür sind Projekte der internationalen Redaktionsforschung.