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16.03.18

Feierlicher Auftakt für Projekt "Mensch in Bewegung"

Mit einem Festakt haben am Freitag die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) und die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) gemeinsam den Startschuss für das Projekt „Mensch in Bewegung“ gegeben. Für die Kooperation, die den Technologie- und Wissenstransfer von den beiden Hochschulen hinein in die Region 10 stärkt, werden die THI und die KU vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Freistaat Bayern über die kommenden fünf Jahre mit insgesamt 15 Millionen Euro gefördert.


(v.l.): Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Thomas Doyé, Dr. Christian Lösel, Matthias Graf von Kielmansegg, Prof. Reinhard Büchl, Dr. Frank Strathmann, Prof. Dr. Jens Hogreve und Moderatorin Daniela Olivares. (Fotos: THI/Mario Ratzel)

Prof. Dr. Gabriele Gien und Prof. Dr. Walter Schober schilderten die Entstehung des Projekts.

Matthias Graf von Kielmannsegg erläuterte Hintergründe für die Förderinitiative des Bundes.

Am Festakt in der neuen Aula der THI nahmen 160 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft sowie von bürgerschaftlichen Initiativen teil.

Die THI und die KU wollen mit ihrer Allianz gesellschaftliche und technische Innovationen in der Region voranbringen. Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger sowie die beiden Hochschulen sollen auf diese Weise Ko-Produzenten von Wissen und Innovationen werden. Dazu sind unter anderem Mitmach-Aktionen für Bürger sowie gemeinsame Projekte mit Kommunen, zivilgesellschaftlichen Gruppen und Initiativen geplant. Die vier Themenbereiche „innovative Mobilität“, „Digitale Transformation“, „Nachhaltige Entwicklung“ und „Bürgerschaftliches Engagement“ bilden den Rahmen des Projekts.

„Wir freuen uns über den gemeinsamen Erfolg von ,Mensch in Bewegung‘ – die größte Förderung, die unsere beiden Hochschulen jemals für ein Förderprojekt erhalten haben“, so THI-Präsident Prof. Dr. Walter Schober. „Bei der Ausgestaltung des Projekts legen wir größten Wert auf den engen Dialog der beiden Hochschulen untereinander, ebenfalls mit Unternehmen und Einrichtungen der Region sowie mit Bürgern.“

KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien ergänzte: „Das Besondere an unserem gemeinsamen Ansatz ist unserer Meinung nach, dass wir über die Verzahnung der Kompetenzen beider Hochschulen einen ganzheitlichen und interdisziplinären Zugang zu wichtigen Zukunftsthemen wählen und dadurch das Innovationspotenzial das Hochschulen für die Region bieten, erhöhen. Damit das gelingt, brauchen wir die Zusammenarbeit aller Akteure der Hochschulen und der Region. Die rege Teilnahme heute lässt uns zuversichtlich für den Erfolg des Projekts sein.“

Amtschef Dr. Peter Müller, der höchste Verwaltungsbeamte des Bayerischen Bildungs- und Wissenschaftsministeriums, nannte die beiden Hochschulen in seinem Grußwort ein „Musterbeispiel“ für eine erfolgreiche Kooperation von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Universität sowie für zwei Hochschulen, die nicht nur Lehre und Forschung betreiben, sondern die Ergebnisse derselben für die Gesellschaft nutzbar machen.

Matthias Graf von Kielmansegg, Ministerialdirektor im Bundesministerium für Bildung und Forschung: „Sie haben allen Grund, stolz zu sein, dass Sie in einem exzellenzgeleiteten Prozess ausgewählt wurden. Innovation ist kein linearer Prozess, sondern beruht auf Dialog und Gegenseitigkeit. Die Hochschulen haben erkannt, dass sie auch für die Region und die Menschen um sie herum Verantwortung tragen.“

Prälat Dr. Christoph Kühn betonte in seinem Grußwort stellvertretend für den kirchlichen Träger der KU die Notwendigkeit zu einem Austausch über etablierte Grenzen hinweg. Wichtig sei eine neue Vernetzung, um Ansätze und Lösungen zu entwickeln, die es so noch nicht gebe.

In einer abschließenden Podiumsdiskussion sagte Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel, dass er die Kooperation der beiden Hochschulen sehr schätze, da sich daraus ein Mehrwert für die gesamte Region ergebe. Prof. Reinhard Büchl, regionaler Unternehmer und Leiter des Instituts für Angewandte Nachhaltigkeit, sieht in der Kooperation die Chance für Unternehmen, Hürden zu Hochschulen abzubauen. Daran anknüpfend unterstrich auch Graf von Kielmansegg den Stellenwert derartiger Netzwerke für kleine und mittelständische Unternehmen.

Dr. Frank Strathmann, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Bürgerstiftungen in Bayern, erklärte: „Es ist positiv, dass Förderprogramme dieser Art auch die Zivilgesellschaft vor Ort berücksichtigen.“ Der Erfolg des Projekts könne sich auch daran zeigen, so Prof. Dr. Thomas Doyé, Vizepräsident der THI, dass künftig Kooperationen von Hochschulen mit der Zivilgesellschaft als selbstverständlich erachtet würden. Prof. Dr. Jens Hogreve, Vizepräsident der KU, ergänzte, dass sich auch die Kooperation zwischen den beiden Hochschulen zu einer Selbstverständlichkeit entwickeln könne.