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28.10.16

„Forschen mit leuchtenden Augen“: Eröffnungsfeier des Zentrums für Forschungsförderung

Mit einer Feier im Holzersaal der Sommerresidenz hat sich das neue Zentrum für Forschungsförderung der KU nun der Hochschulöffentlichkeit vorgestellt. Primäre Aufgabe des ZFF ist es, die Aktivitäten aller Angehörigen der KU im Bereich Forschung zu bündeln, zu koordinieren und zu unterstützen. Der Leiter des Zentrums, Dr. Wolfgang Thiel, interpretierte die Abkürzung seiner Einrichtung auch als Motto für das Wesen der Kooperation mit den Wissenschaftlern der KU: „Zusammen forschen fördern“.


Zahlreiche Wissenschaftler der KU folgten den Ausführungen des ZFF-Leiters Dr. Wolfgang Thiel bei der Eröffnungsfeier des Zentrums für Forschungsförderung im Holzersaal der Sommerresidenz. (Foto: Schulte Strathaus/upd)

KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien unterstrich in ihrer Ansprache, dass die Universität mit der Einrichtung des ZFF nach innen und außen den Stellenwert von Forschung unterstreiche und das Zentrum auch unterschiedliche Forschungskulturen integrieren wolle. Gien dankte dem ehemaligen Vizepräsidenten für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Prof. Dr. Rudolf Fisch, für dessen Einsatz rund um den Aufbau des Zentrums. Sein Nachfolger im Amt, Prof. Dr. Jens Hogreve, knüpfte daran an und sagte, dass man sehe „welch gute Entscheidungen in der Vergangenheit getroffen wurden“. Das neue Zentrum könne durch seine Unterstützung für die Wissenschaftler dazu ermutigen, mehr Anträge zur Förderung von Forschungsprojekten zu stellen – auch für Vorhaben jenseits des Mainstreams oder kleinere Projekte. Hogreve warb dafür, Forschungsarbeit auch „mit den leuchtenden Augen eines Kindes“ zu betreiben, das sich für Neues vollkommen begeistern und darauf einlassen könnte.

ZFF-Leiter Dr. Wolfgang Thiel charakterisierte seine Einrichtung als „Ermöglicher“, der Forscher auf dem Weg ihrer Arbeit begleiten wolle. Neben der projektbezogenen Unterstützung berät und unterstützt das Zentrum die Hochschulleitung und andere universitäre Gremien bei der Steuerung und beim Management von Forschungsprozessen. Anliegen der Einrichtung sei nicht nur die Schaffung von Rahmenbedingungen, die Forschung begünstigen, die Chancengleichheit bei Förderprogrammen und die Einwerbung weiterer Drittmittel für Projekte. Vielmehr wolle das ZFF auch übergreifende Forschungstrends in die KU hineintragen. Als weitere Ziele nannte Thiel unter anderem die Vollmitgliedschaft in der Deutschen Forschungsgemeinschaft und als langfristige Perspektive die Beteiligung an Sonderforschungsbereichen und Exzellenzclustern.

Ein Mittel, um günstige Rahmenbedingungen für Forscherinnen und Forscher an der KU zu schaffen, ist die interne Forschungsförderung. Dafür stehen seit 1. August elf Förderlinien – von Reisebeihilfen bis zur Unterstützung von Pilotprojekten - mit einem Fördervolumen von bis zu 1,3 Millionen Euro pro Jahr zu Verfügung.

Eine weitere Aufgabe des ZFF ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Für Promovierende und Postdocs bietet die Graduiertenakademie Beratung und Angebote zur Weiterqualifizierung, Persönlichkeitsbildung und Methodenkompetenz.

Bei der Eröffnungsfeier des Zentrums wurde mit der „Servicestelle Methoden“ ein weiterer Baustein vorgestellt, der Wissenschaftler der KU insbesondere bei der Arbeit mit empirischen Forschungsinstrumenten unterstützen will. Prof. Dr. Stefanie Eifler, Inhaberin des Lehrstuhls für Soziologie und empirische Sozialforschung, und die Soziologin Ramona Kay beraten mit dieser Einrichtung nun Studierende, Promovierende und Habilitierende, die ein empirisches Forschungsprojekt planen oder bereits durchführen.