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20.11.19

Internationaler Austausch zum Schutz von Auwäldern

Dr. Nadira Degembaeva von der kirgisischen Naryn State University und Dr. Dušanka Cvijanović von der Universität Novi Sad in Serbien sind derzeit als Wissenschaftlerinnen zu Gast an Professur für Angewandte Physische Geographie (Prof. Dr. Bernd Cyffka) der KU. Beide arbeiten in den Bereichen Hydrologie bzw. Erneuerbare Energien und kooperieren mit Professor Cyffka sowie dem von ihm geleiteten Aueninstitut Neuburg.


(v.l.) Prof. Dr. Bernd Cyffka gemeinsam mit den Gastwissenschaftlerinnen Dr. Nadira Degembaeva und Dr. Dušanka Cvijanović. (Foto: Schulte Strathaus/upd)

Dr. Degembaeva ist beteiligt am aktuell laufenden Projekt „ÖkoFlussPlan“, bei dem ein Forschungskonsortium unter Leitung von Professor Cyffka untersucht, wie sich die Nutzung der Auwälder entlang des Flusses Naryn in Kirgisistan verträglich gestalten lässt. Gefördert wird das dreijährige internationale Verbundprojekt vom Bundesforschungsministerium. Ihren Aufenthalt an der KU nutzt Degembaeva nicht nur, um im persönlichen Austausch mit den Forschenden an der KU die Arbeiten zu „ÖkoFlussPlan“ voranzutreiben, sondern auch zum Kontakt mit Wissenschaftlern der Technischen Hochschule Ingolstadt, die bei diesem Projekt die Perspektiven von Erneuerbaren Energien für die Bevölkerung entlang des Naryn untersuchen. Denn neben Plantagen aus schnellwachsenden Gehölzen sollen auch moderne Technologien für die Erzeugung erneuerbarer Energien als Alternative zur Entnahme von Holz aus den Auwäldern dienen.

Der Kontakt zur serbischen Wissenschaftlerin Dr. Dušanka Cvijanović wiederum geht auf ein weiteres laufendes Projekt des Aueninstituts der KU zurück: Das seit diesem Jahr laufende Vorhaben „Danube Floodplain“ nimmt eine ganzheitliche Perspektive entlang der gesamten Donau ein und will durch die Bewahrung und Renaturierung von Auen Hochwasserschutz mit Artenschutz verbinden. Insgesamt 24 Partner dieses von der EU geförderten Projektes untersuchen dabei, welche positiven Effekte noch bestehende Auengebiete haben bzw. welches Potenzial derzeit trocken liegende Auen aufweisen, in die der Mensch etwa durch Flussbegradigungen eingegriffen hat. Serbien dient dabei als eine von fünf Pilotregionen, um ein Handbuch zu erstellen, das Planer vor Ort bei Erhalt und Wiederherstellung von Auen im Einzugsgebiet der Donau unterstützt. Cyffka und Cvijanović wollen den aktuellen Austausch auch dazu nutzen, um ein weiteres Projekt in Serbien auf den Weg zu bringen.