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28.01.20

KU entwickelt Handlungskonzept zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Region 10

Wie sich Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Schulen der Region 10 und auch durch außerschulische Angebote stärker verankern lässt, untersucht die Professur für Didaktik der Geographie (Prof. Dr. Ingrid Hemmer) der KU im Auftrag der Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V. (IRMA). Gefördert wird das IRMA-Projekt, durch das bis August dieses Jahres ein Handlungskonzept entstehen soll, vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.


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„Im Zuge der Fridays for Future-Bewegung fordern die Demonstrierenden unter anderem auch eine verstärkte Thematisierung von Fragen einer nachhaltigen Entwicklung im Kontext der Schulen“, erläutert Professorin Hemmer. Zwar sei es in Bayern bis 2017 gelungen, Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) als fachübergreifendes Ziel in den Lehrplänen aller allgemeinbildenden Schularten zu verankern. Doch es stelle sich die Frage, ob die Lehrkräfte sich auch dazu in der Lage fühlen, BNE in ihrem Unterricht angemessen zu integrieren und welche Art von Fortbildungen sie sich wünschen. Wie unterstützen Kommunen Bildung für Nachhaltige Entwicklung – auch in ihrer Funktion als Schulträger, die z. B. für Gebäude und Verpflegung verantwortlich sind? Welchen Beitrag leisten die Schulleitungen, um ihre Einrichtungen insgesamt zu einem Ort mit entsprechender Lern- und Schulkultur zu entwickeln? Und wie können auch Unternehmen die Implementierung unterstützen?

Zu solchen Fragen wollen Professorin Hemmer und ihr Team zunächst eine Bestandsaufnahme erstellen. In einem zweiten Schritt soll der Kontakt zu Lehrkräften aller Schularten gesucht werden, um zu erfahren, wo sie konkret Bedarf sehen und welche unterstützenden Maßnahmen sie sich für die Einbindung von BNE in Schule und Unterricht wünschen. Außerdem sind Workshops mit Schülerinnen und Schülern geplant, um in Erfahrung zu bringen, für welche Themen sie sich interessieren und welche Instrumente oder Inhalte sie sich für den Schulalltag erhoffen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden IRMA in Form von Handlungsempfehlungen zur Verfügung gestellt. In einer nächsten Projektphase können dann einige dieser Empfehlungen umgesetzt werden und somit zu einer stärkeren Implementierung von BNE in der Region 10 beitragen. „Man kann nicht früh genug beginnen, ein nachhaltiges Bewusstsein zu schaffen. Bei unserem MINTmacher-Programm realisieren wir seit Jahren außerschulische Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche sowie Lehrerfortbildungen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz MINT. Nun wollen wir auch im Bereich Nachhaltigkeit entsprechende Angebote entwickeln und umsetzen“ so Iris Eberl, Leiterin der Geschäftsstelle der IRMA. 

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt geht mit dem Nationalen Aktionsplan BNE einher, welcher politische Unterstützung, Verankerung in der Lehrkräftebildung, Verankerung im Curriculum, die Entwicklung des Lernort Schule, Partizipation und BNE zum Ziel hat. Diese Ziele sollen bis spätestens 2030 erreicht werden und verstehen sich im Kontext der Agenda 2030 und den dort formulierten Nachhaltigkeitszielen.

Weitere Informationen zum Projekt unter
www.ku.de/mgf/geographie/didaktik/unsere-forschung/aktuelleprojekte/hakofoe-bne/