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25.11.19

Kulturpreis Bayern für Strubel und de Banffy-Hall

Mit Dr. Isabel Theresia Strubel, Mitarbeiterin der Professur für Sozial- und Organisations­psychologie, und Dr. Alicia de Banffy-Hall, Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Professur für Musik­pädagogik und Musik­didaktik, haben zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen der KU den diesjährigen Kulturpreis Bayern für ihre Dissertationen erhalten. Die Auszeichnung verleiht die Bayernwerk AG gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst seit 2005. Die diesjährigen 33 Preisträger der bayerischen Hochschulen und Universitäten werden von ihrer jeweiligen Hochschule benannt.


Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler überreichte Dr. Isabel Theresia Strubel den Kulturpreis Bayern gemeinsam mit dem Bayernwerk-Vorstandsvorsitzenden Reimund Gotzel (v.l.). (Fotos: Bayernwerk AG)

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler überreichte Dr. Isabel Theresia Strubel den Kulturpreis Bayern gemeinsam mit dem Bayernwerk-Vorstandsvorsitzenden Reimund Gotzel (v.l.). (Fotos: Bayernwerk AG)

Für ihre Dissertation erhielt ebenfalls die Musikpädagogin Dr. Alicia de Banffy-Hall den Kulturpreis Bayern. (Foto: Bayernwerk AG).

Für ihre Dissertation erhielt ebenfalls die Musikpädagogin Dr. Alicia de Banffy-Hall den Kulturpreis Bayern. (Foto: Bayernwerk AG).

Die Sozialpsychologin Dr. Isabel Theresia Strubel hat für ihre Dissertation den Einfluss von Gerechtigkeitsempfinden und Verantwortung auf den Kauf nachhaltiger Lebensmittel untersucht. Dabei spezialisierte sie sich auf Fair-Trade- und andere nachhaltige Produkte. Sie hat ein eigenes Untersuchungsmodell entwickelt und mittels einer Forschungsreihe getestet. Diese umfasst eine Interview-Studie, eine querschnittliche Fragebogenstudie, eine Nachbefragung und eine experimentelle Studie. Im Rahmen der Studien wurden mehr als 1500 Personen befragt. Die Sozialpsychologin kommt zu dem Schluss, dass Verantwortungs- und Gerechtigkeitsmotive hochrelevant sind und einen vielversprechenden Hebel bilden, um nachhaltigen Konsum zu fördern. Dabei sind offensichtlich auch Vorbilder hilfreich: Denn das Wissen, dass andere Menschen Verantwortungs- und Gerechtigkeitsmotiven folgen, begünstigt das eigene nachhaltige Handeln.

Als Musikpädagogin Dr. Alicia de Banffy-Hall hat für ihre Doktorarbeit, die an der Münchner Hochschule für Musik und Theater entstanden ist, die Entwicklung von Community Music in München für den Zeitraum vom 2013 bis 2016 analysiert. Gemeinsam Musik machen, ungeachtet des Alters, der Herkunft, des Talents. Das ist die Idee der „Community Music“. Sie kann Menschen miteinander vernetzen und so gezielt und projektspezifisch zu pädagogischen Zwecken eingesetzt werden. De-Banffy-Hall fokussierte sich auf die Entwicklungen innerhalb der „Münchener Community Music Aktionsforschungsgruppe“. Durch ihre Arbeit an der Dissertation und der Kooperation mit der Gruppe brachte sie die Entwicklung der Community Music in München mit voran. Unter anderem sorgte sie für das erste deutschsprachige Buch über Community Music und etablierte zahlreiche neue Projekte: Community Music ist nun Teil des Education Pro-grammes der Münchener Philharmoniker und wurde als Projekt im Munich Centre for Community Arts aufgenommen. Auch die Hochschule München setzt Community Music inzwischen gezielt ein. „Ich freue mich, dass aus meiner wissenschaftlichen Arbeit so viele Projekte in der Praxis entstanden sind“, sagt die nunmehr promovierte Musikpädagogin, die selbst als Community Musician aktiv ist und am Masterstudiengang Community Music der KU lehrt.