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13.07.16

Kunstpädagogik begleitet Projekt „Tanz an bayerischen Schulen“

Mit 20.000 Euro fördert das Bayerische Kultusministerium das Projekt „Tanz an bayerischen Schulen“, welches von der Professur für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik wissenschaftlich betreut wird. Der Tänzer und Choreograph Alan Brooks konzipiert und leitet die Projekte an Mittel-, Realschulen und Gymnasien in Bayern. In diesem Jahr sind es zehn Schulen, an denen er einwöchige Kurse anbietet.


Alan Brooks erarbeitet bei seinen einwöchigen Kursen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern eine Choreographie, die sie in einer abschließenden Aufführung ihren Mitschülern, Lehrern und Familien präsentieren. (Foto: Jens Corvin)

Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern Freude an der Musik und Interesse an tänzerischer Bewegung zu wecken – und „nebenbei“ damit zu ihrer Persönlichkeits- und Identitätsbildung sowie zur Stärkung der Klassengemeinschaft beizutragen. Insbesondere mit diesem Hintergrund begann das Projekt vor zehn Jahren zunächst an sogenannten „Brennpunktschulen“ und findet mittlerweile auch Eingang an vielen anderen Einrichtungen.

„Unsere wissenschaftliche Begleitung dient als Beitrag zu einer kritischen Wirkungsforschung im Bereich der Kulturellen Bildung und dabei insbesondere der Untersuchung von ästhetischen Erfahrungssituationen“, erklärt Professor Dr. Rainer Wenrich. In der aktuellen Runde wurden dafür bereits 300 Schülerinnen und Schüler sowie 50 Lehrer dazu befragt, welche Erfahrungen sie im Tanzseminar gesammelt haben. Darüber hinaus begleiten Lehramtsstudierende der KU Alan Brooks bei seinen Tanzprojekten für ihre Abschlussarbeiten.

Die grundlegende Forschungsfrage für die Begleitung des Projektes besteht darin, wie Konzeption, Gestaltung und Analyse ineinandergreifen, wenn es um Raumerfahrung und Tanz, bildnerischer Gestaltung und Präsentation geht.