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Vorträge von Prof. Dr. Leonid Luks im Sommersemester 2015


Kolloquium des ZIMOS über die Ukraine - 19. Mai 2015

Der Ukraine-Konflikt aus Kiewer, Moskauer und aus völkerrechtlicher Sicht

Seit der „Orangenen Revolution“ von 2004 stellt die Ukraine wohl das schwächste Glied in der von Moskau beanspruchten Einflusssphäre im postsowjetischen Raum dar. Der Versuch Wladimir Putins, das 1991 zusammengebrochene Sowjetimperium zumindest im „Kleinformat“ wiederherzustellen, scheint davon abzuhängen, ob sich die Ukraine für eine östliche oder eine westliche Option entscheidet. Angesichts dieser Sachlage stellte der Sieg des Kiewer Euromajdan für die Putin-Equipe einen wahren Schock dar. Denn sie ist sich darüber im Klaren, dass der demokratische Aufbruch in einem Land, das mit Russland geschichtlich und sprachlich so eng verwandt ist, nicht an der Grenze der Ukraine stehen bleiben wird. Daher ihr Versuch die Ukraine zu spalten und zu destabilisieren. Begründet wird diese Intervention mit der Aktivität radikal nationalistischer Gruppierungen, die auf dem Euromajdan in der Tat eine wichtige Rolle spielten. Es sind allerdings – trotz gegenteiliger Behauptungen – nicht die ukrainischen Rechtsradikalen, die der Moskauer Führung die größten Sorgen bereiten, sondern die Demokraten. Denn nur sie können durch ihr Beispiel die gelenkten Demokratien im gesamten postsowjetischen Raum aus den Angeln heben. Der Genese, dem Verlauf und den Folgen des gegenwärtigen Ukraine-Konflikts war diese interdisziplinäre Sonderveranstaltung des ZIMOS gewidmet.

Leonid Luks

Dienstag, 19. Mai 2015 um 17.00 Uhr - im Raum KGA 103 

Programm

Moderation: John Andreas FuchsM.A., Eichstätt

1. Vortrag.   Majdan und Euromajdan – zwei ukrainische Revolutionen im Vergleich (Dr. Dr. Andreas Umland, Kiew)

2. Vortrag: Moskaus neoimperiale Doktrin und der Ukraine-Konflikt (Prof. Dr. Leonid Luks, Eichstätt)

3. Vortrag: Moral Minimum of International Law: Cases of Yugoslavia and Ukraine  (Prof. Dr. Marco Trajkovic, Eichstätt)


Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung „Synagogen in Litauen und in Weißrussland“

Am  17. Mai 2013, um 12:30 Uhr, Universitätsallee UA 141

 

Bericht im Eichstätter Kurier vom 22. Mai 2013 (Dominic Possoch





10. Mai 2012

Prof. Dr. Boris Chavkin (Moskau)

"Kontroversen über die Geschichtsschulbücher im postsowjetischen Russland"

Donnerstag, 10. Mai 2012,  um 18:15
Kollegiengebäude I Bau A KGA

Ringvorlesung (Juni - Juli 2011)

Der deutsch-sowjetische Krieg aus historischer und mentalitätsgeschichtlicher Perspektive.
Anlässlich des siebzigsten Jahrestages des Kriegsausbruchs

 Zum Programm

24. November 2009

Veranstaltungsreihe anlässlich des 15-jährigen Bestehens des ZIMOS mit Prof. Dr. Nikolaus Lobkowicz ("Zur Enstehung des ZIMOS") und Dr. Dr. Andreas Umland: ("Die 'Orange Revolution' als postsowjetischer Scheideweg: Demokratisierungsschub in der Ukraine versus Restaurationsimpuls in Russland - Zum 5. Jahrestag der ukrainischen Massenaktion zivilen Ungehorsams des Jahres 2004")

4. November 2009

 

 

Dr. Boris Chavkin (Moskau): "Die Tätigkeit des 'Nationalkomitees Freies Deutschland'und des 'Bundes Deutscher Offiziere' (1943-1945) im Spiegel neuer Dokumente aus russischen Archiven"

3. November 2009

Prof. Dr. Alexander Vatlin Moskau: "Die Bayerische Räterepublik von 1919 und ihre sowjetischen Vorbilder" (im Rahmen des Proseminars von Prof. Dr. Leonid Luks "Lev Trotzkis Auseinandersetzung mit Stalin und Hitler")

18. Mai 2009

Zeitzeuge des Holocaust: Begegnung mit Abba Naor unter der Moderation von Dr. Jürgen Zarusky im Rahmen der Übung "Ghettos im nationalsozialistisch besetzten Ost- und Ostmitteleuropa"

Abba Naor, Holocaust-Überlebender aus Israel, berichtet am Montag 18. Mai, um 15.30 im Ingbert-Naab-Saal, Kapuzinergasse, über seine Erfahrungen im Ghetto von Kaunas, dem KZ Stutthof sowie den Außenlagern Utting und Kaufering I des KZ Dachau. Die Öffentlichkeit ist hierzu herzlich eingeladen. Abba Naor spricht an der Katholischen Universität auf Einladung des Zentrums für Mittel- und Osteuropastudien. Als viel gefragter Zeitzeuge, Organisator israelisch-deutscher Begegnungen und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Bayerische Gedenkstätten engagiert sich der 1928 geborene Naor für Erinnerung und Versöhnung und warnt vor dem erneuten Aufkommen antisemitischer Tendenzen.

13. November 2008

Prof. Dr. Vladimir Kantor (Moskau): "Fedor Stepuns Analyse des Bolschewismus und des Nationalsozialismus"

11. November 2008

Dr. Boris Chavkin (Moskau): "Das Schicksal der deutschen Militärführer in sowjetischer Gefangenschaft im Lichte neuer Dokumente aus russischen Archiven"

10. Juli 2007

Prof. Dr. Aleksandr Vatlin (Moskau): Entscheidungsprozesse der bolschewistischen Führung im Spiegel der Protokolle des Politbüros der 20er und 30er Jahre

25. Juni 2007

Michael Thumann ("Die ZEIT", Hamburg): Föderalismus und Nationalismus in Russland - Von Jelzin zu Putin

25. Juli 2006

Dr. Boris Chavkin (Moskau): "Der Hitler-Stalin-Pakt im Lichte neuer Dokumente aus den russischen Archiven"

2. Mai 2006

Prof. Dr. Vladimir Kantor (Moskau): "Alexander Herzen, Lew Tolstoj und der Westen"  (Vortrag in russischer Sprache im Rahmen der Vorlesung von Prof. Dr. Leonid Luks "Rußland und der Westen vom Beginn der Neuzeit bis zum 20. Jahrhundert")

2. Mai 2006

Dr. Andreas Umland (Jena, Kiew): "Rechtsradikale Gruppierungen und Tendenzen im postsowjetischen Russland"