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Vorstellung des Gesamtkonzepts

 


Verbundprojekt der KU:

"Inklusives Leben und Lernen in der Schule",

gefördert durch die Bayerische Bischofskonferenz,
Laufzeit 2014-2020

 


 

"Eine inklusive Gesellschaft ist eine Gesellschaft mit einem humanen Antlitz und gleicher Würde aller Menschen. Dies anzustreben, kann nur zum Vorteil für uns alle werden."

(Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger 2014)


 

ZUR EINORDNUNG DES GESAMTPROJEKTS

Der wertschätzende Umgang mit gesellschaftlicher Diversität ist die Herausforderung, der sich das Eichstätter Verbundprojekt ‚Inklusives Lernen und Leben in der Schule‘ stellt. Gefördert von der Freisinger Bischofskonferenz haben sich zehn Teilprojekte aus unterschiedlichen Disziplinen zusammengetan, um aus unterschiedlichen Perspektiven und in methodischer Vielfalt einen gemeinsamen Beitrag zur Inklusionsforschung zu leisten.

Ein Mehrwert des vernetzten Ansatzes liegt in der gegenseitigen kollegialen Beratung und Inspiration. Indem die disziplinär ausgerichteten Teilprojekte ihre eigene Expertise und Forschungsprämissen im wissenschaftlichen Austausch mit den anderen Teilprojekten reflektieren und andere Perspektiven aufnehmen, entsteht die Möglichkeit auch der transdisziplinären Dimension der "Herausforderung Inklusion" gerecht zu werden.

Der transdisziplinäre Ansatz wird zudem mit Hilfe des Zentralprojekts realisiert: Das dafür verantwortliche Team aus Professoren und Mitarbeitern sorgt dafür, dass im Verbundprojekt einerseits zwischen seinen Teilprojekten ein Diskursfaden geknüpft wird, der im Grundsätzlichen die Frage nach der Inklusion verfolgt. Unter Berücksichtigung der einzelnen Perspektiven disziplinärer und interdisziplinärer Forschung wird so ein gemeinsames Bild von Inklusion erarbeitet, das als Beitrag aus der KU  in den öffentlichen Diskurs über Ziele, Möglichkeiten und Grenzen einer Inklusiven Gesellschaft eingebracht werden wird. Es entstehen ein Prozess der Selbstvergewisserung von Forschung innerhalb der KU und damit eine Bestimmung von Zielen (selbst)verantwortlicher Forschung im Horizont eines christlichen Menschenbildes.

Das Zentralprojekt unterstützt andererseits die Vernetzung mit der fachlichen und der allgemeinen Öffentlichkeit. Auf diese Weise werden aktuelle Entwicklungen der Inklusionsforschung in die Projekte an der KU eingebracht. Zugleich lassen sich die KU Projekte durch externe Expertise stärken und kritisch hinterfragen. Durch Kooperationen z. B. mit Regionen und Netzwerken einer hervorragenden Inklusionspraxis werden deren Erfahrungen in die Forschung getragen und die Politik aktiver Inklusion verstärkt.

Das Verbundprojekt nimmt sich als Knotenpunkt in einem Netzwerk der Inklusionsforschung und -praxis wahr und stellt sich auch so dar. Von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt aus wird damit ein Ansatz zur Mitgestaltung einer inklusiven Gesellschaft formuliert.

Im Rahmen des Verbundprojekts erschien am 01. November 2018 der Sammelband "Inklusives Leben und Lernen in der Schule" im Klinkhardt Verlag.

Aus dem Klappentext: Inklusive Bildung muss - wie jede Bildung - auch als inklusive Selbstbildung gedacht und gestaltet werden können. Die Beiträge wollen helfen, die Handlungssicherheit von Lehrenden in inklusiven Settings zu stärken. Als ein Schlüssel hierfür wird ihre diagnostische Kompetenz gesehen, die Selbstbildungs-Kompetenz der Lernenden zu suchen und zu erkennen. Anders ausgedrückt: Die Lehrenden sollen sich noch besser als Lernbegleiter/in begreifen können. Ihr Vertrauen in die Fähigkeit der Lernenden ermöglicht eigene Sicherheit und Entlastung. Eine Besonderheit des Verbundprojekts "Inklusives Leben und Lernen in der Schule" liegt im gemeinsamen Aufbruch unterschiedlichster disziplinärer Einheiten, die an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) in den Bereichen Lehrerbildung, Pädagogik und Psychologie verortet sind. Sie machen sich selbst auf den Weg zu einem Verständnis inklusiver Bildung, für deren Praxis verbesserte Möglichkeiten geschaffen werden sollen. Die KU stellt sich der Anforderung, wissenschaftliche Forschung für die Verbesserung einer Praxis inklusiver Bildung fruchtbar zu machen - ein Experiment im Kontext der gesellschaftlichen Verantwortung der Universität.

 

Zum 01. Oktober 2017 wurde das Graduiertenkolleg "Inklusive Bildung" als Teil des Verbundprojekts installiert.In seinem interdisziplinären Ansatz schließt das Graduiertenkolleg an das Verbundprojekt an und gibt die Möglichkeit den Fokus des Verbundprojekts auf weitere Themenbereiche zu erweitern und um spezifische Fragestellungen zu vertiefen. Es widmet sich den übergeordneten Fragestellungen:

  • Welche Bedingungen und Faktoren begünstigen den Prozess der Organisation und Gestaltung inklusiver Institutionen?
  • Wie ist inklusive Bildung als Kompetenzerwerb zu denken und welche Prinzipien leiten ihre Gestaltung als Ermöglichung individueller, gemeinschaftlicher und institutioneller Befähigung?
  • Welche didaktischen/pädagogischen Konzepte und Maßnahmen begünstigen inklusives Leben und Lernen innerhalb und außerhalb der Schule?