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Tagungen der Alten Geschichte in Eichstätt

Tagung: Stadt und Umland (5.-8. Juli 2017)

Vom 5. bis 8. Juli 2017 veranstaltet der Lehrstuhl für Alte Geschichte und die Ernst-Kirsten-Gesellschaft. Internationale Gesellschaft für Historische Geographie der Alten Welt eine Tagung mit internationalen Gästen unter dem Titel "Stadt und Umland".

Organisationsteam/Advisory Board:

Michael Rathmann

Manuel Albaladejo

Tønnes Bekker-Nielsen

Veronica Bucciantini

Anca-Cristina Dan

Kristina Heubach (Postersektion)

Das vorläufige Programm zur Tagung finden Sie hier.

 

 

"Was haben die Römer je für uns getan?"

Rom und seine Provinzen zwischen Integration und Distinktion

Kolloquium der Alten Geschichte und Klassischen Archäologie im Sommersemester 2017

In Vergils Aeneis (I, 279) verkündet Iuppiter stolz, er habe den Römern ein imperium sine fine, eine Herrschaft ohne Grenzen, gegeben. Tatsächlich können wir seit der Späten Republik eine enorme Ausdehnung des römischen Reiches beobachten, die unter Traian ihren Höhepunkt erreichte. Diese Ausdehnung war jedoch weder grenzenlos noch selbstverständlich.

In Rom, der Hauptstadt dieses 'Weltreiches', zeigen die literarischen Quellen wiederholt einen Diskurs auf, der eine Unterscheidung zwischen römisch und nicht-römisch betont. In den Provinzen agierten die römischen Funktionsträger dagegen pragmatisch und situationsbezogen: Durch die Übernahme von lokalen Kulten, gezielte Bürgerrechtsverleihungen sowie den Transfer von Eliten in das 'römische System' versuchte man, bei den Einheimischen um Akzeptanz für die neuen Herrschaftsverhältnisse zu werben und eine 'Romanisierung von innen' zu initiieren. Diese Symbiose von römisch und indigen, von neu und alt, von fremd und eigen wurde unter anderem in den neu gegründeten Städten und im Alltag der Provinzialen sichtbar.

Die 'römischen' Aspekte der materiellen Kultur zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie in den verschiedenen Provinzen unterschiedlichen Mustern folgen. Während im Westen durch kulturelle Beeinflussung, durch gezielte Zentralisierung und Urbanisierung sowie durch die Schaffung von provinzumfassenden Kult- und Verwaltungsstrukturen eine Art 'Mediterranisierung' erreicht werden sollte, war dies in den östlichen, griechisch-sprachigen Provinzen nicht mehr nötig. Hier waren die ersten römischen Bauten - Straßen, Stadtmauern und Brücken - infrastruktureller Natur und wurden von der Provinzverwaltung oder vom Kaiser initiiert und teilweise auch finanziert. Bei den städtischen Bauten wiederum folgten die jeweiligen Akteure einer eigenen Logik, die Traditionen mit Neuem, mit Modernem und mit Römischem zusammenbrachte - Kategorien, die oft nicht leicht zu unterscheiden sind.

Im Rahmen des zweitägigen Kolloquiums sollen unterschiedliche Möglichkeiten der provinzialen und der römischen Akteure in den Blick genommen werden, mit der Spannung zwischen den lokalen Traditionen und den römischen 'Interventionsversuchen' kreativ umzugehen: Welche Wege fand Rom, um die unterschiedlichen Völker seines immer größer werdenden Imperiums in seine Herrschaft einzubinden und damit die teils scharfe Trennung zwischen Italien und den Provinzen zu überwinden? Wie reagierten die Untertanen auf diese Versuche und welche Initiativen ergriffen sie selbst? Welche lokalen und regionalen Besonderheiten gibt es und wie können wir zu einem Verständnis dieser oft nur unzureichend dokumentierten Vorgänge gelangen? Sind unterschiedliche oder auch parallele Entwicklungen in öffentlichen, privaten, religiösen und administrativen Rahmen zu beobachten?

Diesen und weiteren Fragen möchten wir in insgesamt sechs Vorträgen gezielt auf den Grund gehen und damit den Dialog zwischen etablierten Wissenschaftlern und akademischem Nachwuchs eröffnen und fördern.

Programm:

Freitag, 19.05.2017:

Raum UA-141

14:30-15:00 Nadin Burkhardt, Kristina Heubach - Begrüßung und Einleitung

15:00-16:00 Marcus Heinrich Hermanns (Mönchengladbach) - Die Inseln der Pithyusen - Von den Karthagern zu den Römern

16:00-17:00 Kaffeepause

17:00-18:00 Stefan Schorning (Bochum) - Die Verbürgerlichung der spanischen Provinzen in der römischen Republik

18:00-19:00 Wolfgang Spickermann (Graz) - Als die Götter lesen lernten - Die Einführung der Inschriftenkultur in den germanischen Provinzen

Samstag, 20.05.2017:

Raum UA-141

9:30-10:30 Yvonne Schmuhl (München) - Die einheimischen Frauen in den römischen Provinzen

10:30-11:30 Richard Posamentir (Tübingen) - "Halb zog sie ihn, halb sank er hin" - Die Stadt Rom und der römische Osten

11:30-12:30 Kaffeepause

12:30-13:30 Frank Daubner (Trier) - Sibi res non se rebus submittere - Wie sich die Makedonen den Augustus zunutze machten

13:30-14:00 Abschlussdiskussion

Tagung: Die Tabula Peutingeriana (8.-10.Oktober 2015)

Vom 8. bis 10. Oktober 2015 veranstaltet der Lehrstuhl für Alte Geschichte und die Ernst-Kirsten-Gesellschaft. Internationale Gesellschaft für Historische Geographie der Alten Welt eine Tagung mit internationalen Gästen unter dem Titel "Die Tabula Peutingeriana".

Die Vorträge finden im Thomassaal (F 104) des Collegium Willibaldinum (Leonrodplatz 3, 85072 Eichstätt) statt. 

Die Teilnahme ist kostenlos, wir bitten Sie jedoch um eine vorherige Anmeldung bei Prof. Dr. Michael Rathmann (michael.rathmann(at)ku.de) oder Kristina Heubach (K.Heubach(at)ku.de).

Programm:

Donnerstag, 8.10.2015

14:00-14:05: Grußwort: Gernot Michael Müller, Vizepräsident für Profilentwicklung, Vernetzung und Internationales der Universität Eichstätt-Ingolstadt

14:05-14:1: Einführung: Michael Rathmann

Sektion 1 „Grundlagen und mathematische Aspekte I“

Moderation: Gernot Michael Müller

14:15-15:00: Ekkehard Weber (Wien): Die Datierungen des antiken Originals

15:00-15:45: Pascal Arnaud (Lyon): The great cartographic fear of the second century AD: thinking the empire in an expanding world

15:45-16:30: Kurt Guckelsberger (Braunschweig): Mathematisch-kartographische Überlegungen zur Tabula Peutingeriana

16:30-17:00: Kaffeepause

Moderation: Alexander Podossinov

17:00-17:45: Dmitry Shcheglov (St. Petersburg): A Comparative Analysis of Distances on the Tabula Peutingeriana (the Case of Italy)

17:45-18:30: Katerina Ilyushechkina (Moskau): Zur Darstellung von Flüssen auf der Tabula Peutingeriana. Zwischen Dekoration und Funktion

Ab 19:00: Gemeinsames Essen im Ristorante Pizzeria Tartufo (Marktplatz 22)

Freitag, 9.10.2015

Sektion 2 „Räume: Der Westen“

Moderation: Mustafa Sayar

9:00-9:45: Ulrich Fellmeth (Hohenheim): Überlegungen zur Alltagstauglichkeit der Tabula Peutingeriana am Beispiel des Mittelraumes Gallien

9:45-10:30: Michael Rathmann (Eichstätt): Italien auf der Tabula Peutingeriana

10:30-11:00: Kaffeepause

11:00-11:45: Karl Strobel (Klagenfurt): Der Donauraum in der Kartographie des Ptolemaios: Zwischen Aktualität und Antiquiertheit

12:00-13:30: Mittagspause

Moderation: Pascal Arnaud

13:30-14:15: Alexander Podossinov (Moskau): Osteuropa auf der Tabula Peutingeriana: einige Beobachtungen zur kartographischen Technik und Nomenklatur

14:15-15:00: Mustafa Sayar (Istanbul): Die historische Geographie Südostthrakiens nach der Tabula Peutingeriana

Sektion 3 „Räume: Asia minor“

Moderation: Kristina Heubach

15:00-15:45: Andreas Külzer (Wien): Zur Darstellung der thrakischen Chersones und des westlichen Kleinasiens

15:45-16:15: Kaffeepause

16:15-17:00: Sergey Saprykin (Moskau): Machare = Machara of Rav. Anonym. IV.3, V. 10 and Macara of Tab. Peut. VIII. 2: A New Mithridatic Katoikia at Bosporus

17:00-17:45: Ergün Lafli (Izmir): Galatien und Phrygien in der Tabula Peutingeriana: Neue Forschungen im südlichen Galatien

Samstag, 10.10.2015

Sektion 4 „Räume: Asia maior“

Moderation: Bardo Gauly

9:00-9:45: Johannes Engels (Bonn): Die Darstellung des Kaspischen Meeres auf der Tabula Peutingeriana als Indiz für die Zeitstellung ihres Raumbildes?

9:45-10:30: Christiane Braun (Stuttgart): Der Alexander-zug in der Tabula Peutingeriana. Eine Untersuchung der Strecke „Hecantopolis – Alexandria (Areia) – Propasta“ in der TP und in anderen Quellen

10:30-11:00: Kaffeepause

11:00-11:45: Monika Schuol (Berlin): Indien auf der Tabula Peutingeriana

12:00-13:30: Mittagspause

Moderation: Johannes Engels

13:30-14:15: Veronica Bucciantini (Florenz): Die östlichen Grenzen der Oikumene: Bemerkungen über das XI. Segment der Tabula Peutingeriana

Sektion 5 „Grundlagen und mathematische Aspekte II“

14:15-15:00: Kai Brodersen (Erfurt): Vom Wert der Topologie für die Geographie

15:00-15:45: Richard Talbert (Chapel Hill): The Peutinger Map and 'Geographical' Portable Sundials: A Shared Worldview?

15:45-16:00: Michael Rathmann (Eichstätt): Schlusswort

17. Kartographiehistorisches Colloquium in Eichstätt (9.-11.Oktober 2014)

Die Kommission „Geschichte der Kartographie“ der Deutschen Gesellschaft für Kartographie, die D-A-CH-Arbeitsgruppe deutscher, österreichischer und schweizerischer Kartographiehistoriker und der Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt laden herzlich zum 17. Kartographiehistorischen Colloquium vom 9. bis 11. Oktober 2014 in Eichstätt ein.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz statt.

Tagungsbüro: Sommerresidenz, Ostenstraße 26,  Holzersaal (1. OG)

Tagungssaal: Kapuzinerkloster, Kapuzinergasse 2, Raum 209

 

 

 

Programm: 

Mittwoch, 8. Oktober 2014

14:30-18:40 Uhr Öffnung des Tagungsbüros (Sommerresidenz, Ostenstraße26, Eichstätt)

14:45-16:30 Uhr Sitzung der DGfK-Kommission Kartenkuratoren (Senatssaal der Sommerresidenz)

16:45-18:15 Uhr Kartographische Zimelien der Universitätsbibliothek (Staats- und Seminarbibliothek / Teilbibliothek 3; Hofgarten 1)

16:45-18:15 Uhr Workshop zur Globenforschung: Terminologie (Senatssaal der Sommerresidenz)

18:30-19:30 Uhr D-A-CH-Arbeitsgruppe (Senatssaal der Sommerresidenz)

 

Donnerstag, 9. Oktober 2014

9:00-9:30 Uhr Eröffnung des Colloquium

Eröffnungsvortrag:

9:30 bis 10:15 Uhr:  Prof. Dr. Michael Rathmann (Eichstätt): Kartographie von der Antike zum Mittelalter: Bekannte Fakten – alte Fragen – neue Impulse.

10:15-10:45 Pause

1. Sitzung: Kartographie und Politik I

Leitung: Dr. Petra Svatek

10:45Prof. Dr. Jürgen Lafrenz (Hamburg): Die Kartographie als Medium zur territorialen Neugliederung infolge der Französischen Revolution

11:25 ● Dr. Martin Rickenbacher (Bern): Kartenherstellung als Vorwand. Die «Amerikanerbefliegung» der Schweiz von 1946

12:05 bis 14:00 Uhr: Mittagspause

2. Sitzung: Kartographie, Wissenschaft und Geschichte

Leitung: Michael Ritter

14:00 Dr. Thomas Horst (Lissabon): Der Kosmograph Nikolaus von Kues (1401-1464) und die Kartographie des Klosterhumanismus

14:20Dr. des. Ariane Koller (Bern): Kartographierte Geschichte – Gewirkte Wissenschaft. Mediale Transferprozesse zwischen Karten & Tapisserien in den Niederlanden des 16. Jh.

15:00Carsten Berndt (Erfurt): Über 300 Jahre Kartenkunde - Johann Gottfried Gregorii alias Melissantes (1685 – 1770) und sein Beitrag zur Geschichte der Kartographie

15:40Dr. Petra Svatek (Wien): Karten – Profile – Panoramen: Kartographie an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien 1850-1900

16:20-16:50 Uhr: Pause

3. Sitzung: Objekte und Sammlungen

Leitung: Jan Mokre

16:50Dr.-Ing. Annette Hey (Rostock): Rostocker Großer Atlas – Der große Unbekannte

17:30 Dr. George S. Carhart (Dublin): Das Fagel Landkarten Projekt 2014-2015

17:50 Dr. Andreas Christoph (Jena): Museumsperspektiven. Hintergründe und Inhalte bislang unbekannter Kartensammlungen in Thüringen

 

Freitag, 10. Oktober 2014

4. Sitzung: Kartenauswertung

Leitung: Dr. Martin Rickenbacher

09:00Dorothea Hutterer (München): Grenzrekonstruktion der ehemaligen freisingischen Herrschaft Burgrain durch Altkarten

09:40Dr. Georg Zimmermann und Jacob Mendt (Dresden): Digitalisierung, Erschließung und Georeferenzierung historischer Karten

10:20-10:50 Uhr: Pause

5. Sitzung: Laufende Projekte

Leitung: Wolfram Dolz

10:50 Dr. Andreas Christoph (Jena): KartenArchiv+

11:10 Prof. Dr. Imre Demhardt (Arklington): Stand zweier internationaler Projekte: Lexikonprojekt History of Cartography, Vol. 5: 19th Century und Buchreihe Monumenta Cartographica Moderna

11:30 Jürgen Espenhorst (Schwerte): Freischaltung der kooperativen Datenbank AtlasBase

11:50-15:00 Uhr: Mittagspause

13:15-14:45 Uhr Kartographische Zimelien der Universitätsbibliothek (Hofgarten 1; Wh.)

6. Sitzung: Kartentypen

Leitung: Vorname Mesenburg

15:00Prof. Dr. Beata Medynska-Gulij (Posnan): Topographische Manuskriptkarten aus der zweiten Hälfte des 18. Jhs. in der Technik Aquarell und Tuschezeichnung in der British Library in London

15:40 Elias Weirauch und Prof. Dr. Wolf Günther Koch (Dresden): Struktur und Entwicklung der Karten in den Baedeker-Reiseführern 1827 bis 1945

16:20 Dr. Thomas Schulz (Neuchâtel): Der „Graphisch-statistische Atlas der Schweiz“ von 1914

16:40-17:10 Uhr: Pause

Poster: Markus Oehrli (Zürich): Kartografie in Berlin 1943

7. Sitzung: Kartographie und Politik II

Leitung: Kristina Heubach

17:10 Agnes Laba (Marburg): Im „Mäntelchen wissenschaftlich beglaubigter Tatsächlichkeit“ – Landkarten als Erinnerungsort und Propagandamittel im deutsch-polnischen Konflikt der Zwischenkriegszeit

17:50 Marcus Greulich (Passau): Deutschlandpolitisches Denken im kartographischen Wandel

 

Samstag, 11. Oktober  2014

8. Sitzung: Karten schaffen

Leitung: Hans-Uli Feldmann

09:00Friedrich Wilhelm Krücken (Duisburg): Was hat die „quadratura circuli“ in der Kartographie zu suchen

09:40Prof. Dr. Joachim Neumann (Wachtberg): Die kartographische Bearbeitung der Karten der Schedelschen Weltchronik 1493

10:20Prof. Dr. Peter Mesenburg (Essen):  Karten als Grundlage gerechter Besteuerung - Zur Genauigkeit des Klevischen Katasters (1732-1738)

11:00Dr. Werner Stams (Radebeul): Der Wandel von der analogen zur digitalen Kartenherstellung in seiner Auswirkung auf das Kartenschaffen im 20. Jahrhundert

11:40-12:00 Uhr:  Abschluss des Colloquiums

 

Anmerkungen:

Vortrag (30 min Vortrag + ca. 10 min Diskussion)

Bericht  (15 min Vortrag + ca. 5 min Diskussion)