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Forschungsschwerpunkte und Kooperationen

Wissenschaftlicher Kommentar zur Tabula Peutingeriana (Prof. Dr. Michael Rathmann) [DFG-Projekt zur Tabula Peutingeriana]

Die Tabula Peutingeriana ist eines der beeindruckendsten antiken Zeugnisse, das uns in mittelalterlicher Kopie überliefert ist. Auf der rund 7 Meter langen Pergamentrolle ist annähernd die ganze bekannte ‚antike Welt‘ von Iberien bis Indien abgebildet - und dies bei einer Rollenhöhe von lediglich 36 cm. In Anbetracht der Bedeutung dieses Zeugnisses für die Kartographie der Antike überrascht es, dass bislang kein wissenschaftlicher Kommentar vorliegt. Ein solches Projekt offeriert zudem alle Optionen zeitgemäßen Forschens, denn nur fächerübergreifend kann dieses Vorhaben realisiert werden. Des Weiteren bietet die Tabula Potential für drittmittelfinanzierte Forschung, z. B. im Verbund mit Nachbardisziplinen. Im Resultat kann dieses Unternehmen zentrale Fragen z. B. zur antiken Raumerfassung, zur Entstehung und Datierung der Tabula selbst sowie zur Wahrnehmung der Oikumene in der Antike beantworten helfen.

http://www.wbg-wissenverbindet.de/shop/de/wbg/tabula-peutingeriana

Vom 8. bis 10. Oktober 2015 fand zum Thema Tabula Peutingeriana eine internationale Tagung der Ernst-Kirsten-Gesellschaft statt. Alle Informationen finden Sie auch auf dem Flyer zur Tagung (PDF).

Tagungsbericht von PD Dr. Silke Diederich (Uni Köln).

Vom 19. bis 21. September findet in Wien eine internationale Tagung des DFG-Projektes statt. Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link [PDF].

 

Aufnahme der Meilensteine der römischen Reichsstraßen der Provinz Lusitania (Prof. Dr. Michael Rathmann)

Seit dem CIL-Band II von A. Hübner (1869) ist keine zusammenfassende Aufarbeitung der Meilensteine aus Lusitanien mehr vorgelegt worden. Den zeitgemäßen Editionen entsprechend, sollen die Miliarien nicht isoliert ediert, sondern im Zusammenhang mit allen für viae publicae relevanten Quellen aufgearbeitet werden. Ein solches Vorhaben verspricht auch neue Erkenntnisse zum römischen Städtewesen im Westen der Iberischen Halbinsel.


Biographie des Kaisers Nero (Prof. Dr. Michael Rathmann)

Nero-Biographien gibt es zahlreich. In der Regel wird darin entweder das Bild eines Despoten (Brandstifter Roms, Christenverfolger, Muttermörder usw.) gezeichnet oder aber der Versuch unternommen, die bisweilen bizarren Handlungen des Princeps als Verzerrung einer feindlich gesonnenen Geschichtsschreibung zu relativieren. Die Konzeption dieser Nero-Biographie will weder den geläufigen Deutungsansätzen folgen noch den Kaiser als einen unter vielen Akteuren der römischen Geschichte abhandeln. Vielmehr soll der Fokus konsequent auf die Person gerichtet und so das Bild eines menschlich unausgereiften, widersprüchlichen und bisweilen überforderten Princeps nachgezeichnet werden.


Mitarbeit an der „Gnomon. Bibliographische Datenbank“ (zusammen mit Jürgen Malitz, Eichstätt & Gregor Weber, Augsburg)