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Forschungsschwerpunkte und Kooperationen

Mitarbeit im DFG-Projekt "Wissenschaftlicher Kommentar zur Tabula Peutingeriana"

Die antiken Wurzeln des Papsttums

Das Projekt rekonstruiert für den Zeitraum vom (behaupteten) Wirken und dem Martyrium der Apostel Petrus und Paulus in Rom bis in den Pontifikat Gregors I. (590-604 n.Chr.) die zusätzlich zur biblisch-theologischen Grundlegung des päpstlichen Primatsanspruchs erfolgte Integration pagan-imperialer Traditionen in die Geschichte der römischen Kirche. Im Fokus steht also die Formierung, d.h. die "Gründung" und Stabilisierung, die Funktionsweise und die Transformation des antiken Papsttums in seinen historischen Rückbezügen.

Globalisierung in der Antike?

Am Beispiel der Etablierung antiker Fernhandelsbeziehungen im geographischen Raum zwischen Rom, Afrika, Arabien und Indien in den ersten drei nachchristlichen Jahrhunderten werde ich ausloten, inwiefern das Funktionsmodell der Globalisierung innovative Interpretationsansätze liefert für die Analyse transozeanischer und transkontinentaler Interaktion in der Antike. Sehr viel mehr als in der bisherigen Forschung liegt der Fokus auch auf den Auswirkungen der Expansion und Verdichtung derartiger großräumiger Netzwerke auf die involvierten Gesellschaften (spill-over-effects): Auf der Grundlage einer Neuinterpretation antiker Quellen aus wirtschaftsgeographischer Perspektive werden diese Kernprozesse von Globalisierung sichtbar gemacht.