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Europäisches Studierendentreffen 2016

Anlässlich des 500. Jahrestages des in Freiburg/Fribourg zwischen der Schweiz und Frankreich unterzeichneten "Ewigen Friedens" fand zwischen dem 27. November und 1. Dezember 2016 an der Universität Freiburg/Fribourg (Foto: unifr.ch) ein europäisches Studierendentreffen statt.

Die 36 TeilnehmerInnen aus acht Staaten nahmen dabei nicht nur an diversen Festveranstaltungen und Vorträgen teil, sondern setzten sich im Sinne einer praxisorientierten Wissenschaft aktiv mit dem Friedensbegriff und dessen Bedeutung in/für Europa auseinander und besuchten daneben u.a. auch den Sitz der Vereinten Nationen in Genf. Ergebnis der Arbeit in vier Workshops, in Kleingruppen und Plenumsdiskussionen ist eine "Friedensresolution", die die historische Bedeutung des Jubiläums zum Anlass nahm, die Kernfrage des Friedens für die europäische Gegenwart neu aufzuwerfen. Diese wurde in den drei Arbeitssprachen des Treffens - Deutsch, Englisch und Französisch - verfasst und veröffentlicht.

Mit einem Klick geht es hier zur Resolution der Studierenden...

Die KU wurde auf diesem Treffen von vier Studierenden sowie Andreas N. Ludwig vom Lehrstuhl für Internationale Beziehungen vertreten, die auf den Internetseiten der KU folgendes zu berichten hatten:

 

„Wie können wir in Frieden leben, wenn wir Angst haben? Wir gehören alle zur selben grossen Familie, die Menschheit heisst, und der Frieden ist der tägliche Kampf aller von uns.“ (Text der Gedenkplakette zum 500. Jahrestag des Ewigen Friedens am Rathaus von Freiburg) (Foto: Christian Einsiedler)

Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums des Ewigen Friedens zwischen der Schweiz und Frankreich lud der Lehrstuhl für Europastudien der Universität Freiburg / Université de Fribourg (CH) vom 27. November bis zum 1. Dezember 2016 zu einem europäischen Studierendentreffen zum Thema „Frieden in Europa“ ein. Insgesamt 36 Studierende aus acht europäischen Ländern (Schweiz, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Litauen und Spanien) nahmen teil, darunter auch vier ausgewählte Studierende der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Für die KU mit dabei waren: Christian Einsiedler (BA int. Disz. PoWi), Shari Gerlach (MIB), Fabio Jacob (MA DFS) und Julia Wagner (MIB). Begleitet wurden sie von Andreas N. Ludwig, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen.

Ziel der viertägigen Veranstaltung waren die akademische Auseinandersetzung mit dem Thema „Frieden“ aus verschiedenen Perspektiven, der universitäre und persönliche Austausch zwischen den europäischen Studierenden sowie die Erarbeitung einer Resolution über den (Zu-)Stand des Friedens im gegenwärtigen Europa. Eine Reihe wissenschaftlicher Vorträge, unter anderem von den renommierten Historikern Heinz-Gerhardt Haupt und Edouard Husson, bildete den Rahmen. Wortbeiträge aus der politischen und diplomatischen Praxis, etwa der Schweizer Nationalrätin Regula Ritz sowie etlicher Botschafter der teilnehmenden europäischen Länder, ergänzten die theoretischen Perspektiven.

Am 29. November fand zur Feier des Vertragsschlusses des Ewigen Friedens im Jahre 1516 ein feierlicher Staatsakt statt, zu dem die Freiburger Regierung und der Gemeinderat der Stadt Freiburg auch die TeilnehmerInnen des Studierendentreffens eingeladen hatten. Ehrengäste waren u.a. der Schweizer Bundesrat Guy Parmelin und der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian. Ein weiterer Höhepunkt war tags darauf der Besuch der Vereinten Nationen im Palais des Nations in Genf, bei dem sich die Teilnehmenden ein Bild von der praktischen Arbeit einer internationalen Organisation, die sich weltweit für den Frieden einsetzt, machen konnten. Dabei stellte sich David A. Chikvaidze, Kabinettschef des Generaldirektors, in einer Diskussionsrunde den Fragen der Studierenden.

Zur Vorbereitung der geplanten Resolution wurden die Studierenden in vier Workshops eingeteilt, um den Begriff des Friedens aus philosophischer, historischer, politischer und globaler Perspektive zu beleuchten. Nach ergiebigen Diskussionen in Kleingruppen und teils zähem Ringen im Plenum wurde schließlich auf dieser Grundlage eine Resolution zum Frieden im gegenwärtigen Europa verabschiedet. Der Wortlaut der Resolution wurde in den drei Arbeitssprachen des Treffens veröffentlicht und findet sich nachstehend.

Die persönlichen Erfahrungen der vier teilnehmenden Studierenden der KU zeugen vom Gelingen des Treffens. So resümiert etwa Shari Gerlach rückblickend, dass „die junge Generation in weiten Teilen Europas den Frieden als selbstverständlich erachtet. Durch dieses Treffen wurde uns vor Augen geführt, dass wir für unsere Werte einstehen müssen.“ „Mich“, so Julia Wagner, „beeindruckte insbesondere die reibungslose Verständigung in den drei Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch.“ Und Christian Einsiedler freut sich: „Für uns Teilnehmer war die Chance, neue Kontakte zu anderen europäischen Studierenden zu knüpfen, bereichernd.“ Abschließend gilt es noch Dank zu sagen – mit den Worten Fabio Jacobs: „Bedanken möchten wir uns bei unserer Partneruniversität in Freiburg/Fribourg und den dortigen Verantwortlichen für die gelungene Organisation des Treffens sowie bei der Fachschaft Europastudien für die herzliche Betreuung vor Ort. Die Tage waren eine anregende Erfahrung, die allen TeilnehmerInnen vor Augen geführt hat, dass der Friede in Europa auch in Zukunft täglich verteidigt werden muss, wenn er Bestand haben soll.“

Beim Besuch der VN in Genf (von links nach rechts): Julia Wagner, Shari Gerlach, Fabio Jacob, Andreas N. Ludwig und Christian Einsiedler (Foto: Christian Einsiedler)