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Ausbildungsziele, Studiengänge und -organisation

Wer sich für ein Studium der Volkskunde entscheidet, sollte Offenheit und ein intensives Interesse für Menschen in all ihren unterschiedlichen Lebensformen und -welten mitbringen. Nicht nur die gegenwartsbezogenen empirischen Verfahrensweisen der Volkskunde wie Befragung oder Beobachtung erfordern einen hohen Grad der Teilnahme und Einfühlung, auch die Analyse historischer Quellen und deren Interpretation verlangen eine Auseinandersetzung mit dem eigenen scheinbar Vertrauten und dem Unbekannten. Ohne sie ist ein Verstehen des uns "fremden", "anderen" Denkens und Handels nicht möglich. Im Studium werden diese (inter)kulturellen Kompetenzen vertieft eingeübt und erlernt.

Das Volkskundestudium ist keine spezifische Berufsausbildung. Vielmehr werden Fähigkeiten entwickelt, kulturelle Phänomene und die dazugehörigen Dokumente zu beschreiben, zu analysieren, zu interpretieren und die Ergebnisse zu vermitteln. Hierzu gehören auch Schlüsselqualifikationen, Objekte der Sachkultur zu sammeln, zu inventarisieren, zu dokumentieren und zu präsentieren.

Diese Qualitäten erweisen sich für Tätigkeitsbereiche der öffentlichen wie freien Kulturarbeit als grundlegend, ja unabdingbar. Studierende sollten die Gestaltungsfreiheit, die die Studiengänge bieten kreativ und engagiert nutzten. Die Aussichten auf einen erfolgreichen Berufseinstieg erhöhen sich mit der Kompetenz selbständig, flexibel und zweckentsprechend auf Arbeitsanforderungen und -situationen zu reagieren.

Praktische Erfahrungen sind dabei von großem Nutzen. Sie können durch Projekte an der Universität und Praktika während der Semesterferien an vielerlei denkbaren Arbeitsplätzen gesammelt werden wie Museen, Sammlungen, Zeitungen, Rundfunk. Dringend empfohlen wird die Teilnahme an Lehrveranstaltungen, die keiner Nachweispflicht unterliegen. Des Weiteren sollten Spezialveranstaltungen und Gastvorträge, auch in anderen Fachbereichen, wahrgenommen werden. Besonders die Teilnahme an Tagungen und Kongressen fördert den Erwerb vielfältiger Kenntnisse unterschiedlicher Themenbereiche und das Kennenlernen anderer Lehrmeinungen. Hierzu bieten auch Exkursionen während des gesamten Studiums eine günstige Gelegenheit. Ein Auslandsstudium (Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz, Ungarn, etc.) ist wärmstens zu empfehlen.

Nähere Informationen zu den angebotenen Fachstudiengängen sind unter "Studium" zu finden.