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Modulübersicht

Europäische Ethnologie/Volkskunde (60 ECTS)

Die Pflichtmodule teilen sich in die Basismodule I-III, die Überblicksmodule I-III und die Vertiefungsmodule I-III, von denen eines ein Praktikum beinhaltet, auf.

Europäische Ethnologie/Volkskunde (30-60 ECTS)

Die Pflichtmodule umfassen das Basismodul I und II, das Überblicksmodul I und II und das Vertiefungsmodul III.

 

Module

Basismodul I: Einführung: Grundlagen und Zugänge (5 ECTS-Punkte): Vorlesung mit Übungscharakter (2 SWS); Tutorium oder angeleitetes Selbststudium (1 SWS); Modulprüfung: Klausur

Das Modul führt in das Fach als eine empirische und historische Kulturwissenschaft ein unter Berücksichtigung seiner Sozial- und Wissenschaftsgeschichte. Es vermittelt erste Einblicke in das Verstehen historischer und kultureller Prozesse im Spannungsfeld von Tradition und Wandel. Methodisch werden Grundlagen der Quellenkritik sowie von Analyse- und Interpretationsverfahren am Beispiel von Alltagskulturen der Europäischen Moderne vorgestellt und eingeübt. Es werden grundlegende Fach- und Methodenkompetenzen erworben mit dem Ziel des Erkennens der historischen Bedingtheit kulturellen Handelns.

 

Basismodul II: Methoden und Theorien (5 ECTS-Punkte): Übung (2 SWS); Lektürekurs (1 SWS); Modulprüfung: Portfolio oder Abschlussklausur

Das Modul vermittelt Grundkenntnisse wissenschaftlicher Arbeitsweisen und methodischer Zugänge im Zusammenhang und im Vergleich mit Nachbarwissenschaften. Es gewährt einen Überblick über kulturtheoretische Positionen in der Europäischen Ethnologie / Volkskunde. Die Studierenden üben dabei erstmals empirisches Arbeiten und problemorientiertes Aufarbeiten von Forschungsergebnissen zu (alltags-)kulturellen Phänomenen ein. Ziel ist dabei die Ausbildung von Reflexions-, Strukturierungs- und Präsentationsfähigkeiten.

 

Basismodul III: Themen und Forschungsfelder (5 ECTS-Punkte): Vorlesung (2 SWS); begleitende Übung oder Lektürekurs (1 SWS); Modulprüfung: Abschlussklausur oder mündliche Prüfung

Anhand ausgewählter Forschungsfelder (z.B. Brauch- und Ritualforschung, Religions- und Frömmig­keitsforschung, Erzählforschung, Migrationsforschung, Geschichte von Wissensmilieus, Sozial­geschichte regionaler Kulturen, Materielle Kultur und ihre Repräsentation) werden (All­tags-)Kulturen der Moderne beschrieben, analysiert und gedeutet. Dabei werden neben Wechselwirkun­gen zwischen Mikro- und Makroprozessen, d.h. zwischen lokalen und übergreifenden Gegebenheiten und Prozessen, auch Ablauf und Folgen moderner Transformationsprozesse (u.a. Säkularisierung, Modernisierung, Globalisierung etc.) sowie Transferprozesse thematisiert. Ziel dieses Moduls ist es, die Studierenden mit unterschiedlichen Forschungsansätzen vertraut zu machen und sie mittels erstem Grundlagenwissen zu befähigen, problemorientierte Kulturanalysen anhand ausgewählter Fallstudien zu (Alltags-)Kulturen in der historischen sowie in der empirischen Kulturwissenschaft auszuarbeiten.

 

Überblick I: Themen- und Forschungsfelder (5 ECTS-Punkte): Proseminar oder Exkursion (2 SWS); begleitender Lektürekurs (1 SWS); Modulprüfung: Hausarbeit oder Exkursionsbericht

Anhand ausgewählter Forschungsfelder (z.B. Brauch- und Ritualforschung, Religions- und Fröm­mig­keitsforschung, Erzählforschung, Migrationsforschung, Geschichte von Wissensmilieus, Sozial­geschichte regionaler Kulturen, Materielle Kultur und ihre Repräsentation) werden (Alltags-)Kul­turen der Moderne beschrieben, analysiert und gedeutet. Fallstudien zu (Alltags-)Kulturen der Moderne werden sowohl aus historisch- als auch aus empirisch-kulturwissenschaftlichen Blickwinkeln beleuchtet. Dabei werden neben Wechselwir­kun­gen zwischen Mikro- und Makroprozessen, d.h. zwischen lokalen und übergreifenden Gegebenhei­ten und Prozessen, auch Ablauf und Folgen moderner Transformationsprozesse (u.a. Säkularisierung; Modernisierung, Globalisierung etc.) sowie Transferprozesse thematisiert.

Auf der Grundlage des bisherigen inhaltlichen, methodischen und theoretischen Wissens sollen die Studierenden unter Anleitung ein Thema bearbeiten und erste Kompetenzen zur Präsentation von Recherche- und Analyseergebnissen sowie zum Verfassen wissenschaftlicher Texte ausbilden.

 

Überblick II: Themenfelder- und Forschungsansätze (5 ECTS-Punkte): Vorlesung (2 SWS); beglei­tendes Tutorium (1 SWS); Modulprüfung: Abschlussklausur

Das Modul führt in geschichts- und kulturwissenschaftliche Forschungskonzepte zu den anthro­pologischen Bezugsrahmen Zeit – Räume – Kulturen ein. Im Mittelpunkt steht die Bedeutung historisch gewachsener Raum- und Zeitvorstellungen und -konstruktionen (z.B. mental maps, Erfahrungs­räume, Ethnozentrismus, z.B. Orient und Okzident, Westeuropa und Osteuropa sowie weitere regionale und lokale Konstruktionen) mit ihrem Einfluss auf Fremdwahrnehmung, Denkstereotypen und Wertvorstellungen.

Die Studierenden gewinnen erste Einblicke und Kenntnisse über historisch-kulturelle Transfer- und Transformationsprozesse am Beispiel der anthropologischen Bezugsrahmen Zeit – Räume – Kulturen und üben die Reflexion kultur- und geschichtstheoretischer Horizonte ein. Die beispielhafte Analyse von Kulturkontakten und Kulturkonflikten rundet den Inhalt des Moduls ab.

 

Überblick III: Themen- und Forschungsfelder (5 ECTS-Punkte): Vorlesung (2 SWS); begleitende Übung oder Lektürekurs (1 SWS); Modulprüfung: Abschlussklausur oder mündliche Prüfung

Anhand ausgewählter Forschungsfelder (z.B. Brauch- und Ritualforschung, Religions- und Frömmig­keitsforschung, Erzählforschung, Migrationsforschung, Geschichte von Wissensmilieus, Sozialge­schichte regionaler Kulturen, Materielle Kultur und ihre Repräsentation) werden (Alltags-)Kulturen der Moderne beschrieben, analysiert und gedeutet. Dabei werden neben Wechselwirkungen zwischen Mikro- und Makroprozessen, d.h. zwischen lokalen und übergreifenden Gegebenheiten und Prozessen, auch Ablauf und Folgen moderner Transformationsprozesse (u.a. Säkularisierung, Modernisierung, Globalisierung etc.) sowie Transferprozesse und sowohl rezeptions- als auch beziehungsgeschichtliche Zugänge thematisiert.

Ziel dieses Moduls ist es, die Studierenden mit unterschiedlichen Forschungsansätzen bekannt zu machen und sie zu befähigen, kulturelle Phänomene über den wissenschaftlichen Vergleich in his­torische, gesellschaftspolitische und soziale Kontexte zu stellen und Prozesse des kulturellen Wan­dels wahrzunehmen. Im Zentrum steht zudem die Fähigkeit zur eigenen Recherche und inhaltlichem Wissenstransfer.

 

Vertiefung I: Themen und Forschungsfelder (10 ECTS-Punkte): Proseminar/Exkursion (2 SWS); begleitender Lektürekurs (1 SWS); Modulprüfung: Hausarbeit

Anhand ausgewählter Forschungsfelder (z.B. Brauch- und Ritualforschung, Religions- und Frömmigkeitsforschung, Erzählforschung, Migrationsforschung, Geschichte von Wissensmilieus, Sozialgeschichte regionaler Kulturen, Materielle Kultur und ihre Repräsentation) werden (All­tags-)Kulturen der Moderne beschrieben, analysiert und gedeutet. Dabei werden neben Wechselwirkun­gen zwischen Mikro- und Makroprozessen, d.h. zwischen lokalen und übergreifenden Gegebenheiten und Prozessen, auch Ablauf und Folgen moderner Transformationsprozesse (u.a. Säkularisierung, Modernisierung, Globalisierung etc.) sowie Transferprozesse thematisiert.

Auf der Grundlage des bisherigen inhaltlichen, methodischen und theoretischen Wissens bearbei­ten die Studierenden ein Thema eigenständig und bilden Kompetenzen zur Präsentation von Recherche- und Analyseergebnissen sowie zum Verfassen wissenschaftlicher Texte weiter aus. Ziel hierbei ist sachgerechte und kritische Anwendung des Gegenstands- und Methodenwissens auf ausgewählte Fallstudien zu (Alltags)Kulturen der Moderne sowohl in der historischen als auch in der empirischen Kulturwissenschaft.

 

Vertiefung II: Berufsfeldbezogene Zusatzqualifikation  (Modul mit Praxisbezug)  (10 ECTS-Punkte): 6-wöchiges Praktikum mit nicht bewertetem Praktikumsbericht

Mit einem Praktikum gewinnen die Studierenden erste Einblicke in ein mögliches späteres Berufsfeld (Museen, Archive oder andere kulturhistorische/-wissenschaftliche Forschungsinstitutionen, Kulturzentren und andere Bereiche der Erwachsenenbildung, Ausstellungs- oder Kongressorganisationen, Verlage, Bereiche journalistischer Tätigkeitsbereiche diverser Medien, etc.). Die selbstständige Suche nach und Kontaktaufnahme mit einschlägigen Institutionen, der Erwerb von praxis- und berufsfeldorientierten Kenntnissen und die Anwendung bislang erworbener Kompe­tenzen in Bereichen wie z.B. Organisationswesen, Dokumentation, Präsentationstechniken, Text­gestaltungen oder Beratungen, dient der Orientierungshilfe bei der späteren Stellensuche. Das Praktikum kann ab dem 4. bis zum 6. Semester absolviert werden. Wählen die Studierenden im Wahlbereich ein fachspezifisches Lehrforschungsprojekt, kann die Praktikumszeit auf vier Wochen reduziert werden.

 

Praktikum im Rahmen des Interdisziplinären Bachelorstudiengangs – Profil Flexibler Bachelorstudiengang (5 ECTS-Punkte) mindestens 4-wöchiges Praktikum; Praktikumsbericht (mindestens 2600 Wörter)

Durch das Praktikum sollen die Studierenden an ein mögliches berufliches Betätigungsfeld herangeführt werden. Eine frühe individuelle Profilbildung ist hier besonders wichtig, da den Studierenden aufgrund der durch das Studium erworbenen Kompetenzen und Fertigkeiten ein weites Spektrum von Betätigungsfeldern offen steht.

Die Studierenden können das Praktikum auch dazu nutzen, einen Bezug zu einem möglichen Thema für die Bachelorarbeit herzustellen.

 

Vertiefung III: Themen und Forschungsfelder (10 ECTS-Punkte): Hauptseminar (2 SWS); Vorle­sung (2 SWS); Modulprüfung: Hausarbeit

Anhand ausgewählter Forschungsfelder (z.B. Brauch- und Ritualforschung, Religions- und Frömmig­keitsforschung, Erzählforschung, Migrationsforschung, Geschichte von Wissensmilieus, Sozial­geschichte regionaler Kulturen, Materielle Kultur und ihre Repräsentation) werden (All­tags-)Kulturen der Moderne beschrieben, analysiert und gedeutet. Im Mittelpunkt stehen histo­risch wie gesellschaftlich vergleichende Zugänge. Thematisiert werden vor allem Rezeptions-, Transfer- und Transformationsprozesse in gesellschaftlichen und kulturellen Feldern. Die Ver­mittlung aktueller Tendenzen der Forschung und eine intensive Diskussion von Konzepten zu Pro­zessen wie Traditionalisierung, Modernisierung, Globalisierung, Regionalisierung, Beschleunigung, etc. und Multi-, Trans- sowie Interkulturalität soll die eigenständige Entwicklung von Fragestellun­gen,  Problemlösungen  und Methodenwahl fördern. Ziel ist ein Ausbau der wissenschaftlichen Analyse-, Argumentations- und Schreibfähigkeiten. Kompetenzen zur Präsentation von Recherche- und Analyseergebnissen sowie zum Verfassen wissenschaftlicher Texte werden weiter ausgebil­det.

 

Beim Ablegen der Bachelorarbeit im Fach Europäische Ethnologie/Volkskunde:

 

Modul zur Bachelorarbeit: Wissenschaftliches Kolloquium (5 ECTS-Punkte): nicht bewerteter Projektbericht oder andere wissenschaftliche Textform

In der Veranstaltung werden die Studierenden systematisch begleitet in ihren eigenständigen Forschungs-, Dokumentations- und Auswertungsarbeiten im Rahmen der anzufertigenden Bachelorarbeit. Sie werden beraten in der Aufstellung eines Forschungsplanes und der Konzeptentwicklung für ihre erste größere selbständige Kulturanalyse und -interpretation. Die Präsenta­tion und Diskussion des Forschungsdesigns (Fragestellung, methodischer Zugriff, Datenerhebung und -auswertung, Gliederung, Darstellungsformen) und der ersten Ergebnisse im Kontext aktueller Tendenzen der Forschung – auch interdisziplinär – soll die Argumentations- und Diskussionsfähig­keit im Hinblick auf die Abschlussarbeit schärfen.

 

Bachelorarbeit (10 ECTS-Punkte): selbstständiges Arbeiten, Bachelorarbeit

Mit der Bachelorarbeit wird der Nachweis von vertieften Fachkompetenzen durch die Handha­bung von wissenschaftlichen Kenntnissen und Einsichten, Fertigkeiten und Arbeitstechniken im Hinblick auf ein Forschungsthema (Materialsammlung, Analyse, Interpretation) erbracht, präsen­tiert und dokumentiert.