Sie befinden sich hier: KU.de  Kleine Fächerwoche

"Andere Zeiten - andere Räume": Kleine-Fächer-Woche 20. bis 26. Januar 2020


Die Aktionswoche „Andere Zeiten – andere Räume“ der KU bietet vom 20. bis 26. Januar mit zahlreichen Veranstaltungen auch außerhalb der Universität Einblick in die Arbeit und die Relevanz der sogenannten Kleinen Fächer. Dabei handelt es sich um Fächer, die in Deutschland pro Universitätsstandort mit nicht mehr als drei Professuren vertreten sind. Mit der „Kleinen-Fächer-Woche“ will die KU unterstreichen, welche Bedeutung auch diese Themenfelder haben, um aus anderen Zeiten und Räumen neue Erkenntnisse für die Gesellschaft der Gegenwart zu gewinnen. Gefördert wird die Aktionswoche von der Hochschulrektorenkonferenz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.


Kleine Fächer im Porträt

Klassische Archäologie, Alte Geschichte, Musikpädagogik, Kunstpädagogik, Europäische Ethnologie, Lateinamerikastudien und Christlicher Orient - das Spektrum der Kleinen Fächer an der KU ist weit. Doch womit beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler? Welche aktuellen Bezüge gibt es? Und welche Perspektiven bietet einem das Studium? Antworten darauf geben die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst in Videoporträts der Kleinen Fächer.


Uni im Klassenzimmer

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt bietet achten bis zwölften Klassen im Landkreis Eichstätt, in Ingolstadt und Neuburg zwischen dem 20. Januar und dem 17. Februar 2020 die Möglichkeit, sich für die Dauer einer Unterrichtsstunde eine*n Wissenschaftler*in in die Klasse einzuladen.

Dieses Angebot ist Teil der Kleinen-Fächer-Woche, in deren Rahmen die sogenannten Kleinen Fächer der Universität einer breiten Öffentlichkeit ihre Themen, Methoden und Fragestellungen vorstellen.

Details zu diesem Angebot (PDF)


Programm

Bitte beachten Sie für Veranstaltungen des Formats "Offenes Seminar":
Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, Seminare und Vorlesungen der Kleinen Fächer zu besuchen und sich damit auf die Veranstaltungswoche einzustimmen. Dieses Angebot ermöglicht einen Einblick in die Vielfalt der Fragestellungen und Themenspektren Kleiner Fächer in universitären Lehr- und Lernsettings.

Montag, 20.1.20

10:00 bis 12:00 Uhr

Vorlesung: Einführung in die Alte Geschichte

Prof. Dr. Michael Rathmann

Ort: UA 141 (Zentralbibliothek)

 

11:30 bis 14:30 Uhr

Offener Kurs: Einführung in die Klassische Archäologie

Dr. Distler

Ort: UA 134 (Zentralbibliothek)

18.00 bis 20.00 Uhr

Spätantike Kaiserresidenzen als vormoderne Metropolen? Mailand und Trier im Vergleich.
Dr. Markus Löx (Regensburg)

Ort: UA - 030 (Zentralbibliothek)

 

 


Dienstag, 21.1.20

8:30 bis 10:00 Uhr

Offenes Seminar: Einführung in die Politik Lateinamerikas (SE)

ZILAS: M.A. Lisa Krimphove

KGA-104

 

12:00 bis 14:15 Uhr

Offenes Seminar: Wirtschaftsgeographie Lateinamerikas  (SE)

ZILAS: M.A. Andrea Käsbohrer

Ort: O17-106

 

19:00 bis 21:00 Uhr

"Wissensarena" Auftaktveranstaltung der kleinen Fächer-Woche

Ort: Dasda (Discothek), Eichstätt

Ein Abendformat voller spannender Fragen und Antworten mit dem Versprechen, Universität „anders“ erleben zu können: das ist das Ziel der Auftaktveranstaltung der Kleinen-Fächer-Woche an der KU. Dazu begibt sich die Universität an einen überraschend "anderen" Ort, die Diskothek Dasda. Dieser obligatorische Studien"ort" abseits von Credit Points und Vorlesungsskripts verwandelt sich in eine Wissensarena, in der die Kleinen Fächer auf unterhaltsame Weise präsentiert werden. Die Wissensarena möchte einen Raum schaffen, um Kleine Fächer, ihre besonderen Perspektiven und spannenden Fragestellungen kennenzulernen. Wissenschaftler*innen beantworten Fragen von Bürger*innen zu unterschiedlichsten bearbeiteten Themenbereichen. (Gefährden Fake News die Demokratie? Was ist Schönheit?) Die Fragen können von Bürger*innen im Vorfeld an den Eichstätter Kurier geschickt, aber auch noch am Abend selbst eingebracht werden. Mit einem lockeren Beisammensein klingt dieser Teil des Abends gegen 22 Uhr aus. Dann öffnet sich die Arena für alle diejenigen, die Kleine-Fächer-Woche tanzend begrüßen möchten.

 

Für die Fahrt zu Wissensarena und zur anschließenden Party ist ein kostenloser Shuttleservice eingerichtet! (Fahrzeiten als PDF)

 


Mittwoch, 22.1.2020

8:00 bis 10:00 Uhr
Vorlesung: Einführung in die Geschichte Lateinamerikas (VL)

ZILAS: Prof. Dr. Thomas Fischer
Ort: KGA-303

 

12:00 bis 14:15 Uhr
Vorlesung: Einführung in die Romanische Literaturwissenschaft (Lateinamerikas) (VL)

ZILAS: Prof. Dr. Miriam Lay-Brander

Ort: MP7-205

 

17:00 bis 18:30 Uhr

Vernissage "Deutsch-Portugiesischer Sprachkontakt seit dem 19. Jahrhundert. Ausstellung zu einer Studienreise nach Südbrasilien". (Ausstellung läuft bis zum 8. Februar)

Ort: Ulmer Hof

Von 1824 bis ins 20. Jahrhundert hinein fanden mehrere Auswanderungswellen aus deutschsprachigen Gebieten nach Brasilien statt, vorrangig nach Südbrasilien. Die Migration und ihre Folgen werden in der Ausstellung thematisiert und durch die Verknüpfung von Audio- und Fotomaterialien nachvollziehbar und erlebbar. Sprachdaten aktueller mehrsprachiger Sprecher/-innen in drei Ortschaften von Rio Grande do Sul wurden 2019 während einer Exkursion mit Studierenden im Rahmen strukturierter Interviews erhoben. Die Ausstellung thematisiert den Sprachkontakt und Kulturkontakte im heutigen Süden Brasiliens anhand der Darstellung von Begegnungen vor Ort und führt in die historischen Hintergründe ein. Beteiligt an dieser Ausstellung sind die Lehrstühle Romanische Sprachwissenschaft und Deutsche Sprachwissenschaft der KU Eichstätt-Ingolstadt.

 

Ebenfalls im Ulmer Hof zu sehen sein wird die Fotoausstellung "Chroniken des indigenen Widerstands im ecuadorianischen Amazonastiefland". In der Mythologie der Sápara war Piatsaw der erste Mensch, der die Verwüstung der indigenen Kulturen prophezeit hatte. Eine Selektion von s/w Fotografien des Fotojournalisten Nicola Okin Frioli porträtiert unterschiedliche Formen des Widerstands indigener Gruppen im ecuadorianischen Amazonasbecken, die sich gegen die Erfüllung der fatalen Prophezeiung richten. Heute sind ihre Existenzgrundlagen mehr denn je durch Förderunternehmen gefährdet, die tief in ihre Gebiete vordringen.

 

18:00 bis 20:00 Uhr
Vernissage der Ausstellung "Zeit und Erinnern"
Gemeinschaftsprojekt der Professur für Kunstpädagogik und des Lehrstuhls für Philosophie

Ort: University Art Gallery (Marktplatz 18, Eichstätt)

Offensichtlich findet das Eine im Anderen statt – das Erinnern in der Zeit. Aber könnte es nicht auch andersherum sein? Die Zeit als Moment der Erinnerung? Warum denn nicht? Die sogenannte Gegenwart, dieses seinerseits so flüchtige Gebilde, wäre dann nicht nur eine Fortsetzung der Vergangenheit, sondern auch eine Erinnerung aus der Zukunft. Und jede weitere Frage wieder eine Erinnerung in der Zeit bzw. eine Zeit in der Erinnerung. Dass es sich mit alldem also alles andere als einfach verhält, dem spürt ein interdisziplinäres Projekt zwischen Kunst und Philosophie nach. Bilder hier, Texte dort, und dazwischen? Die Kooperation der Professur für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik mit dem Lehrstuhl für Philosophie wird ihre Ergebnisse im Rahmen der Ausstellung in der Galerie der Universität vorstellen und lädt herzlich dazu ein.

Die Ausstellung ist vom 22. Januar bis 9. April 2020 zu den Öffnungszeiten der Universitätsgalerie (mo-do, 9-16 Uhr) zu sehen.

 


Donnerstag, 23.1.2020

7:55 bis 8:40 Uhr

Science Slam Musik - Wissenschaft mit SchülerInnen und Studierenden

Professuren für Musikwissenschaft und Musikpädagogik

Ort: Gabrieli-Gymnasium Eichstätt (interne Schulveranstaltung)

Eingebunden in das Seminar der Musikwissenschaft präsentieren Studierende ihre Semesterthemen in Form eines für die Schüler und Schülerinnen des Gabrieli Gmynaisums geöffneten Science Slams. Bei einem Science Slam können geht es darum, ein Thema gekonnt zu veranschaulichen. Ob Power-Point-Präsentationen, Requisiten oder Live-Experimente: Jegliche Hilfsmittel sind erlaubt! Die kurzweiligen Vorträge bieten auch fachfremden Zuhörern die Möglichkeit, sich von der Begeisterung der Slammer für ihr Projekt anstecken zu lassen. Den Schüler*innen soll gezeigt werden, welchen Projekten sich junge Wissenschaftler in ihren Seminaren und Bibliotheken widmen. Ziel ist es, mit wissenschaftlichen Themen Kopf und Herz der Zuschauer zu erreichen, denn das Publikum bildet die Jury und wählt den Sieger des Abends.

 

10:00 bis 11:30 Uhr

Offenes Seminar: Facetten der Musikpädagogik - Singen, Tanzen, Musizieren, lebendige Musikvermittlung

Professuren für Musikwissenschaft und Musikpädagogik

Ort: Musiksaal KGE-103

 

12:30 bis 13:00 Uhr

Flashmob Fachschaft Musik

Innenstadt Eichstätt (Marktplatz)

Die Fachgruppe Musik bringt Musik und Tanz in den öffentlichen Raum: Der Eichstätter Marktplatz wird Kulisse für ein Spektakel der besonderen Art. Studierende der Fachgruppe Musik machen aus Kopfsteinpflaster einen Dance-Floor. Mitten am Tag. In (fast) vollkommener Stille. Wie das geht und was dahinter steckt, lässt sich bei einem Besuch vor Ort am besten selbst in Erfahrung bringen.

 

14:00 bis 15:30 Uhr

Vortrag von Prof. Dr. Burkhard Hill (Hochschule München) mit anschliessender Diskussion zum Thema: Community Music – Musik als ästhetische und soziale Praxis

Professuren für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Ort: E-Bau (KGE-103)

 

Neben einer grundsätzlichen Klärung dessen, was mit Community Music im internationalen Diskurs bezeichnet wird, möchte ich Musik als eine ästhetische Praxis, die sich an die menschlichen Sinne wendet, sowie als soziale Praxis, die in Gemeinschaften ausgeübt wird, darstellen. Hervorgehoben werden soll die Gleichwertigkeit musikalischer und sozialer Prozesse. Damit ist Community Music interdisziplinär zwischen den Feldern der Musikpädagogik, der Sozialen Arbeit, der kulturellen Bildung und der Gemeinwesenarbeit angesiedelt. Damit verbunden müssen herkömmliche Begriffe von Kunst und Kultur erweitert werden, sodass sie an alltagsweltliche Kontexte von Menschen in allen Lebenslagen anschließen können.

 

16:00 bis 20:00 Uhr

Plakatrundgang: Projektposter der Studierenden des Masterstudiengangs Community Music

Professuren für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Ort: Gang zwischen Aula und E-Bau

Studierende des Masterstudiengangs Inklusive Musikpädagogik/Community Music präsentieren ihre Projekte aus dem Praxis-Projektsemester. Der Studiengang „Inklusive Musikpädagogik / Community Music“ qualifiziert und spezialisiert die Studierenden in wissenschaftlich-theoretischer, musikpraktischer, didaktisch-methodischer und berufsbezogener Hinsicht für die musikpädagogische Arbeit mit heterogenen Gruppen, insbesondere in inklusiven Kontexten. Im Praxisprojekt widmen sich die Studierenden der Planung, Durchführung und schriftliche Evaluation einer umfassenderen, musikpädagogischen Projektarbeit mit einer (inklusiven) Gruppe.

 

20:00 bis 22:00 Uhr

Klangreise inkl. Projekt “Orff goes Pop” von Jörg Edelmann

Professuren für Musikwissenschaft und Musikpädagogik

Ort: Campus der KU (Aula, Holzersaal, Studihaus, Musiksaal E-103)

Bei der Klangreise präsentieren sich kleinere Ensembles, in denen überwiegend Musikwissenschafts- und Musikpädagogik-Studierende mitwirken. Die Ensembles finden sich in Eigenregie zusammen und entscheiden gemeinsam über das zu spielende Programm. Dieses wird selbständig und ohne musikalische Leitung einstudiert. Besonders Highlight ist die Vorstellung der Projektarbeit “Orff goes Pop” von Jörg Edelmann. Seit Dezember treffen sich Interessierte jeden Alters um gemeinsam mit Schüler*innen des Gabrieli-Gymnasiums, der Mittelschule Schottenau und Musikstudierenden der KU zu musizieren. Nach dem pädagogischen Konzept von Carl Orff wird ein Musikstück aus Bausteinen entwickelt, welches in einer Gesamtprobe zusammengesetzt wird. Zum Einsatz kommen neben der Stimme, Xylophonen, Bodypercussion auch Bandinstrumente, Boomwhackers und Tablets.

 

22:00 Uhr

Open Stage mit Dozenten-Sessionband

Professuren für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Ort: Theke der Katholische Hochschulgemeinde, Eichstätt

Open Stage mit Dozenten-Sessionband: Die Theke der Katholischen Hochschulgemeinschaft wird zur Open Stage: Die Dozenten-Session-Band aus Walter Bittner, drums; Daniel Mark Eberhard, keys; Uli Schiekofer, bass; Christof Zoelch, sax wartet auf euren Einsatz!


Freitag, 24.1.2020

14:00 bis 16:45 Uhr
Netzwerktreffen Lateinamerikastudien Alumni und Studierenden Austausch über Berufssperspektiven

ZILAS

Ort: DP8-102

Unter dem Motto „Was kommt nach dem Studium?“ berichten Alumni aus ihrem aktuellen Berufsleben und Berufsfeld. Anschließend haben die Studierenden die Gelegenheit, Rückfragen zu stellen sowie in Austausch und offene Begegnung mit den Alumni der Lateinamerikastudien zu treten. Ziel ist nicht nur, eine möglichst hohe Bandbreite an beruflichen Perspektiven aufzuzeigen und diese durch die Anwesenheit der Alumni erfahrbar zu machen, sondern ausgehend von der Veranstaltung ein Alumni-Netzwerk zu gründen.

 

19:00 bis 21:45 Uhr

Science Café: Von Lateinamerika lernen, Erfahrungen im Umgang mit Populismus

ZILAS

Ort: Kantinchen, Restaurant (Ostenstraße 23, Eichstätt)

Im Science Café wird nicht nur Kaffee (und das ein oder andere weitere anregende Kalt- und Heißgetränk) ausgeschenkt, sondern vor allem diskutiert. Zur Premiere dieser Veranstaltungsform haben sich die Organisator*innen ein besonders kontroverses Thema gewählt: den Populismus. Und weil das nicht reicht, wird das Thema aus verschiedenen Perspektiven unter dem überraschenden Motto „Von Lateinamerika lernen“ betrachtet. Wissenschaftler*innen des Zentralinstituts für Lateinamerika und Expert*innen des Kolping-Bildungswerkes laden Sie ein, im stimulierenden Ambiente des Kantinchens bei stilechter Rund-um-Verpflegung mit Rezepturen aus Lateinamerika dem Genuss des Dialogs nachzugehen.  


Samstag, 25.1.2020

10:30 Uhr bis 17:00 Uhr

"Byzanz als Kristallisationspunkt unterschiedlicher christlicher Identitäten": Interdisziplinärer Studientag (mit Netzwerkgründung)

Ort: KAP 209

Zum Wintersemester 2018 wurde an der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die Stiftungsprofessur Prinz Max von Sachsen des Bistums Eichstätt für Theologie des Christlichen Ostens eingerichtet. Sie plant im Rahmen der Kleinen-Fächer-Woche einen Interdisziplinären Studientag am Samstag, den 25. Januar 2020, zum Thema: "Byzanz als Kristallisationspunkt unterschiedlicher christlicher Identitäten". Aus den Perspektiven der Byzantinistik, Albanologie, Kartvelologie, Rumänistik, Slawistik etc. - allesamt "Kleine Fächer" - soll erhoben werden, wie das byzantinische Christentum die jeweilige Gesellschaft prägte und prägt. FachvertreterInnen der oben genannten Fächer sind zu einem Workshop-Tag nach Eichstätt eingeladen, um Ihre Perspektive auf die Frage der Inkulturation des byzantinischen Christentums bzw. der Identitätsbildung der Christen in verschiedenen (Teil-)Gesellschaften des Byzantinischen Reiches und dessen Einflussgebiet darzulegen. Ziel der Konferenz ist die Etablierung eines interdisziplinären Netzwerkes, um für eine zukünftige Zusammenarbeit nachhaltige Synergieeffekte zu generieren.

 

 

19:00 bis 22:00 Uhr

Filmforum Kurzfilmreihe "Vielfalt der Zeiten" mit wissenschaftlicher Einführung und Diskussion mit Regisseurinnen und Regisseuren

Professur für Europäische Ethnologie, Lehrstuhl für Alte Geschichte, Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft II, ZILAS

Ort: Kino im Alten Stadtheater Eichstätt

Der Eintritt zum Filmforum ist frei!

Basierend auf einer gemeinsam kuratierten Auswahl kurzer audiovisueller Formate mit Bezug zum Thema "Zeit" geben die Kleinen Fächer in spannenden Konstellationen Einblicke in Inhalte und Arbeitsweisen ihrer Disziplinen und kreuzen dabei ihre Blicke mit denen von Filmemacher-*innen, Produzent*-innen oder Kameramänner und -frauen. Nach jedem der drei Filmblocks werden die Zuschauer*innen zu Diskussionen eingeladen und erlangen damit ein Verständnis für die Relevanz fachlicher Diversität. Inhaltlich werden die Beiträge einen Vortrag des Göttinger Historikers Martin Lindner zur Antike im Film, sowie das interaktive Format „Bilder machen“ umfassen. Selbiges entstand im Rahmen des Curriculums Visuelle Anthropologie ebenfalls in Göttingen. Prof. Dr. Thomas Fischer (Geschichte Lateinamerikas) wird mit einigen Ausführungen zu Postkolonialismus und Negritude in Lateinamerika die KU vertreten. Aus Eichstätt werden auch Studierende der Europäischen Ethnologie audiovisuelle Formate präsentieren, die im Hauptseminar „Dokumentarisch-ethnografisches Erzählen“ im WS 19/20 entstanden sind.

 


Sonntag, 26.1.2020

11:30 Uhr

Matinée und Eröffnung der Ausstellung "Zeitverläufe: Dauer und Wandel"

Ort: ehem. Johanniskirche, Eichstätt

Die Ausstellung "Zeitverläufe: Dauer und Wandel: Religion, Politik, Gesellschaft " richtet sich an alle Interessierten in und um Eichstätt. Die Fachvertreterinnen und -vertreter der Fächer Klassische Archäologie, Alte Geschichte, Europäische Ethnologie und die Forschungsstelle Christlicher Orient widmen sich dem Thema mittels zahlreichen Fotografien, ethnographisch-dokumentarischen Kurzfilmen sowie Wandpostern. In der Ausstellung wird das Spannungsfeld „Religion – Politik – Gesellschaft“ aus historischer, archäologischer und ethnologischer Perspektive beleuchtet. Religion hat in der westlichen Moderne zwar den selbstverständlichen Status für die Strukturierung des Alltäglichen verloren, in der Alltagswahrnehmung und Deutung diverser pluraler Gesellschaften bemerken wir wiederum eine zunehmende ‚Religionisierung‘ sozio-ökonomischer und gesellschaftspolitischer Konflikte. Zugleich sind Rückbezüge auf religiöse Traditionen als Form aktiver Kontinuitätskonstruktion über Sprache, Schrift, Handlungen und Objekte und ihren Wiederholungen feststellbar. Krisenerfahrungen gesellschaftlichen Wandels können auf diese Weise verarbeitet werden. Als Untersuchungsräume werden dabei einmal Beispiele aus dem Gebiet des heutigen Libanon gewählt, die uns besonders geeignet erscheinen, nicht nur diachrone, sondern auch synchrone Entwicklungslinien nachzuzeichnen.

Zum anderen rückt die Stadt Eichstätt als beispielhafter Ort und Untersuchungsfeld in den Blick. Die Studierenden der Europäischen Ethnologie haben bestimmte Orte in Eichstätt ausgewählt. Im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes stellten sie von einigen gemeinsam mit dem in Eichstätt neu wohnenden Filmemacher Gereon Wetzel Kurzfilme unter den Aspekten Dauer und Wandel her, so zum Collegium Orientale, der Moschee und der JVA-Einrichtung für Abschiebehaft.  

Die Fotografien hingegen sind die Ergebnisse eines Wettbewerbs zwischen Studierenden der Universitäten und Partnerinstitute im Libanon zum Thema ‚Zeitenwende in der Zedernrepublik – Das Christentum im Libanon zwischen Dauer und Wandel‘. Junge christliche Libanesinnen und Libanesen sind zurzeit aufgefordert, ihre Glaubenswelt fotografisch festzuhalten. Dabei sollen vor allem die Fragen nach der reziproken Beeinflussung von Alltag und Glaube im Vordergrund stehen: Wie beeinflusst der christliche Glaube meinen Tagesablauf? Wo wird mein Glaube im Alltag sichtbar?

Außerdem werden die archäologischen Forschungen im Libanon mit Fotografien ins Bild gesetzt, wo sich die Archäologen in einem sich stets verändernden konfliktbeladenen Feld zwischen Antike, Politik und Religion bewegen. Assyrer, Phönizier, Perser, Sidonier, Griechen, Römer und Umayyaden haben im Libanon ihre Spuren hinterlassen. Die lange Geschichte hat viele auswärtige Archäologen hier tätig werden lassen. Auch für die libanesische Gesellschaft sind die antiken Wurzeln von hoher Bedeutung: Die noch stehenden sechs Säulen des Jupitertempels sind eine Art Nationalsymbol. Religiöse Spannungen bestehen seit der Antike vor Ort und beeinflussen auch die Arbeit der Archäologen. Gemeinsam mit vor Ort arbeitenden Archäologen werden Studierende entsprechende Aspekte ausarbeiten und mit den durch die Archäologen zur Verfügung gestellten Fotos visualisieren.

Die Ausstellung ist bis zum 15. Februar zu sehen.

 

16:00 Uhr

Kinderkonzert

Professur für Musikwissenschaft, Prof. Kathrin Schlemmer, musikalische Leitung: Uwe Sochaczewsky

Ort: Aula der KU

Wie klingt die Neue Welt? Unter diesem Motto steht das Kinderkonzert am 26.1.2020 um 16 Uhr in der Aula der KU. Im Jahre 1893 ging der tschechische Komponist Antonín Dvořák für zwei Jahre nach New York, um dort als Kompositionsprofessor zu unterrichten. Er lernte die Musik der amerikanischen Urbevölkerung kennen, die Natur des Landes, ebenso aber auch die riesige Großstadt mit ihrer modernen Technik. Wie ihn all das bei der Komposition seiner 9. Sinfonie beeinflusste, der er den Beinamen „Aus der Neuen Welt“ gab, erforschen Lucia Glockner und Nicholas Meier. Die musikalische Leitung hat Uwe Sochaczewsky. Der Eintritt ist frei, der Einlass beginnt um 15:45 Uhr.


Montag, 27.1. und Dienstag, 28.1.2020

jeweils 9:00 bis 16:00 Uhr

Fortbildung: „LERNWERKSTATT zum Thema ZEIT“

Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte von Grund- und Mittelschulen. Eine Anmeldung über FIBS ist Voraussetzung für eine Teilnahme!

Koordination: Prof. Dr. Rainer Wenrich (Professur für Kunstpädagogik)
Referentinnen: PD Dr. Agnes Pfrang (Diplompädagogin und Grundschullehrerin), Petia Knebel (Kunstpädagogin und Bildhauerin)

Ort: Zentrum für Lehrerbildung, Marktplatz 18, Eichstätt
Das Thema „Zeit“ ist auf den ersten Blick ein spannendes und auf den zweiten Blick ein sehr komplexes Phänomen. „Zeit“ kann in nahezu allen Fächern zum Thema werden, sei es in naturwissenschaftlicher Hinsicht, in philosophischen, politischen oder künstlerischen Betrachtungsweisen. Eine kleine Auswahl an Themen und deren Umsetzungsmöglichkeiten sollen in der Fortbildung im Rahmen einer Lernwerkstatt vorgestellt werden. Insbesondere werden hierbei folgende Themenblöcke behandelt: (1) Philosophische Gespräche mit Kindern und Jugendlichen, (2) Bildnerisch-praktische Arbeit, (3) Mündliche und schriftliche Reflexionen zu den verschiedenen Facetten von Zeit und (4) künstlerische Darstellungen zum Thema Zeit, Zeitpunkt, Zeitverlauf und Vanitas. Einsatzmöglichkeiten einzelner Themenblöcke bzw. der Lernwerkstatt ergeben sich insbesondere in den Fächern Deutsch, Kunst, Religion bzw. Ethik, sowohl als kleine Einheiten im Rahmen einzelner Stunden als auch im Zusammenhang mit umfangreicheren Projekten. Die Lehrwerkstatt richtet sich an Lehrkräfte von Grund- und Mittelschulen. Die Fortbildungsveranstaltung wird durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst unterstützt.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung!
(pro Termin max. 20 Teilnehmende)